Kopfsalat - Einsamkeit und Generationen (2) mit Rüdiger Maas

Shownotes

Junge Menschen sind heute so vernetzt wie nie zuvor und gleichzeitig häufiger einsam als viele ältere Generationen. Woran liegt das? Und welche Rolle spielt die digitale Welt dabei?

In dieser Folge von „Kopfsalat“ spricht Sven Haeusler mit dem Psychologen, Sachbuchautor und Generationenforscher Dr. Rüdiger Maas. Gemeinsam beschäftigen sie sich mit diesen Fragen und behandeln Einsamkeit im Zusammenhang mit unterschiedlichen Generationen und wie sich Beziehungen und Gemeinschaft im digitalen Zeitalter verändern.

Es geht um die Frage, warum digitale Kontakte persönliche Begegnungen oft nicht ersetzen können oder wie Plattformen unsere Aufmerksamkeit und unser Verhalten beeinflussen. Gesprochen wird aber auch über Debatten um Altersbeschränkungen für Social Media, über den Wert analoger Begegnungen und darüber, warum ältere Menschen in digitalen Räumen häufig aus dem Blick geraten.

Dr. Rüdiger Maas plädiert vor allem für mehr Austausch zwischen den Generationen, etwa indem junge Menschen ältere digitale Kompetenzen vermitteln und beide Generationen künftig stärker voneinander profitieren, um Einsamkeitsgefühlen zu begegnen.

Diese Folge ist Teil unserer Sonderedition Einsamkeit. Die Staffel wird durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) gefördert. Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung des BMBFSFJ dar. Die Verantwortung für den Inhalt der Veröffentlichung liegt bei den Autor*innen.

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Transkript anzeigen

00:00:00: In manchen Ländern ist zum Beispiel Altersheim und Kindergarten zusammen.

00:00:04: Wo auch ältere Menschen, wo Kinder damit älteren Menschen Kontakt haben oder man Patenschaften hat.

00:00:10: Das können wir vielleicht in der digitalen Welt auch machen, dass man sagen junge Menschen bringen einfach die Möglichkeiten ältern bei oder dass wir mehr Apps schaffen, die auch für älteren Menschen interessant sind anstatt dass die Älterinnen immer mehr in diese Jugendräume gehen, TikTok und Instagram das ist vielleicht dann auch Social Media.

00:00:27: gibt

00:00:28: es speziell für ältere Menschen oder, oder, da kann man auf jeden Fall mehr mitdenken.

00:00:32: Ich habe immer so das Gefühl in der analogen Welt vergessen wir oft die jungen Menschen und in der digitalen Welt vergessen sehr stark die älteren Menschen.

00:00:41: So ein Gefühl hab ich.

00:00:42: Wir exkutieren noch oft die älteren Menschen.

00:00:44: In den normalen Social Media Räumen finden eigentlich ganz wenig Themen, die ätere Menschen betreffen auch statt.

00:00:50: Es gibt auch wenige Influencer, die Äther sind oder oder oder... Und da sollte man vielleicht mal solche Dinge neu denken!

00:00:57: Kopfsalat, der Freunde fürs

00:00:59: Leben Podcast.

00:01:01: Über Depressionen, Gefühle

00:01:03: und den ganzen anderen Salat im Kopf.

00:01:06: Tag!

00:01:07: Und herzlich willkommen.

00:01:08: mein Name ist Sven Häusler und dies ist die zweite Folge zum Thema Einsamkeit und Generationen.

00:01:15: Wenn ihr gut vorbereitet in diese Folge gehen möchtet könnt ihr euch auch die vorhergehende Folge mit Diana Kindert.

00:01:22: anhören müsst ihr aber nicht?

00:01:24: Ihr könnt sie auch hinterher hören oder gar nicht, wobei das hier nicht gern gesehen ist.

00:01:30: Also ihr solltet die schon auch hören und dann bekommt ihr ein Fleißbindchen in euer Posi-Album geklebt falls hier noch irgendjemand überhaupt folgen kann wovon ich spreche.

