Kopfsalat - Einsamkeit und jugendlicher Frust (2) mit Marcel Moses

Shownotes

Jugendliche wissen heute mehr über mentale Gesundheit als jede Generation zuvor. Sie kennen Begriffe wie Depression, Selbstwert oder Trauma. Und trotzdem fühlen sich viele mit ihren Sorgen allein.

In dieser Folge von „Kopfsalat“ spricht Sven Haeusler mit dem Psychologen, Autor und Content Creator Marcel Moses über Einsamkeit und Erfahrungen junger Menschen, die er in hunderten Gesprächen in ganz Deutschland gemacht hat.

Doch warum berichten so viele von Leistungsdruck, Erschöpfung und Zukunftsängsten? Weshalb fehlt oft genau das, was am meisten helfen würde: Menschen, die zuhören?

Marcel Moses beleuchtet, warum Frust junger Menschen nicht nur ein Problem, sondern auch ein wichtiges Signal und die Möglichkeit schaffen kann, sich zu fragen, was junge Menschen heute wirklich brauchen, um sich gesehen, verstanden und wirksam zu fühlen.

Diese Folge ist Teil unserer Sonderedition Einsamkeit. Die Staffel wird durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) gefördert. Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung des BMBFSFJ dar. Die Verantwortung für den Inhalt der Veröffentlichung liegt bei den Autor*innen.

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Vom 22. bis 28. Juni 2026 findet die Aktionswoche „Gemeinsam aus der Einsamkeit“ statt. Alle sind herzlich eingeladen, sich mit eigenen Aktionen zu beteiligen! Ziel ist es, zum Thema Einsamkeit zu sensibilisieren und anderen Angebote zum gemeinsamen Austausch und zur Begegnung zu zeigen.

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Moderation und Redaktion: Sven Haeusler - http://www.svenson-suite.de/cms/ Audio Editor: Julius Hofstädter Musik und Jingle: Bela Brauckmann - https://www.belabrauckmann.com/ Produktion und Redaktion: Diana Doko, Vera Colditz und Jasmin Hollatz von Freunde fürs Leben e.V. – https://www.frnd.de/ Idee: Sonja Koppitz - https://www.sonjakoppitz.de/ Foto: Benno Kraehahn - https://kraehahn.com/portfolio.html Coverdesign: Stefanie Butscheidt - http://www.grafische-requisite.de/kontakt/

Transkript anzeigen

00:00:00: Nicht nur wir, sondern auch junge Menschen bekommen auf Social Media vorgelebt.

00:00:04: Dass man direkt von heute auf morgen berühmt werden kann, dass man reich werden kann und dass man irgendwie nur genug Views haben muss um irgendwie erfolgreich zu sein.

00:00:14: Und deshalb sind viele auch irgendwie so ein bisschen desillusioniert würde ich fast sagen und sind glaube ich wie in so einer... Sackkasse, weil wie schon gesagt sie bekommen in der Schule Leistungsdruck.

00:00:27: Sie bekommen von ihren Eltern Leistungstruck dann sind sie auf Social Media einerseits die ganze Zeit damit konfrontiert dass andere so ein tolles Leben haben was natürlich zu vergleichen führt.

00:00:37: und diese Vergleiche führen dann zu viel Frust weil man denkt Wieso bin ich nicht da wo diese Person jetzt steht?

00:00:44: Und ganz großes Thema war auch Depression also das ganz viele junge Menschen berichtet haben, dass sie ständig niedergeschlagen sind.

00:00:53: Dass sie gar keine Motivation mehr haben.

00:00:55: und was mich auch krass überrascht hat ist wie viele berichtet habe, dass die schon Suizidal waren oder Suizidgedanken hatten?

00:01:05: Und das fand ich irgendwie krass, dass so viele junge Menschen so leiden und sie in ihrem Alltag gar keinen Ort haben wo sie sicher sind!

00:01:20: über Depression, Gefühle und den ganzen anderen Salat

00:01:24: im Kopf.

00:01:26: Tag!

00:01:27: Und herzlich willkommen.

00:01:29: mein Name ist Sven Häusler.

00:01:31: mir gegenüber sitzt eine Person.

00:01:33: wir haben ein eben so dringendes wie interessantes Thema los geht's Einsamkeit und Jugendfrust.

00:01:41: darüber reden wir gleich.

00:01:43: und warum?

00:01:43: natürlich weil uns der Zustand der Jugend alle angeht.

00:01:48: Ich empfehle dazu auch gerne nochmal die vorhergehende Folge zu hören.

00:01:52: zum Thema und als kleine Aufrischung hier ein paar Infos.

00:01:56: Einsamkeit ist ein subjektiv empfundenes Beziehungsdefizit, das heißt es entsteht wenn man eine negative Diskrepanz verspürt zwischen den sozialen Beziehungen die man sich wünscht und die die man tatsächlich hat Und dabei ist es gar nicht wichtig, wie viele das sind.

00:02:15: Also die Quantität sondern auch die Qualität.

00:02:17: Das heißt ich kann auch in einem Freundeskreis sein und kann sehr viele Freunde haben und trotzdem fühle ich mich inmitten derer einsam weil es irgendwie mir nicht das Gefühl von Zusammengehörigkeit gibt.

00:02:32: Und während Einsamkeiten ein subjektives Gefühl ist, gibt es dann aber noch die soziale Isolation.

00:02:37: Das sind tatsächlich eine objektive Unterversorgung mit sozialen Kontakten und beide Phänomene können natürlich auch zusammenspielen, müssen sie aber nicht.

00:02:46: Was ich glaube, was wirklich sehr wichtig ist zu verstehen, Einsamkeit ist gesellschaftlich ungleich verteilt.

00:02:53: so und das ist kein zufällig auftretendes Gefühl sondern es hängt zusammen mit unterschiedlichen Belastungen.

00:02:59: also wenn ich jemand Ein Mensch mit niedrigem Einkommen, geringerer Bildung.

00:03:03: Mit Erwerbslosigkeit, gesundheitlicher Einschränkung zum Beispiel eine andere Person Pflege in Sorgearbeit bin oder mit einer Migrations- oder Fluchterfahrung dann sind es alles Parameter die da mit rein spielen wie anfällig ich für Einsamkeit bin.

00:03:19: und übrigens das Einsamkeitsbarometer verweist auch darauf dass Frauen im letzten Beobachtungszeitraum stärker belastet waren als Männer.

00:03:29: Das heißt, bei Jugendlichen ist es eben auch ein wesentlicher Faktor

00:03:33: wie

00:03:33: sie aufwachsen.

00:03:35: So das alles mal vorab.

00:03:38: und nun zu meinem Gast!

00:03:40: Er wurde im Jahr reinneunzig in Delmenhorst geboren und studierte Psychologie an der Universität Hamburg.

00:03:47: Darauf folgte das Design-Thinking-Programm am Hasso-Platner-Institut in Potsdam.

00:03:53: Heute ist er Psychologe, Autor & Content Creator, lebt in Berlin und arbeitet bei einem Bildungs- und Jugendhilfeträger.

00:04:02: Viele kennen ihn durch seine Social Media Inhalte zu Themen rund um Psychologie und mentale Gesundheit, darunter Depressionen, toxische Beziehungstynamiken und emotionaler Missbrauch.

00:04:14: Und im Jahr ist sein erstes Buch erschienen Generation Toxic die Wahrheit über dich und deine Beziehungen – wer möchte das nicht erfahren diese Wahrheit?

00:04:24: Und er war außerdem Teil des Schulprojekts, der in der Air Talk Show deep und deutlich mit dem er Deutschlandweit Schulen besucht hat um über mentale Gesundheit aufzuklären.

00:04:34: Und zu sprechen.

00:04:35: vor allem unter anderem deswegen sitzt auch hier weil er hat eine Menge zugehört.

00:04:39: und damit herzlich willkommen Marcel Moses.

00:04:41: Hallo Sven!

00:04:42: Ich freue mich total hier zu sein.

00:04:44: Danke für

00:04:44: diese tolle Einleitung.

00:04:46: Ja also dann haben wir die Zuhörende gleich so ein bisschen Gefühl.

00:04:50: Was ist denn das für jemand, der uns jetzt gleich ein bisschen was erzählt zum Thema?

00:04:54: Hast du uns ein Erlebnis mitgebracht, was dir in den letzten Tagen, in die letzte Woche positive Erinnerungen geblieben ist.

00:05:02: Also auf jeden Fall das Wetter.

00:05:04: Ich bin heute das erste Mal ohne Jacke raus in diesem Jahr und es war irgendwie schön!

00:05:09: Es hat sich sehr sommerlich angefühlt und ich finde man vergisst immer im Winter.

00:05:13: vor allem dieser Winter war ja auch ziemlich hart hier in Berlin und ich glaube auch deutschlandweit Wie schön, dass es wenn die Sonne scheint und was für gute Laune das machen.

00:05:22: Was aber auch mein Highlight war oder ist unser Gespräch, was wir jetzt gerade hatten weil ich habe mich ja mit dir und Diana der Gründerin vom Verein unterhalten Und hier hängen ja im Büro ganz viele Schallplatten und dann haben wir so ein bisschen über deine Biografie gesprochen und was du so machst und was Musikprojekte Du auch gemacht hast.

00:05:42: nun hab ich auch erwähnt Beziehungsweise mich daran erinnert, dass ich glaube in der Öffentlichkeit oder im medialen Kontext so richtig ernsthaft und seriös das erste Mal was von Depression gehört hat durch euren Verein.