00:01:39: Gehen wir also lieber schnell ins Thema.

00:01:42: Ich habe einen Gast Hurra!

00:01:44: Er ist neunzehntneunundsiebzig in Schwab München geboren und lebt heute in Augsburg.

00:01:49: Er studierte an der Hochschule Magdeburg-Stendal Rehabilitationspsychologie und schloss in den Jahr ein Studium mit dem Diplom ab.

00:01:58: Er tritt öffentlich als Psychologe, Sachbuchautor und Generationenforscher auf und gründete im Jahr zusammen mit seinem Bruder Hartwin das Institut für Generationsforschung in Augsburg.

00:02:11: Er beschreibt seinen Arbeitsschwerpunkt als Untersuchung von Werten, Verhaltensmustern und Herausforderungen unterschiedlicher Generation.

00:02:20: Und deren Zusammenhang mit dem digitalen Wandel.

00:02:23: Erst Autor von Büchern wie Generation Z, Generation Alpha, Konflikt der Generation, Generation arbeitsunfähig und Generation lebensunfähige klingt für mich nach klassischer Vielgut Literatur und ich freue mich somit auf müdiger Maß.

00:02:38: Hallo!

00:02:41: Schön, dass du die Zeit nimmst mit uns zu sprechen.

00:02:44: Ich freue mich sehr auf das Gespräch.

00:02:47: Möchte aber erst mal starten mit unserem berühmten Highlight der Woche?

00:02:52: Hast du uns ein Ereignis mitgebracht, dass dir positive Hörer

00:02:55: geblieben

00:02:55: ist?

00:02:56: Ja!

00:02:56: Wir haben bei uns im Institut oder ich habe für mich entdeckt, wenn ich mit Mitarbeitern Themen bespreche ... Das haben wir jetzt angefangen durch die Stadt zu laufen.

00:03:04: Mir nehmen wir ein Thema mit Gehen dann spazieren.

00:03:07: Jetzt ist wieder Frühling und da können wir die Themen viel besser besprechen, eine halbe Stunde Spaziergang gehen zurück und machen weiter.

00:03:14: Das habe ich für mich die Woche entdeckt und das werde ich beibehalten.

00:03:17: Kann ich jedem empfehlen?

00:03:18: Ist eine tolle Sache!

00:03:20: Ja total gut Ich kenne es, wenn ich intensiv nachdenke.

00:03:24: Also ein kreatives Nachdenken und fange an einem Raum rum zu laufen?

00:03:27: Genau!

00:03:28: Und durch die Stadtlaufen bei schönem Wetter ist eigentlich ... Man kann aus dem Ziel sagen, komm, lass uns da ins Kaffee sitzen.

00:03:34: Die Themen sprechen fand ich für mich eine tolle Erkenntnis.

00:03:37: Das ist eigentlich simpel.

00:03:39: Da ist ja nichts weltbewegendes.

00:03:40: Aber das jetzt so festinstallieren als festes Themen oder als feste Besprechungsformen, das möchten wir bei Behalten halten.

00:03:49: Diese Woche haben wir das für uns entdeckt.

00:03:51: Schöne Inspiration, kann man sich mitnehmen in seine eigene Lebensrealität und adaptieren.

00:03:57: Gefällt mir gut!

00:03:59: Meins hängt auch im Wetter zusammen.

00:04:00: tatsächlich mein Highlight ist eine falsche oder eine schlechte Wettervorhersage nämlich wenn man eigentlich sich eingestellt hat auf so einen grauen verregneten Tag hier in Berlin und dann kommt aber die Sonne durch.

00:04:14: schöner kann es nicht sein.

00:04:15: Man rechnet nicht damit.

00:04:17: Ist das besseres Wetter, als man dachte.

00:04:20: Andersrum ist ein bisschen doof, aber so mag ich das sehr

00:04:22: gerne.".

00:04:24: Das kann er von dann die Jacke ausziehen?

00:04:25: Wenn man sie nicht dabei hat, ist es blöd, ja?