00:05:56: Und durch so ein YouTube-Format mit Klaas ... Ich glaub es war ja seit Jahrzehntelzen elf oder zwei Tausend zwölf!

00:06:03: Ja also ich find's irgendwie total cool hier bei euch zu sein, mit euch darüber zu reden und jetzt auch mein Beitrag zum Verein und zum Podcast beizutragen.

00:06:13: Es freut mich total und ich fühle mich geärzt hier zu sein.

00:06:16: Wie schön!

00:06:17: Ja, toll dass du es nochmal erwähnst weil ich weiß auch, dass Diana das total viel bedeutet hat gerade eben zu hören... Ja, was es für ein Impact hat auf Menschen.

00:06:29: Die Arbeit die sie und der Verein halt eben schon seit so langer Zeit macht Und dass das bei Menschen ankommt.

00:06:35: und dann machst du da was draus und jetzt sitzt du da und ist großartig.

00:06:39: Es ist total schön.

00:06:40: Ich kippe jetzt mein Highlight und mach dein Highlight auch zu meinem Highlight.

00:06:46: Das war eine schöne Information gerade Wo wir dabei sind.

00:06:51: wie bist Du denn zur Psychologie?

00:06:55: gekommen.

00:06:55: Also das war ja jetzt wahrscheinlich nicht alleine die Motivation?

00:06:58: Nein, natürlich nicht!

00:07:01: Das kann ich gar nicht so genau sagen.

00:07:02: also es war jetzt nicht irgendwie von klein auf mein großer Wunsch Psychologe zu werden.

00:07:08: Ich hatte irgendwie nie So richtigen Berufswunsch.

00:07:11: aber als ich dann Abi gemacht habe und Als es dann ernster wurde Und ich mich langsam dazu entscheiden musste in welchem Bereich ich gehe hat sich psychologie für mich einfach am intuitivsten angefühlt.

00:07:23: ich erinnere mich dass ich In der Oberstufe, wir unterschiedliche Berufsfelder vorstellen mussten und da hab ich mir auch wieder ganz intuitiv einen Psychotherapeutin oder ich glaub das war sogar ein Psychiater ausgesucht.

00:07:37: Und dann sind wir da gemeinsam in die Praxis haben darüber geredet wie so sein Alltag aussieht und ich fand es einfach irgendwie immer so schön dass man da Menschen helfen kann und Menschen unterstützen kann sozusagen.

00:07:55: Und deshalb habe ich mich für Psychologie entschieden, weil sich das für mich einfach richtig angefühlt hat und ... Weil auch psychologische Beratungen oder Therapie vielleicht immer so ein bisschen romantisiert hab, auch um meinem Kopf und dachte, ach, da ist doch ein cooler Job!

00:08:14: Ja, so ist es tatsächlich auch.

00:08:17: Meine Romantisierung war nicht falsch, sondern ich liebe den Job, ich liebe es Menschen zu helfen Kann dir jetzt aber nicht sagen, das war der Grund ... dass ich Psychologie studiert hab.

00:08:28: Aber wie cool zu hören, dass das halt eben auch so gut funktioniert?

00:08:32: Du bist da mal mitgegangen und hast dir das angeguckt in diesen Berufsbereichen und hast festgestellt... geil!

00:08:38: Gefällt mir gut.

00:08:39: Total.

00:08:40: Total gut zu hören.

00:08:41: Dass das was bringen kann einfach mal Leute mit in den praktischen Arbeitsalltag zu nehmen und unseren Einblick zu gewähren Dann passt das auch mal.

00:08:50: Ich glaube, es war in der Oberstufe so im Seminarfach ... Ich weiß gar nicht genau was das Seminarfach war.

00:08:57: Aber es ging darum, Berufsfelder kennenzulernen und Hausarbeiten.

00:09:01: Da haben wir unsere Facharbeit geschrieben.

00:09:03: Und in einem halben Jahr war's eben Berufe entdecken.

00:09:07: Das hat mich auf jeden Fall gepusht, in die Richtung zu gehen.

00:09:12: Was hatte ich dann noch mehr den Blick richten lassen?

00:09:15: Auf dem Jugendbereich?

00:09:17: Ähm ... Das war tatsächlich nach dem Bachelor, wir haben ja gerade schon auch wieder mit Jana darüber gesprochen wie schwierig das eigentlich ist Psychotherapeut zu werden oder auch Psychologe.

00:09:30: Weil es nicht so ist wie zum Beispiel bei Lehramt dass man safe wenn man seinen Bachelor macht auch sein Masterplatz bekommt weil man sonst kein Lehrer oder keine Lehrerin isst.

00:09:40: und in der Psychologie ist das anders.

00:09:43: Nachem Bachelor kann man nicht sagen Man ist Psycholoke oder Psychologin.

00:09:46: Es ist erst der Fall.

00:09:50: Und ich habe nicht direkt mein Masterplatz bekommen, ich musste ein bisschen warten bis sich dann auch angenommen wurde auf dem regulären Weg.

00:09:56: und deshalb habe ich nach einem Bachelor in der Jugend- und Familienhilfe gearbeitet für knapp zwei Jahre und hab dort mit ganz vielen unterschiedlichen Menschen gearbeitet.

00:10:07: Ich habe mit minderjährigen unbegleiteten Geflüchteten gearbeitet, ich habe Erziehungsbeistandschaften gemacht das heißt wenn zum Beispiel eine Kindeswohlgefährdung in einer Familie gab.

00:10:17: Ich bin in die Familie und habe natürlich geschaut, wie es dem Kind geht.

00:10:21: Und hab dort auch sozialpädagogisch-psychologisch gearbeitet und bin da halt das erste Mal im Kontakt mit jungen Menschen in der Arbeit geraten.

00:10:32: Das hat mir immer sehr gefallen weil ich glaube dass viele wenn sie an Psychologen denken dann haben Sie direkt irgendwie so ein Bild im Kopf vom ... älteren Herren sage ich jetzt mal, der da irgendwie auf seinem Stuhl sitzt und dann muss man sich dahin legen und seine Traumate aufarbeiten.

00:10:50: Und das gibt es in ganz vielen ... Also in ganz viele Fällen macht das auf jeden Fall auch Sinn.

00:10:56: also ich will gar nicht ältere Herren wie Psychologen sind irgendwie Schäden oder so sondern Ich glaube dass ich dadurch dass ich selber auch noch Na ja, so jung bin ich jetzt auch nicht mehr.

00:11:08: Aber damals als ich in dieser Jugend- und Familienhilfe angefangen hab, war ich selber vierundzwanzig, dreiundzwantzig ... Und hab teilweise mit achtzehnjährigen gearbeitet.

00:11:17: Das war einfach immer auf Augenhöhe.

00:11:21: Ja?

00:11:21: Mir macht das einfach Spaß, mit jungen Menschen zu arbeiten.

00:11:24: Weil ich glaube, dass es für die noch mal besonders wichtig ist Vorbilder zu haben.

00:11:30: Dass ich da vielleicht ein Vorbild sein kann, das freut mich total.

00:11:35: Deshalb bin ich irgendwie so auf ... auf Jugendhilfe.

00:11:38: Ich arbeite immer noch in der Jugendhilfer, arbeite mit unter- und zwanzigjährigen zusammen.

00:11:43: Und das ist einfach so ein Bereich wo ich mich gut fühle, wo ich denke dass sich gut reinpasst.

00:11:48: Ja cool klingt super!

00:11:50: Es ist ja auch eine Wahnsinnsbestätigung wenn man merkt da kommt was an.

00:11:54: Definitiv vor allem bei jungen Menschen die vielleicht ne Fluchtgeschichte haben oder die vielleicht eine Migrationsgeschichte für was andere stehe als jetzt vielleicht ein anderer Kollege oder eine andere Kollegin, die andere Erfahrungen gesammelt hat.

00:12:13: Als ich und alleine meinen Aussehen sage ich jetzt mal ist es für viele glaube ich.

00:12:17: also Ich merke dass sie direkt denken der sieht aus wie ich.

00:12:20: Und

00:12:21: okay mehr relating

00:12:23: genau Ja

00:12:25: macht Sinn.

00:12:26: Jetzt ist ja unser Thema Einsamkeit und Jugendfrust.

00:12:30: so einsamkeit habe ich im Intro Ein bisschen ganz kurz irgendwie definiert

00:12:36: Jugendfrust

00:12:37: und Frust ist jetzt ein schwammiger Begriff.

00:12:41: So wie Stress oder so, das kann vieles sein.

00:12:44: Wie würdest du einen Jugendfrüst definieren?

00:12:47: Ähm ... Frust entsteht dann, wenn etwas nicht läuft, wie man sich das wünscht.

00:12:54: Wenn man sich ein Ziel setzt, wenn man einen Prozess vor sich hat.

00:12:58: Oder eine Aufgabe oder einen Wunsch.

00:13:01: Und merkt, das ist vielleicht doch nicht einfach!

00:13:05: dieses Ziel zu erreichen oder diesen Wunsch zu erfüllen und alles, was dann ein negativen und unangenehm gefühlen.

00:13:13: Alles, was da so aufkommt würde ich als Frust bezeichnen.

00:13:17: aber wie du auch gerade gesagt hast das ist natürlich einen sehr breiter Begriff und Frust kann sich bei jedem ja auch anders äußern.

00:13:26: Aber grundsätzlich würde ich sagen dass es die Masse an unangenen negativeren Gefühlen ist die hoch kommt wenn man Wenn etwas nicht so läuft, wie man es möchte.

00:13:36: Gehst du damit?

00:13:37: Ja total und natürlich auch wichtiger Hinweis wie bei allen immer wenn man über so Gruppen spricht.

00:13:43: So ist es natürlich irgendwie bei Jugend auch.

00:13:45: das ist ja keine homogene Masse und da sind alle gleich sondern genau das ist natürlich ein Riesenbereich.

00:13:50: Man kann dann immer nur sehr abstrakt drüber sprechen und Tendenzen versuchen irgendwie halt abzubilden oder so.

00:13:57: Hast Du noch eine Ergänzung zu der Einsamkeitsdefinition?

00:14:01: Ich finde, das hast du eigentlich schon ziemlich gut beschrieben.

00:14:05: Also viele denken ja Einsamkeit bedeutet dass man gar keine sozialen Kontakte hat.

00:14:10: Das ist aber nicht der Fall weil es natürlich unterschiedliche Form von Einsamkeiten gibt so wie Du gesagt hast.

00:14:16: ich weiß nicht ob Du genau diese Begriffe verwendet hast aber ich unterscheide oder es wird Unterschiede zwischen sozialer Einsamkeit und emotionaler Einsammkeit.

00:14:25: Das heißt sozialer einsamkeit betreut.

00:14:27: okay Du hast wirklich nicht genug Kontakte Du bist wirklich reell ohne Verbindung in deinem Alltag.

00:14:36: Und dann gibt's aber auch noch die emotionale Einsamkeit, die so wie du beschrieben hast aussagt dass man zwar verbunden ist, man is connectet Man hat Leute mit denen man rein theoretisch sprechen könnte Aber es fehlt die Authentizität Die Tiefe Das Verständnis Die Bestätigung Die Beziehung vielleicht Deshalb dann von vielen Menschen umgeben sein kann und sich trotzdem einsam fühlt.

00:15:05: Und ich glaube, dass das gerade bei jungen Menschen ein großes Thema ist ... Weil de facto ist man wenn man jung ist ja nicht wirklich alleine allein weil meistens ist man in einem System eingebettet zum Beispiel in die Schule da geht man im besten Falle fünf mal die Woche hin hat Schulkameraden und Schulkameradinnen Lehrerinnen und Lehrer.

00:15:29: Das heißt Man ist ja eigentlich nicht alleine, aber fühlt sich vielleicht doch einsam.

00:15:35: Weil man es ... nicht schafft oder niemand da ist, wo man andocken kann und eine Beziehung aufbauen kann und authentisch sein kann.

00:15:45: Deshalb ist Einsamkeit nicht immer gleich Einsamkeit?

00:15:49: Ja, gut dass du auch noch mal sagst.

00:15:51: Alleinsein ist Nicht-Einsamkeit.

00:15:54: Genau!

00:15:54: Und

00:15:54: das gibt halt die ... Das selbstgewählte Alleinsein kann auch gut tun.

00:16:00: Aber Einsamkeit ist dann noch mal etwas anderes und ich glaube, wie bei vielen Dingen im Bereich der mentalen Gesundheit oft unterschätzt, weil man so leicht denken kann, da ist ja nur ein Gefühl.

00:16:15: Aber das macht es natürlich nicht weniger drastisch.

00:16:18: Auch Gefühle kann man halt nicht einfach ... Ein- und Ausschalten oder irgendwie sowas.

00:16:23: Also okay, es hängt alles miteinander zusammen.

00:16:26: Sowohl bei dem Frust als auch bei der Einsamkeit spielen eben ganz viele Faktoren mit rein.

00:16:32: Wir hatten's ja schon Teilhabe, Herkunft ... Sozial wo man steht in der Gesellschaft.

00:16:41: Du hast ja jetzt häufig mit jungen Menschen, mit Schülern, mit Schülerinnen Jugendlichen auch gesprochen, was sind denn so die Sachen?

00:16:50: Die Äußerung, die dir am meisten begegnen in diesem Themenfeld.

00:16:56: Wirklich total vielfältig und total breit gefächert.

00:17:00: Etwas, was mir jetzt zuallererst eingefallen ist bei jungen Menschen ist dieser Leistungsdruck.

00:17:06: also das hätte ich auch nicht gedacht dass es so ein riesengroßes Thema ist.

00:17:11: Ich hatte eher gedacht, dass vielleicht Social Media dass viel größere Thema ist.

00:17:15: Das ist auch ein Thema, können wir gleich gerne drüber sprechen.

00:17:18: aber was vor allem bei diesen Schultouren wo ich letztes Jahr mit dem NDR zusammen unterwegs war aufgefallen?

00:17:25: es ist das wirklich Leistungsdruck ein großes Thema und zwar nicht nur in der Schule sondern auch von zu Hause aus dass man irgendwie ständig damit konfrontiert wird dass man noch besser werden muss dass man sich optimieren muss.

00:17:37: nicht nur wir sondern auch junge Menschen bekommen auf Social Media vorgelebt direkt von heute auf morgen berühmt werden kann, dass man reich werden kann.

00:17:47: Dass man irgendwie nur genug Views haben muss um irgendwie erfolgreich zu sein und deshalb sind viele auch irgendwie so ein bisschen desillusioniert würde ich fast sagen und sind glaube ich wie in so einer... Sackkasse, weil wie schon gesagt sie bekommen in der Schule Leistungsdruck.

00:18:05: Sie bekommen von ihren Eltern Leistung druck dann sind sie auf Social Media einerseits die ganze Zeit damit konfrontiert dass andere so ein tolles Leben haben was natürlich zu vergleichen führt.

00:18:15: und diese vergleiche führen dann zu viel Frust weil man denkt Wieso bin ich nicht da wo diese Person jetzt steht?

00:18:23: Genau also Social Media Leistungs Druck.

00:18:26: und ganz großes Thema war auch Depression.

00:18:29: Also, dass ganz viele junge Menschen berichtet haben, dass sie ständig niedergeschlagen sind.

00:18:34: Dass sie gar keine Motivation mehr haben.

00:18:37: und was mich auch krass überrascht hat ist wieviele Berichtet haben das die schon Suizidal waren oder Suizidgedanken hatten?

00:18:47: Und das fand ich irgendwie krass, dass so viele junge menschen so leiden und sie in ihrem Alltag gar keinen Ort haben wo sie sicher sind Und wo sie sprechen können.

00:19:00: Weil eigentlich denken wir, unsere Gesellschaft hat sich schon weiterentwickelt, mentale Gesundheit ist doch ein großes Thema und es ist auch ein großes System.

00:19:08: Aber mentale Gesundheits ist sehr präsent und vielleicht nicht mehr so stigmatisiert wie vor zehn Jahren aber es ist immer noch stigmatisiert und diese jungen Menschen haben zwar total viel Wissen und wissen was eine Depression ist und wissen rein theoretisch auch wie sie daraus kommen Diese Resonanz im echten Leben, diese Beziehung wo man wirklich sagen kann authentisch was ein beschäftigt.

00:19:36: Deshalb ist meiner Meinung nach natürlich dieser Themen die ich gerade aufgezielt habe sehr groß.

00:19:42: das sind große Themen bei den jungen Menschen aber meines Erachtens nach es liegt ein ganz großes Problem auch bei den Erwachsenen weil sie ist zumindest in denen Kontexte in denen Ich arbeite nicht wirklich schaffen eine Bindung zu diesen jungen Menschen aufzubauen.

00:20:01: Sondern es ist dann, du musst das, aber Information alleine führt nicht dazu dass Menschen und vor allem Jugendliche stabilisiert werden sondern es ist Beziehung.

00:20:12: Das sind genau die fehlenden Resonanzen.

00:20:16: Es klingt vielleicht drastisch aber wenn wir uns bewusst machen, dass Suizid immer noch die häufigste Todesursache ist bei

00:20:23: jungen

00:20:27: macht es total Sinn, wenn du sagst da saßen so viele Menschen die das geäußert haben dass sie diese Gedanken schon mal hatten.

00:20:32: Ja irgendwo muss es herkommen also dass diese Zahlen halt irgendwie so drastisch hoch sind.

00:20:37: Also so erschreckend ist natürlich und gut dass sie's immerhin auch schon zum Ausdruck bringen können und darüber in den Austausch gehen können.

00:20:48: Aber okay, verstehe.

00:20:49: Die Resonanz fehlt.

00:20:50: also da entwickelt sich mehr Bewusstsein.

00:20:54: die Thermologie hat sich verändert.

00:20:56: man kann irgendwie auch Zustände besser in Worte fassen weil es mehr Begrifflichkeiten gibt und die halt eben auch ankommen bei der Gesellschaft dass sie Verwendung finden.

00:21:08: so ich fand das sehr interessant was du gesagt hast.

00:21:10: Social Media dieses auch da wieder entwickelt sich eine Diskrepanz zwischen naja vielleicht so einem Wunschdenken und der Realität.

00:21:20: Ja, also natürlich sieht in den sozialen Medien vieles sehr einfach aus und sehr erfolgreich aber dass der Weg dahin in der Regel eben aufwendig ist anstrengend ist das dann wieder halt eben die Realität.

00:21:31: unter Klärchen natürlich auch Dinge aufeinander.

00:21:35: Es geht ja um Frust.

00:21:36: wir sprechen über Frust und viele Menschen bzw.

00:21:40: Die meisten Menschen wenn sie auf Social Media posten, dann posten sie ja ihre Erfolge, ihre Höhepunkte Das was gut läuft, das was schön aussieht.

00:21:48: Aber selbst ich als erwachsene Person, vergesst man nicht mal wenn ich jemanden sehe den ich jetzt bewundere oder wo ich denke total cool was diese person macht.