00:04:27: Genau, richtig!

00:04:28: Man kann nicht immer alles dabei haben.

00:04:31: Rüdiger wie und warum wird man denn Generationenforscher?

00:04:36: Oh also das warum war dass ich bestimmte ... Also ich habe bestimmte Sachen nicht mehr verstanden.

00:04:42: Und dann gibt es so zwei Möglichkeiten.

00:04:45: Als Eigeuer, wo ich eigentlich ursprünglich herkomme, da sprich mir immer Sachen die man nicht versteht schlecht.

00:04:51: Dann sind immer die anderen schlecht und so weiter.

00:04:52: Und als Psychologe versucht man solche Phänomene zu verstehen.

00:04:56: Irgendwann kam der Psychologedurch und ich habe mich damals diese Datenlage, die es dazu gab angeschaut und dachte mir, daraus kann man eigentlich ... Die war noch oft widersprüchlich, dhaus kann man das gar nicht sehen aber dennoch war ich getrieben davon.

00:05:08: Das hat auch ganz viel damit zu tun dass ich in Aufenthalt Zehn Jahre davor in Japan hatte.

00:05:15: Und in Japan damals, wenn man so zwanzig Jahre zurück denkt, hatten die schon internetfähige Händis?

00:05:20: Kita hießen sie dort und ich fand das ganz faszinierend wie fixiert die Menschen dort auf ihr Kita waren und dass das irgendwie ganz wichtig war, dass es immer dabei war.

00:05:27: warum?

00:05:28: weil die eben Internet basiert waren.

00:05:29: Ich hatte ja nur so Monochrom-Handy, dass man einmal eine Woche aufladen musste.

00:05:34: Das hat da gar nicht funktioniert.

00:05:35: aber das hatte auch nur zwei zwei Farben und konnte gerade mal vibrieren, das war es.

00:05:40: Aber die konnten halt sehr viel damit schon machen.

00:05:42: Sie konnten so auch Fernsehen damit und sie konnten sich gegenseitig ordnen.

00:05:45: Und das war ganz wichtig für die, dass dieses dabei war.

00:05:48: Ich habe gemerkt, ihr könnt nicht konzentrieren wenn das nicht in der Nähe ist.

00:05:51: Also das waren ein großes Thema.

00:05:53: Die hatten dann noch immer ganz viele Anhänger da dran.

00:05:55: also das geht da war so der Lebensmittelpunkt.

00:05:58: Und ich dachte mir, wenn so eine Erfindung jetzt auch nach Deutschland kommt, endet es eine ganze Generation.

00:06:02: Das ändert alles.

00:06:04: Und das wusste ich, da war ich mir einfach ganz

00:06:07: sicher.".

00:06:08: Und top, als ich mich damals selbstständig gemacht habe nach dem Studium, hatte ich plötzlich Praktikanten, die ich nicht mehr einschätzen konnte.

00:06:15: Dann kamen diese zwei Dinge zusammen.

00:06:17: Diese veränderte Wahrnehmung und diese Smartphone-Nutzung.

00:06:21: Da war ich mir ziemlich sicher, dass sich da was verändert.

00:06:23: Das wollte ich genauer wissen und hab dann quasi im Folge des Institut für Generationenforschung gegründet, wo wir sehr stark diese Dinge untersuchen.

00:06:31: So kam das eben dazu.

00:06:34: dass ich mich dann selber Generationenvorscher genannt habe oder so.

00:06:37: Das war einfach eine Folge aus dem, was wir gemacht haben.

00:06:41: Also ich glaube nicht, dass es da den Wertegang gibt, das man sowas macht.

00:06:45: oder zum klassischen Weg.

00:06:47: Das hat mich einfach interessiert ja.

00:06:49: Was hatten dir die Gewissheit gegeben?

00:06:50: Dass auch nach Deutschland kommt also klar.

00:06:52: man kann sagen eine technologische Entwicklung von diesem Ausmaße wird sich halt immer verbreiten.