00:21:58: da vergisst man natürlich oft dass die person auch durch Höhen und Tiefen gehen musste um dort zu stehen wo sie steht.

00:22:06: das ist immer ein Prozess.

00:22:07: es und dass wir nur das schöne ende sehen auf so eine gute ja aber nicht Die ganze frustration die letztendlich zum Erfolg führen kann, sage ich jetzt mal.

00:22:20: Das führt dazu, dass Menschen so ein Ideal entwickeln, wo sie sich sehen oder was die erreichen möchten und das dann irgendwie mit ihrem tatsächlichen Selbst- oder ihrer tatsächlichen Realität abgleichen und sehen hey da ist so eine große Diskrepanz?

00:22:36: Und das führt automatisch zu Depression wenn ... Da so eine hohe Diskrepant zwischen dem wie man sein will und so wie es tatsächlich ist herrscht.

00:22:46: Würdest du denn sagen, dass das ein Bewusstsein zu spüren war?

00:22:50: Dass aus der Frustration einen Rückzug entstehen kann und dieser Rückzug natürlich dann auch wieder eine Vorstufe oder eine Bühne sein kann für eine Einsamkeit.

00:23:01: Definitiv!

00:23:02: Also ich mag es ja gar nicht so in Schubladen zu denken und auch so geschlechterspezifisch aber letztendlich funktioniert Forschung so auch heutzutage.

00:23:12: uns gibt tatsächliche Unterschiede dazwischen wie jetzt zum Beispiel Jungs mit Frust umgehen und wie Mädchen mit Früst umgehen.

00:23:22: Und ich weiß nicht, wie das bei Personen ist die sich zu keinem Geschlecht zugehörig fühlen.

00:23:28: da habe ich nichts im Kopf evidenzbasiert.

00:23:32: aber grundsätzlich allgemein ist es so dass Jungs aggressiv werden wenn sie frustriert sind.

00:23:45: nicht dass Aggressivität etwas Gutes Outgoing-mäßiges ist, aber sie werden aggressiv.

00:23:49: Und gerade bei Mädchen ist es so, dass die sich oft isolieren und das die sich auch sozial zurückziehen und dann vielleicht nicht mit Gewalt oder Wut reagieren sondern er vielleicht anfangen andere auszuschließen und in diese Richtung gehen.

00:24:07: Aber ja grundsätzlich kann Frust und wenn dieser Frust nicht aufgefangen wird zu Isolation führen Und diese Isolation, logischerweise langfristig zu Einsamkeit.

00:24:18: Ich glaube, wenn ich mich recht erinnere ist bei weiblichen Personen dann auch häufig so dass diese Aggressivität die über den Jungs nach außen geht, dann halt eben nach innen geht und zum Beispiel sowas wie selbstverletzendes Verhalten dann häufiger ist.

00:24:33: Also wahrscheinlich ist es definitiv eine Form von Aggressivity aber die andere geht nach Außen und die anderen geht nach Innen.

00:24:41: Wichtig zu betonen gibt natürlich Mädchen, die aggressiv sind und es gibt auch Jungs.

00:24:46: Die isoliert sind.

00:24:47: das ist halt sozusagen eine hoch wie sagt man Hochrechnung.

00:24:52: Genau

00:24:53: ja Okay, dass heißt wir haben ein enges Zusammenspiel da.

00:24:58: offensichtlich dann haben wir das Thema auch ganz gut gewählt.

00:25:02: Es hat durchaus miteinander zu tun.

00:25:03: Vielleicht können wir dann noch ein bisschen genauer hinschauen nämlich so die folgen von der von beiden Zugehörigkeit.

00:25:12: Haben wir grad schon so ein bisschen angerissen, aber also da spielt ja alles mit rein wie eine fehlende Anerkennung das Gefühl von nicht gehört zu werden sowohl im großen gesamtgesellschaftlich als wahrscheinlich halt eben auch im kleineren.

00:25:33: Mir kommt in den Sinn vielen Beorte wo überhaupt ne Zugehöhrigkeit entstehen kann.

00:25:40: reden wir dann auch wieder so etwas.

00:25:41: Je Armut beispielsweise, wenn alle Orte der Begegnung damit zusammenhängen, dass ich sie mir leisten können muss weil ich sie in irgendeiner Form bezahlen muss.

00:25:50: Kino Gastronomie und so weiter.

00:25:52: Dann ist es schwerer dazu zu gehören Ich werde ausgeschlossen usw.

00:25:57: Was hast denn du dazugehört?

00:25:59: Oder was fällt dir dazu ein dieser ganze Zugehörigkeitsbegriff?

00:26:04: Ich glaube das gerade bei jungen Menschen Noch wichtiger ist als bei erwachsenen Personen.

00:26:10: Wir erwachsene Personen müssen uns auch zugehörig fühlen, um resilient zu sein und eine gewisse Frustrationstoleranz haben und zu entwickeln.

00:26:19: Dazu brauchen wir dieses Gefühl von Zugehörigkeit in soziales System, das uns gegebenenfalls auffangen kann oder bei dem wir uns sicher fühlen.

00:26:28: Und wenn das fehlt ... dann ist natürlich ein ganz großer ... Anteil weg, der einen dabei helfen kann sich selbst zu regulieren und die eigenen Emotionen besser zu verstehen um besser einordnen.

00:26:43: Und gerade das was du grade geschrieben hast es gibt so viele unterschiedliche sozial ökonomische Strukturen oder je nachdem wie dein sozial ökonomischer Status ist beeinflusst das natürlich auch Die eigene mentale Gesundheit und umso geringer dieser status ist umso negativer wirkt sich dass auch auf die mentale Gesundheit aus, um jetzt praktisch meine Erfahrung zum Beispiel von dieser Schultour zu reflektieren.

00:27:12: Da waren wir auch an ganz unterschiedlichen Schulen in unterschiedlichen Städten und gerade an diesen Brennpunktschulen sage ich mal, die vielleicht im Gebiet waren wo es den Menschen nicht so gut ging sag' ich jetzt mal hat man gemerkt dass das auch dem jungen Menschen nichtsogut gingen wirklich vermehrt von Suizidgedanken, depressiven Symptomen gesprochen haben.

00:27:37: Genau und was auch glaube ich ganz wichtig ist bezüglich dieses Gefühl der Zugehörigkeit ist natürlich auch zum Beispiel psychologische Hilfe oder psychotherapeutische Hilfe die einem ja auch in gewisser Weise vielleicht jetzt nicht dieses klassische zu Gehörigkeitsgefühl gibt.

00:27:56: aber das Gefühl hey du wirst gesehen Du wirst verstanden wie es hier gespiegelt ganz viele junge Menschen würden gerne eine Therapie machen, aber kommen da gar nicht so einfach ran.

00:28:09: Und ich glaube dass da ganz viele Faktoren noch alle spielen.

00:28:13: Ich fand es gerade noch super interessant auch was du gesagt hast bezüglich der Resilienz das natürlich zugehörig und mich in einer bestimmten, mich in eine Piergwup zu bewegen natürlich auch Regeln unterliegt.

00:28:26: Das ist ja nichts was irgendwie mal jemand aufschreibt und dann ist es so und dann gehöre ich dazu sondern ich lerne darüber ja ganz viel.

00:28:33: also wie was kann dazu führen dass sich ausgeschlossen werde oder was sollte ich nicht tun damit ich Teil dessen bin?

00:28:42: Sollte ich vielleicht mit Blick auf meine eigene Gesundheit aber nicht tun, nur um dabei zu sein und so?

00:28:47: Also der Lerneffekt ist ja riesig wenn ich überhaupt diese Piergub erst mal habe.

00:28:53: Genau!

00:28:53: Aber

00:28:53: dazu muss ich sie auch erstmal haben.

00:28:55: Ja und grundsätzlich finde es total gut und wichtig dass wir über Frustration sprechen und Übereinsamkeit weil das sind reelle wichtige Themen die wir hier besprechen in der Lebensrealität der jungen Menschen eine große Rolle spielen.

00:29:10: Gleichzeitig finde ich das auch ganz wichtig zu betonen, eben Resilienz und Frustrationstoleranz.

00:29:16: Weil ... Ich hab das Gefühl, dass es irgendwie total verloren gegangen ist, weil wir in so einer Hasselkultur leben, in so ner Optimierungsgesellschaft, in der wie immer funktionieren müssen, wo kein Platz für Trauer oder Negativität ist.

00:29:37: Und ich glaube, ich will jetzt nicht die Lösung präsentieren, Ich find das immer ganz schwierig, wenn sich ein Psychologe oder eine Psychologin irgendwo hinsetzt und sagt so, das musst du machen.

00:29:45: Dann geht's dir gut weil das natürlich immer total individuell ist.

00:29:49: aber gerade wenn es um Frustrationen und Einsamkeit geht glaube ich dass der Schlüssel oder vielleicht auch das Problem aktuell darin liegt dass diese Frustation eben keinen Raum hat Weil ich finde in meiner Welt ist frustration eigentlich gar nichts Negatives sondern wenn ich frustriert bin sich das eher wie so ein Marker oder wie so einen Hinweis, dass ich denke mir ist gerade etwas wichtig.

00:30:19: Oder ich will irgendwas erreichen oder ich habe ein Ziel und es funktioniert aber nicht so, wie ich das möchte.

00:30:25: Und dann bin ich frustriert.

00:30:27: Dann könnte ich jetzt natürlich alles versuchen um diesen Frust nicht zu spüren und noch mehr arbeiten und nochmal machen oder mich dort beschweren oder da mein Frust rauslassen.

00:30:39: Aber ich glaube Das ganz wichtig ist, dass wir sowohl als Erwachsene auch als junge Menschen lernen Frust auszuhalten und dass wir uns selber wieder vertrauen.

00:30:52: Weil ich glaube, Frust und diese unangenehmen Gefühle die aufkommen... Unangenehm sagt das ja schon, es fühlt sich nicht schön an und deshalb wollen wir das immer ganz schnell wegschieben und das nicht spüren.

00:31:05: aber ich glaube dass die Lösung man das zulässt und dass man lernt, seine eigenen Emotionen zu regulieren.

00:31:14: Das hat natürlich nichts damit zu tun, dass in unserer Gesellschaft super viel Scheiße läuft und junge Menschen und mentale Gesundheit bei jungen Menschen nach wie vor ganz stark übersehen wird.

00:31:25: also ich will jetzt gar nicht die Probleme der jungen menschen irgendwie kleinreden und sagen sie müssen sich einfach selber regulieren.

00:31:32: aber tatsächlich müssen Sie lernen sich selbst zu reguliere.

00:31:35: und gerade ein zeiten indem wir alle so digitalisiert sind, indem wir alles Smartphones haben.

00:31:41: Indem wir irgendwie direkt von Algorithmen gefühlt stundenlang in die Unendlichkeit getrieben werden.

00:31:48: Da finde ich es umso wichtiger dass man eben lernt mit den eigenen Gefühlen umzugeben.

00:31:53: Ja total.

00:31:55: Frustrations-Toleranz hast du gerade genannt.

00:31:58: Wirklich ein wichtiger Punkt glaube ich auch und das merke ich also auch ohne.

00:32:02: Ich bin ja knapp nicht mehr jugendlich Auch bei mir merke ich das ja.

00:32:07: Also wie schnell dann halt eben auch eine Befriedigung woanders herkommen kann, also gerade stichwort Social Media und so... Und wie ich halt einen Frustrationsmoment überspielen kann indem ich das halt mich denn schnell wegwende.

00:32:20: Es ist auf jeden Fall auch wirklich so eine der Aufgaben, mit denen ich mich beschäftige.

00:32:25: So wegzukommen von dieser Klassifizierung von Emotionen.

00:32:28: Also dieses negative Gefühl und positive Gefühle sondern zu sagen ne das sind alles gefühle und die erzählen mir alle was?

00:32:35: Ja genau!

00:32:36: Und ich muss lernen die zu deuten.

00:32:38: Und nicht zu sagen ja nee das ist ein schlechtes Gefühl da will ich möglichst schnell von weg.

00:32:42: Sondern

00:32:42: auch

00:32:43: zu sagen gut aber dann muss ich jetzt auch irgendwie etwas... für mich rausziehen.

00:32:47: Aber das ist natürlich auch gar nicht so einfach, ne?

00:32:49: Als erwachsene Person haben wir uns vielleicht unser eigenes Umfeld aufgebaut wo wir uns sicher fühlen und stabil fühlen.

00:32:56: Wir wissen schon mehr wer wir sind Und wissen auch was zu uns passt und haben im besten Fall zumindest eine Person in unserem Leben Wo wir uns sich erfühlen.

00:33:05: aber gerade bei Jugendlichen die noch so krass in diesem Familiensystem sind oder auch in der Schule Da ist es halt total schwierig irgendwie Vielleicht nach Hilfe zu rufen oder auch zu sagen, mir geht's grade schlecht.

00:33:19: Weil dann kommt wieder direkt der Druck von den Eltern und ich glaube gerade bei Menschen die vielleicht multikulturell aufgewachsen sind ist das noch mal ein ganz anderes Thema und nochmal ... Ich will jetzt nicht sagen größeres Thema aber ein sehr großes Thema weil es natürlich auch kulturelle Unterschiede gibt was mentale Gesundheit angeht.

00:33:41: Es gibt viele Da kann man natürlich jetzt auch nicht wieder sagen, alle die eine Migrationsgeschichte haben so ne Haltung zu mentaler Gesundheit.

00:33:49: Aber ich kenne das selber aus meiner Familie.

00:33:52: Ich bin Aramea.

00:33:52: Arameas sind super christlich Die sind sehr orthodox und halt sehr gläubig Und ich bin selber Psychologe und hab das studiert und meine Eltern sind auch stolz auf mich.

00:34:03: aber wenn wir jetzt zum Beispiel über jemanden reden der psychische Probleme hat und ich dann Therapie erwähne wird das direkt schlecht geredet oder so gesagt.

00:34:12: Das bringt doch nichts, wo ich so denke, aber ich bin doch Psychologe und ihr seid auch stolz darauf was ich mache.

00:34:19: Aber gleichzeitig ist es so tief verankert dass die dann denken der Glaube hilft oder die Familie hilft weißt du?

00:34:29: Es ist ein sehr komplexes Thema.

00:34:31: Total, auch dazu haben wir übrigens eine Doppelfolge zum Thema Einsamkeit und Migrationen um da irgendwie mehr einzutauchen.

00:34:39: Da steckt natürlich ganz viel drin Ja, es hat ja alles mit allem zu tun.

00:34:47: Das ist ja irgendwie auch die Herausforderung, um das so ein bisschen zu entzerren und vielleicht halt diesen riesen Berg abzutragen und dadurch verständlicher zu machen, indem man's aufteilt in mehrere kleine Berge.

00:35:05: Was mir noch so eingefallen ist zu dem Thema ... Folgen von diesem Zusammenspiel, Einsamkeit und Jugendfrust war das Thema Selbstwirksamkeit.

00:35:15: Ich hab nämlich dazu auch noch mal oder wir haben ja nochmal was wirklich Interessantes dazu gefunden.

00:35:21: ich lüge die Redaktion hat es gefunden.

00:35:24: ich habe damit überhaupt nichts zu tun.

00:35:26: ich lehse hier nur ab so nimm mich dass sich stark einsamen fühlende junge Menschen gar nicht zum Beispiel weniger politisch sind Aber sie glauben weniger, dass es was bewirkt.

00:35:40: Also dass Sie weniger bewirken können.

00:35:43: Wir haben auch ein paar Zahlen dazu gefunden hier.

00:35:44: Ja.

00:35:45: Sechzig Prozent der stark einsamen junge Menschen glauben nicht, dass sie politische oder gesellschaftliche Veränderungen bewirkeln können bei denen nicht einsam sind.

00:35:54: das zweiundvierzig Prozent also dreißig Prozent weniger und drittel weniger.

00:35:58: ungefähr Auf lokaler Ebene sprechen sich zweiundfünfzig Prozent der stark

00:36:03: einsamen jungen

00:36:03: Menschen, aber nur rund ein Drittel, der nicht einsam die Fähigkeit ab in ihrer Stadt oder Gemeinde etwas verändern zu können.

00:36:11: So und dieses Thema von Wirksamkeit so nach dem Motto Naja ist es auch Schnuppe irgendwie ob ich was tue?

00:36:19: Ob ich was oder nicht, ob ich mich engagiere oder nicht?

00:36:22: Ob Ich Was sage oder Nicht.

00:36:24: Das ist natürlich immens wichtig weil das ist ja so gesellschaftliche Suche gerade.

00:36:30: Und wenn ich davon ausgehe, dass es eigentlich egal ist wie ich mich verhalte in der Gesellschaft, es trägt die ganze Gesellschaft davon einen Schaden und nicht nur Individuen.

00:36:42: Ist dir das im Gesprächen begegnet?

00:36:46: Wir können ja eh nichts mehr ändern.

00:36:48: Also gerade hinblick auf unsere politische Situationen Kriege und die Klimakrise, und die Spaltung der Gesellschaft.

00:36:58: Besteht schon so ein gewisser Pessimismus bei jungen Menschen?

00:37:03: Weil sie denken ... Ja okay dann streng ich mich jetzt in der Schule an und es gibt doch eh keine Jobs.

00:37:09: unsere Gesellschaft geht auch den Abgrund runter gefühlt.

00:37:13: Und im Jahr zwei tausendfünfvierzig ist eh der Klima-Kipppunkt erreicht und dann müssen wir hier alle weg

00:37:19: so

00:37:19: gefühlen.

00:37:20: deshalb Spürte auf jeden Fall habe ich da schon gespürt oder auch mitbekommen, dass viele Menschen da pessimistisch in die Zukunft blicken.

00:37:28: Aber genau diese Selbstwirksamkeit, die du gerade beschrieben hast ist ja an gewisser Weise die Lösung auch oder ein Teil der Lösung weil Selbstwirkksamkeit selbstbewusst sein und selbst wert das hängt ja alles irgendwie miteinander zusammen.

00:37:44: Und um diese Selbst wirksamkeit zu entwickeln braucht man glaube ich ein gutes Umfeld, was dann auch unterstützt.

00:37:51: Was dann auch motiviert und stärkt?

00:37:56: Deshalb liegt das jetzt glaube ich nicht immer nur an den Jugendlichen ob sie jetzt irgendwie negativ sind und dann sagen ah das ändert eh nichts oder ob die total positiv sind.

00:38:05: Ich glaube dass es immer viel mit dem Kontext in dem diese Personen aufgewachsen sind zusammenhängt und mit dem System in denen Sie sich befinden.

00:38:14: aber grundsätzlich ist es ja so wenn eine Person sich ein Ziel setzt und dieses Ziel erreicht, dann steigt die Selbstwirksamkeit.

00:38:21: Und wenn die Selbstwirksamkeit steigt, steigt auch das Selbstwertgefühl und das Selbstbewusstsein.

00:38:27: In meinem Kopf ist es ganz logisch dass, wenn ich mich besser fühle und wenn ich einen höheren Selbstwert habe, dass ich auch eher dazu tendiere, mich zu engagieren politisch zu engagierend aber auch vielleicht über meine Gefühle zu sprechen weil ich weiß meine Gefühle, meine Emotionen sind etwas wert und sind es wert, geteilt zu werden.

00:38:49: Deshalb finde ich das ganz wichtig, dass man an dieser Selbstwirksamkeit arbeitet auch gar nicht unbedingt in Bezüge auf mentale Gesundheit sondern ganz allgemein im Leben.

00:38:58: wie gehen wir vielleicht Aufgaben an wenn wir jetzt mal eine Schule denken?

00:39:02: Wenn man dann Ziel hat, dann setzt man sich ein großes Ziel gibt alles versucht da hinzukommen kommt aber gar nicht hin Und dann ist man total unzufrieden und die Selbstwirksamkeit aus dem Keller.

00:39:13: Deshalb finde ich das ganz wichtig, auch falls gerade Jugendliche zuhören oder egal wer grade zuhört.

00:39:18: Dass man sich halt realistische kleinstrategiere Ziele setzt um halt eben die Selbstwirksamkeit zu steigern.

00:39:26: weil wenn man denkt ja dass was ich sage oder das was ich denke Das kann eh nichts bewirken dann hat man wahrscheinlich noch nicht so viele Erfahrungen gemacht wo man gemerkt hat Boah, wenn ich mir was vornehme, dann schaffe ich das.

00:39:40: Oder wenn ich etwas sage, wird es ernst genommen.

00:39:43: Weil wenn ein junger Mensch über die eigenen Gefühle spricht und eine positive Resonanz kommt, einen Safe-Space eröffnet würde, sag' ich jetzt mal ... Dann steigt automatisch die Selbstwirksamkeit dieser jungen Menschen.

00:39:57: Und dass mit dem politischen Einfluss das war mir gar nicht bewusst.

00:40:02: Das zeigt aber letztendlich, junge Menschen da abholen, wo sie sind.

00:40:06: Wenn wir ihn auf Augenhöhe begegnen und Sie bestätigen, dann fördern wie Ihre Selbstwirksamkeit und damit langfristig unser gesamtgesellschaftliches Wohl ergehen.

00:40:17: Weil wenn junge Menschen eine hohe Selbstwirksamkeit haben, sagt die Studienlage, dann engagieren sie sich mehr politisch und kann unsere Gesellschaft vielleicht auch weiterentwickeln oder in eine andere Richtung entwickeln.

00:40:31: Das heißt zuhören ist das eine ... Aber es auch aufgreifen und was daraus machen, um dann halt eben zu spiegeln.

00:40:38: Guck mal da ist eine Wirksamkeit ... Also wir sprechen so viel über die Gefährdung der Demokratie und wie sie auf dem Spiel steht.

00:40:47: Und da spielt das natürlich irgendwie stark mit rein.

00:40:51: Wenn junge Menschen das Gefühl haben, sondern als ... Wie gesagt, also ist ja egal irgendwie, wie ich mich verhalte oder ob ich jetzt so wähle oder so oder wie ich mir engagiere oder so.

00:41:00: Es hat eh keinen Impact in Veränderung.

00:41:05: Dann denken sie sich natürlich auch irgendwann so ja, dann wollen wir gar nichts mehr machen und das ist natürlich irgendwie auch tatsächlich der Ende der Demokratie.

00:41:14: also... Und

00:41:15: da finde ich es auch wieder besonders wichtig weil ich habe das Gefühl wir sind gerade in so einer Gesellschaft oder unsere Gesellschaft ist gerade in einem Zustand wo wir nicht mehr gucken was verbindet uns?

00:41:25: Wo sind wir ähnlich?

00:41:28: Macht uns beiden Spaß, wo haben wir Gemeinsamkeiten?

00:41:31: Sondern dass das eher so ist.

00:41:33: Wogegen sind

00:41:33: wir?".

00:41:34: Und ich finde es ganz wichtig, dass jede Person die erwachsen isst einfach ... Na, einfaches leicht gesagt.

00:41:42: Aber dass jeder erwachsene Person sich bewusst macht, dass die Jugend auch immer in gewisser Weise ein Spiegel der erwachsenen Personen sind.

00:41:51: So sehe ich das!

00:41:53: Ich glaube wenn man gesunde Vorbilder hat und Vorbildern sich selber reflektieren und die sich selber gut fühlen.

00:42:02: Und gut mit ihren Emotionen umgehen können, dass ich das automatisch auch in langen vielleicht nicht direkt weil in der Jugend ist man oft auch am rebellieren und findet alles scheiße was die Erziehungsberechtigten gut finden.

00:42:15: aber ich glaube dass es ganz stark an uns liegt dass wir wertschätzender mit uns selbst und auch mit anderen umgehen weil wir sind die Gesellschaft.

00:42:26: Ja, total.

00:42:27: Ja, Rebellieren, Jugendrebellionen... Gutes Stichwort!

00:42:31: Ich fand das vorhin auch interessant was du gesagt hast und natürlich zum Jugendsein auch dazu gehört eine Abnabelung vom Elternhaus.

00:42:39: also du meintest es ist ja wenn ich eigentlich Hilfe suche, dann bin ich unter Umständen auch in einem Alter wo ich diese Hilfe nicht unbedingt von Mama und Papa mir holen will wie es noch als Kind getan habe sondern irgendwie das woanders.

00:42:52: Und wenn sie dieses woanders nicht gibt ja denn ist es eine Herausforderung.

00:42:56: gleichzeitig muss sich sagen dass es nicht durch Studien belegt sondern wirklich meine individuelle Wahrnehmung dass ich das schöne Gefühl habe dass es da tatsächlich weniger Berührungsängste gibt von Jugendlichen und von jungen Erwachsenen Dinge anzunehmen, von Älteren.

00:43:14: Also geradezu so einen wullen-wollender Blick von ja, hau mal raus deine Erfahrung!

00:43:22: Kennst du das auch?

00:43:23: Oder ist es wirklich so ein kleiner Trugschluss nur weil ich fünf jüngere Menschen kenne bei denen es so ist?

00:43:30: Nee definitiv.

00:43:31: also nur damit ich das richtig verstehe Du sagst grade sozusagen dass wenn man jungen Menschen diesen Raum gibt da besser mit einem Konnekten, dass man selber diese Bühne schafft und diesen Safe Space als erwachsene Person kreiert.

00:43:47: Den Jugendlichen ein sicheres Gefühl.

00:43:50: Bis dahin, dass das auch aktiv kommt?

00:43:53: Ich hab mich sehr früh ... Hab ich mir meinen Beistand nicht mehr bei meinen Eltern geholt oder der Generation meiner Eltern und da habe ich gerade das Gefühl, die Berührungsängste existieren gar nicht mehr so.

00:44:06: Ach so ja definitiv!

00:44:07: Also ich glaub schon, dass es natürlich auch viel besser ist.

00:44:12: also klar wenn's jetzt Wenn man jung ist, ist es auch wichtig, dass man mit den eigenen Eltern über die Probleme spricht und über die Frustration.

00:44:19: Aber das ist ja trotzdem ein familiäres System.

00:44:22: Und in einem familiären System hat jede Person ihre eigene Rolle.

00:44:25: Und wenn ich jetzt z.B.

00:44:26: mit meiner Mutter über meine Probleme rede, dann projiziert sie natürlich auch ihr Familienkonzept auf mich... ...und gibt mir damit vielleicht irgendwie ein komisches Gefühl, weil Sie halt projiziert ne?

00:44:38: Und im Familiensystem hat man oft so eine bestimmte Rolle.

00:44:41: Deshalb ist es umso wichtiger externe Person auch zu sprechen.

00:44:45: Genau, deshalb werden Therapien und psychologische Beratungen ja auch von neutralen Personen gemacht und nicht von jemandem, dem man kennt.

00:44:55: Und gerade als erwachsene Person finde ich es umso wichtiger dass man sich das immer wieder bewusst macht, dass wir junge Menschen ernst nehmen und dass auch junge Menschen ganz großes Bedürfnis haben über ihre Gefühle zu reden.

00:45:07: und wenn man so macht wie du grade gesagt hast, dass man da selber die Initiative und auf diese jungen Menschen zugeht.

00:45:14: Da hab ich genauso wie du auch die Erfahrung gemacht, dass sie das nur so aus den Raus sprudelt.

00:45:20: So gerade bei dieser Schultour, die ich letztes Jahr gemacht habe ... da sind wir ja auch an unterschiedliche Schulen gekommen und da gab es Sozialpädagogen und Sozialpädagogen, Schulpsychologen eine Menge davon!

00:45:34: Okay nicht ne Menge.

00:45:35: in manchen Schulen waren die tatsächlich auch unter besetzt aber du weißt wie ich das meine ist?

00:45:39: Die waren präsent.

00:45:41: Aber wir sind gekommen drei komplett fremde Personen, also ich und das Team von Deep und Deutlich.

00:45:46: Und haben versucht diesen Safe Space zu kreieren und die haben uns wirklich so viele Sachen erzählt wo wir uns danach einmal gedacht haben boah krass!

00:45:55: Also... Haben die in ihrem Alltag nicht diese Möglichkeit zu sprechen weil wir kommen?

00:46:01: Wir sind ein Team, die kennen uns vielleicht irgendwie aus Social Media oder die Kollegen von deep und deutlich aus dem TV, von YouTube.

00:46:08: Trotzdem sind wir irgendwie fremde Personen, das sind sogar Kameras.

00:46:11: Die sind alles Film und die erzählen so krasse Sachen.

00:46:15: Das war total schön aber auch irgendwie total beunruhigend weil man so dachte boah krass.

00:46:21: also ihr erzielt hier von Suizidgedanken bis hin zu Suizitversuchen Und habt anscheinend weder in der Schule noch Zuhause Personen die euch da irgendwie richtig auffangen können.

00:46:35: Es ist natürlich auch viel verlangt, ne?

00:46:37: Weil eine Mutter sorgt sich natürlich total um eine suizidale Tochter.

00:46:42: Die ist dann irgendwie nicht neutral und psychologisch unterwegs sondern total emotional.

00:46:48: Deshalb es ist halt umso wichtiger dass diese Räume kreiert werden.

00:46:53: Ja total das ist so interessant, dass du das erzählst weil das ist wirklich eins zu eins Die Erfahrung, die der Verein auch macht mit den Schulworkshops.

00:47:03: Diana von jedem Schulworkshop, den sie gibt mit zur Rückträgt und sagt was da alles im Gang gesetzt wird wenn dieser Raum mal existiert.

00:47:12: Und wie dankbar das angenommen wird?

00:47:15: Was da alles freigesetzt wird?

00:47:17: Es geht wirklich überhaupt nicht darum die Arbeit von Lehrer, Lehrern, allen Lehrkräften, von den Sozialarbeiterinnen oder vom Elternhaus... Die

00:47:26: sind selber auch meistens total überfeuert.

00:47:28: Genau

00:47:29: es zeigt einfach nur dass dass da noch so viel zu optionieren ist und das es diese Räume braucht.

00:47:35: Da wo sie angeboten werden, die man deutlich tut, die du gemacht hast der Verein hier mit den Schulworkshops, da wo's angebotten wird, wird es so dankbar aufgenommen und es zeigt sich so klar, der Bedarf ist

00:47:48: riesig!

00:47:49: Ja und wenn wir dann auch wieder bei diesem Thema Leistungsdruck was ich ja eingangs gesagt habe, dass das so ein großes Thema ist, was mich total überrascht weil ich eigentlich dachte Gerade Lehrerinnen und Lehrer, da viel besser mit ihren Schülerinnen und Schülern verbunden sind sage ich jetzt mal.

00:48:06: Aber egal an welcher Schule wir waren das was wir zurückgemeldet bekommen haben war Druckdruckdruck.

00:48:12: innerhalb von einer Woche Hausarbeit drei Tests eine Klausur die Lehrer kommunizieren nicht miteinander wann wer welche Klausure legt so dass die Schülerinnen & Schüler letztendlich so stark darunter gelitten haben wo es so dachte.

00:48:27: wieso müssen erst wir kommen Und die, das erzählen damit die Lehrer und Lehrerinnen was ändern oder diese Schülerinnen und Schüler hören.

00:48:37: Weil ... Ja, mich hat es einfach total überrascht weil ich so dachte gerade als Lehrer wenn du eine Klasse hast muss man sich doch irgendwie zuhören.

00:48:48: Ich glaube es gibt viel unseriherheit dann noch und ich glaub dass oftmals halt die Bereitschaft bei den jüngeren Menschen und das Wissen über all dieser Themen viel größer ist Und bei der Lehrkräftegeneration da eine Unsicherheit ist, weil die Informationen vielleicht nicht so vorhanden sind und nicht so fundiert da sind.

00:49:10: Man traut sich das Thema nicht zu oder auch die damit einhergehende Emotionalität unbedingt zu, ob man das dann halt eben handhaben kann.

00:49:19: Total!

00:49:21: Aber auch mit den Informationen könnte man ja arbeiten und umgehen.

00:49:25: Dann braucht es halt eben auch Psycholog... die dann solche Prozesse halt eben begleiten und damit vorbei sind.

00:49:33: Und

00:49:33: vor allem vielleicht auch mehr Psychologinnen, weil wir hatten teilweise riesengroße Schulen mit Tausenden von Schülern und eine Schulpsychologin, die für die komplette Schülerschaft zuständig ist.

00:49:46: so das kann nicht funktionieren.

00:49:49: da müssen die Schulen vielleicht durch die Politik mit anderen finanziellen Mitteln ausgestattet werden dass das wirklich ein Thema wird.

00:49:59: wenn du da jetzt so eine ganze Schülerschaft oder ihr so ne ganze Schulerschaft davor euch hattet.

00:50:04: Und dann haben die sich euch mitgeteilt, da habt ihr ja wahrscheinlich irgendwann auch mal gesagt, was würdet ihr euch denn wünschen?

00:50:11: Was würde Situationen verbessern?

00:50:13: Ja!

00:50:17: Das war auf jeden Fall viel zählig also ganz viel war in Bezug auf die Lehrerinnen und Lehrern.

00:50:23: wir waren an Schulen unterwegs.

00:50:25: natürlich dass was die Jungschülerinnen und Schüler viel beschäftigt ist Schule, damit verbunden der Leistungsdruck.

00:50:32: Und ganz viele haben wirklich ganz konkrete Bitten an ihre Lehrerinnen und Lehrer formuliert und gesagt hört uns bitte zu setzt uns nicht mehr so unter Druck.

00:50:44: können wir vielleicht diese Klausur verschieben?

00:50:46: also es waren wirklich ganz Konkrete leistungsbezogene Themen Und grundsätzlich, ich denke gerade auch viel über Mobbing nach.

00:50:54: Wir hatten auch viele die erzählt haben dass sie gemobbt wurden und Viele haben jetzt nicht gesagt was sie sich wünschen sondern direkt schon reflektiert was ihnen geholfen hat und Das war Gemeinschaft das war Verbindung das war Dass man an der alten schule gemoppt wurde einer alten schulle runter gemacht wurde niemanden hatte und jetzt eine neuen schule ist wo man andere Personen hat die eine selbe Geschichte durchgemacht haben, mit denen sie sich austauschen können.

00:51:25: Zu denen Sie gehen können wenn irgendwie ne komische Situation ist.

00:51:29: also das hat mir noch mal bewusst gemacht wie wichtig Gemeinschaft ist und ja ich fand es total schön.

00:51:36: zum Beispiel hatten ein junges Mädchen von ihren Suizidgedanken erzählt und um sie herum Die eine hat seine Schulter gefasst, die andere hat ihre Hand gestreicht.

00:51:48: Es war total berührend zu sehen dass sie dann irgendwie nicht so abwertend betrachtet würde oder als hätte sie ein Problem weil psychische Gesundheit ist nach wie vor stigmatisiert sondern dass sie da so ne Unterstützung hatte.

00:52:03: und ich glaube das ist so unterm Strich was sich die jungen Menschen gewünscht haben oder was sie gefordert haben mehr Unterstützung und sich mehr gesehen fühlen mehr verstanden fühlen.

00:52:15: Es ging gar nicht darum, dass sie jetzt irgendwie ganz konkrete Wünsche hatten und Forderungen, sondern es ging einfach wirklich um diesen sicheren Ort der fehlt.

00:52:24: Verstehe, okay... Also ich glaube wir können mal festhalten, dass dieser ganze Themenbereich und dort das Zusammenspiel von Einsamkeit-und Jugendfrust das komplex ist?

00:52:37: Dass man aber auch gleichzeitig es ganz schön klar benennen kann nämlich, individuelles Befindlichkeitsding ist oder so, sondern dass wir das werten können wirklich als ein Gesamtgesellschaftlichen Seismografen.

00:52:52: und dass immer wenn es eine Ungleichheit gibt.

00:52:54: Wenn es zu wenig Teilhabe gibt, wenn es zu wenige Räume gibt... ...wenn die psychischen Belastungen groß sind, sowas wie Schuldruck, wenn's keine Gemeinsamkeit gibt dann führt das zur Frustration, führt zurückzug, führt zur Einsamkeit Und das hat einfach komplett nur, sowohl für das Individuum als auch für die Gesellschaft negative Auswirkungen.

00:53:18: Definitiv!

00:53:21: Da muss man auf breiter Front ran.

00:53:22: Ja und wirklich Selbstregulationen und Emotionsregulation zum Thema machen gerade bei jungen Menschen weil das begegnet einem ja immer Frust.

00:53:33: Ich werde jetzt dreiunddreißig ich bin immer noch total oft mega frustriert Und denkt dann auch, ich ruf jetzt den an und beschwärm mich darüber.

00:53:41: Oder ich muss ja zum Sport und mich ablenken und das in was Positives umwandeln.

00:53:47: Ich muss mich selber oft auch daran erinnern ist es okay wenn man irgendwie gerade das Gefühl hat dass es gerade stillstand?

00:53:55: oder wenn man gerade das gefühl hat Es läuft grade nicht so wie ich will oder Wenn man das negative Gefühle hat dass man Das einfach zulässt weil wir so leicht Dopamin bekommen.

00:54:06: Ich muss nur an mein Handy gehen, Instagram öffnen, TikTok öffnenden und ich kriege Dopaminstoß nach Dopaminstoß.

00:54:14: Und es ist nicht gesund.

00:54:17: Es ist langfristig nicht gesund und führt dann eben zu diesen pathologischen psychischen Erkrankungen.

00:54:24: Und ich finde das wir als Gesellschaft gerade in der Schule bei Menschen da ansetzen sollten dass wir den wirklich beibringen.

00:54:33: wie gehst du mit deinem Emotion um?

00:54:35: Was kannst du machen?

00:54:37: Und nicht nur sagen, Du musst funktionieren.

00:54:41: Wie funktioniert man eigentlich?

00:54:42: Ja genau was heißt es denn und wer definiert das?

00:54:46: also funktionieren?

00:54:48: was ist das für eine komische Forderung

00:54:50: zu funktionieren?

00:54:52: wofür ja keine ahnung?

00:54:56: Für den Kapitalismus

00:54:57: Genau und ich finde dass ist auch nicht mehr wie vor zwanzig oder fünfzehn Jahren.

00:55:03: unsere gesellschaftliche Situation hat sich komplett verändert und ich finde, das sollte sich auch in der Schule und im Unterricht widerspiegeln.

00:55:10: Es gibt ... Als ich in einer Jugendhilfe gearbeitet habe da hab' ich einen ... also damals noch ein Hamburg Da hab' Ich mit einem jugendlichen zusammengearbeitet, der an einer total tollen Schule war die genau so was zum Thema gemacht haben.

00:55:27: Ich erinnere mich daran dass sie zum Beispiel gar keine Hausaufgaben aufbekommen haben und auch keinen Rucksack mit denen die Schule nehmen mussten.

00:55:36: Alle Schulunterlagen waren immer in der Schule, jetzt Nachmittags freie Arbeit.

00:55:41: wenn sie den Unterricht verlassen wollten durften Sie den Unterrecht verlassen.

00:55:45: also das fand ich total interessant dass da so das Konzept herrschte in der schule ist Schule und zu Hause grenzt du dich ab und zuhause kommst du zur Ruhe.

00:55:53: Das fand ich irgendwie total innovativ dieses Schulkonzept aber es eher die Ausnahme

00:55:59: Ey, was das schon bei mir für ein Stress verursacht hat.

00:56:03: Die Schulmappe richtig zuzupacken für den dann darauffolgenden Tag und ... Ah nee, morgen fällt ja das aus!

00:56:11: Und stattdessen haben wir das und dann hat man's doch verurteilt.

00:56:13: Man hat ja immer pro Tag gepackt vor allem so in der Oberstufe.

00:56:17: dann ne?

00:56:17: Genau.

00:56:18: Und hervorragend die Idee.

00:56:20: warum müssen halt eigentlich diese noch nicht ausgewachsenen komplett ausgewachsene Menschen irgendwie all diese Bücher ständig von A nach B tragen wo sie sich ja nur

00:56:30: Und ich finde, dadurch lernen sie ja auch schon richtig früh Abgrenzung.

00:56:34: Ich finde, Abgrenzungen hat ja auch in gewisser Weise was mit Frust und Frustrationstoleranz zu tun weil wenn ich nicht dazu in der Lage bin mich abzugrenzen jetzt als erwachsene Person von meiner Arbeit als junge Person von der Schule dann ist glaube ich auch Emotionsregulation gar nicht mal so einfach weil dazu...ich kann hier nicht meine Emotion regulieren.

00:56:56: wenn ich im Kopf die ganze Zeit bei der Arbeit Ich bin dazu, muss ich ja bei mir sein zur Ruhe kommen und da fand ich dieses Schulkonzept

00:57:03: total cool.

00:57:06: Ja, ich bin mir sicher es gibt sehr viele gute Ansätze.

00:57:10: Stimmt!

00:57:12: Die müssten dann auch mal aus Papier umgesetzt werden.

00:57:17: oder sind wir denn wieder beim Thema Wirksamkeit?

00:57:21: So Marcel, willkommen zum Ende

00:57:24: So schnell schon.

00:57:25: Ja,

00:57:26: es ist verrückt oder?

00:57:27: Ja das ist so schnell vergangen.

00:57:29: ich weiß man könnte dann auch irgendwie noch mehr in die Tiefe gehen aber ich finde wir haben so ganz gut Dinge definiert und greifbar gemacht und du hast uns einen guten Einblick gewährt was da an Themen rumschwört und woranz liegt und wo Verbesserung schlummert jetzt ein krassen Bruch.

00:57:49: Hast du uns ein Song mitgebracht?

00:57:51: Natürlich!

00:57:52: Für unsere Kopfsalats-Songs-Playlist.

00:57:54: Ja,

00:57:54: also ich hab mir natürlich über... Ich bin total Musikfan hast du ja wahrscheinlich bemerkt als ich hier reingekommen

00:58:00: bin

00:58:01: und habe mich natürlich überlegt was für ein Song nenne ich und ich habe mich da zu entschieden weil ich das auch gerade ganz viel höre für einen Song von Ray.

00:58:09: Ich weiß nicht ob Du Ray kennst dir jetzt ihr zweites Album veröffentlicht vor glaube ich zwei Wochen Und die hat ein Song mithans Zimmern Auf einem Album, der heißt Click-Clack Symphony.

00:58:22: Wirklich total atmosphärisch ans Zimmermäßig und ... Ich hatte mir eigentlich einen anderen Song ausgesucht aber jetzt während des Gesprächs bin ich auf den Song gekommen weil es in dem Song, der heisst ja click-clack symphony und das click-click soll sozusagen high heels darstellen oder Aussagen Und im Song geht's darum wie wichtig Verbindung ist Und wie wichtig Freundinnen und Freunde sind, um eben aus so einem Loch rauszukommen.

00:58:54: Das ist genau das, worum der Song geht.

00:58:57: Ich hatte mir eigentlich was von Alo Parks überlegt.

00:58:59: Geht nämlich jetzt am Freitag auch ihr neues Album veröffentlicht?

00:59:02: Aber jetzt nach diesem Gespräch bin ich doch wieder bei Click Like.

00:59:06: Ja geil!

00:59:07: Also ein richtig cooler Song unbedingt anhören.

00:59:09: Ja, okay cool.

00:59:10: Das ist ein neuer Album, das habe ich noch nicht gehört.

00:59:12: Ehrvorragend!

00:59:14: Danke für den schönen Tipp.

00:59:16: Ich hab mir gedacht, dass du eher einen aktuellen Song drauf packen wirst.

00:59:21: Deswegen hab' ich beschlossene Reise in die Vergangenheit zu machen Und ein Klassiker der Musikgeschichte Nämlich The Who mit My Generation Ein Song von ... was soll man sagen?

00:59:37: drei Minuten Jugendfrust, transformiert eine geballte Portion musikalischer Energie und zeigt zum einen auch also wie lange natürlich dieses Thema schon existiert.

00:59:52: Und die Geschichte lässt sich ja fortsetzen.

00:59:54: Also natürlich gibt es in jedem Jahrzehnt viele Songs, die geprägt sind von jugendlichem Frust.

01:00:03: Form von Aggressivität ist es sicherlich auch.

01:00:06: Und das fand ich aber ganz gut, weil es wirklich fünfundsechzig ... Da warst du nicht geboren?

01:00:10: Selbst ich war da noch nicht geboren.

01:00:12: und sehr energievoller Song und ein intensiver Song.

01:00:18: Wenes interessiert weshalb bei dem Song der Sänger so doll stottert, der oder die kann das mal googeln.

01:00:25: Das werde ich jetzt hier nicht ausführen was er damit auf sich hat.

01:00:27: wenn man findet's raus ...

01:00:29: gespannt auf den Song, weil ich weiß gerade... Also ich kann ihn grade nicht zuordnen.

01:00:33: Vielleicht wenn ich den hör kenne ich den aber das mache ich gleich auf dem Weg nach Hause.

01:00:36: Ja super!

01:00:38: Sehr gut.

01:00:39: Marcel vielen vielen Dank dass du da warst.

01:00:41: Danke

01:00:41: dir.

01:00:42: Das war total Spaß gemacht, das war super interessant.

01:00:45: Danke nochmal für deine tolle Arbeit die du da leistest sowohl offline als auch online.

01:00:49: Danke euch.

01:00:50: So echt und ja das nochmal Herz erwärmt so zu wissen, dass es eine Connection gibt zwischen dem Verein und ihr.

01:00:58: Toll Sehr gut.

01:01:00: Uns beiden bleibt dann eigentlich nur noch eins zu sagen ... Tschüss!

01:01:08: Und hier nochmal ein Hinweis, vom Zweiundzwanzigsten bis Achtundzwannzigsten Juni-Zweitausendsechsundzwantig findet die Aktionswoche gemeinsam aus der Einsamkeit statt.

01:01:20: Alle sind herzlich eingeladen sich mit eigenen Aktionen zu beteiligen und das Ziel ist es zum Thema Einsamkeiten zu sensibilisieren und anderen Angebote zum gemeinsamen Austausch und zur Begegnung zu zeigen.

01:01:34: Weitere Informationen findet ihr auf kompetenznetz-einsamkeit.de.

01:01:40: slash Aktionswoche.

01:01:42: Den Link zur Website sowie zum Newsletter findet ihr auch nochmal in den Shownotes.

01:01:48: Wenn ihr euch nicht sicher seid, ob ihr selbst unter einer Depression leidet oder Freunde für Wante und Bekannte dann geht zur Hausärztin oder zum Hausarzt.

01:01:57: Infos zu weiteren

01:01:58: Anlaufstellen-

01:01:59: und Krisenberatungen findet ihr auf der Homepage von freunde fürs Leben auf frnd.de.

01:02:05: Dort könnt ihr den Verein damit auch diesem Podcast mit Spenden unterstützen.

01:02:09: Diese Folge ist Teil unserer Sonderedition Einsamkeit.

01:02:13: Diese Staffel

01:02:14: wird durch das

01:02:14: Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend

01:02:36: gefördert.

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