00:06:57: aber man könnte ja auch da sitzen und denken Ja das bleibt hier bestimmt Japanisch, kulturelles Phänomen.

00:07:04: Irgendwie das will ja in Deutschland niemand oder...

00:07:07: Naja wir haben es beim Walkman gesehen bei dem Gameboy also all diese Dinge klar die wurden dann auch mit Amerika entwickelt.

00:07:14: aber da war ich mir ziemlich sicher dass das zu uns kommen wird weil wir ja damals schon als dieses Handy aufkam schon gesehen haben wie praktisch das ist.

00:07:22: und ich habe mich immer gewundert warum gibt's im Handy jetzt kein Datenstick?

00:07:25: Warum kann man da Kandidaten speichern?

00:07:27: Warum brauchen wir mehrere Devices, warum brauchen wir noch einen MP-Dreiplayer und ein

00:07:30: Handy?".

00:07:31: Und das hatten die alles in einem.

00:07:32: Da dachte ich mir nicht, dass es so praktisch auf der einen Seite aber auch abhängig machen darf.

00:07:38: Das war mir bewusst.

00:07:39: Ich hatte den Komplitone, er hat jetzt seinen Kita vergessen und konnte sich gar nicht mehr konzentrieren.

00:07:45: Das kannte ich ja nicht.

00:07:46: Ich kam immer sowieso aus Mitleiter mit meinem Handy.

00:07:50: Aber da war ich mir einfach ganz sicher!

00:07:52: Mach mal so ein Gefühl, wo ich sage, das wird zu uns kommen.

00:07:56: Dann kam auch der Smartphone auf.

00:07:57: Das von Apple hat ja wieder anders funktioniert.

00:08:00: und dann ist was ganz Interessantes passiert, dass die Japaner sofort umgeswitscht und das genommen.

00:08:04: Weil diese Kippfunktionen so treu fanden.

00:08:07: Also da hatten sie nicht in ihrem Käther.

00:08:09: Die hatten so einen Klapp.

00:08:10: Es war immer zum Klappen.

00:08:11: Man hatte zwei Bittschirme außen und innen und man konnte dann mal klappen.

00:08:14: Und es war verhältnismäßig groß aber mal recht schmall.

00:08:17: Das war für die wichtig.

00:08:20: Also kein Touchscreen, sondern die hatten immer noch so einen normalen Thema.

00:08:25: Aber diese KIP-Funktion ... Da waren die total begeistert, dass man mit dem Smartphone damals kippen konnte und das Bild geht mit und das wollten alle haben.

00:08:34: Und dann ist das halt passiert ja?

00:08:37: Ja!

00:08:37: Und inzwischen kennen wir es alle und können uns gar kein Leben ohne vorstellen.

00:08:41: Genau, genau!

00:08:43: Wir können uns kein Leben mehr ohne vorstellen... ...wir hatten aber ein Leben ohne und die jungen Menschen halt nie.

00:08:47: Das heißt, sie haben tatsächlich keine Vorstellung davon.

00:08:49: Die brauchen sehr viel Fantasie um das aufzunehmen.

00:08:52: Wenn man mal genau schaut, hatten junge Menschen nicht einmal einen Wochenende ohne Smartphone.

00:08:58: Da sind wir auch gleich beim Thema und ich würde mal einsteigen, nämlich das Einsamkeitsbarometer.

00:09:06: Das verweist nämlich auf Daten nach denen sich.

00:09:10: Jede sechste Person ab achtzehn häufig einsam fühlte und bei den achtzehn bis neunzwanzigjährigen war es fast jede vierte Person.

00:09:19: Das Statistische Bundesamt betont ebenfalls, dass junge Erwachsene die am stärksten Betroffene Altersgruppe sind und wenn man auf das moderate Einsamkeitsempfinden schaut dann ist es sogar bei fünfzig oder einundfünfzig Prozent in der zeitlichen Betrachtung.

00:09:36: Und wir waren gerade bei der Entwicklung des Smartphones beispielsweise werden wir tendenziell immer einsamer?

00:09:43: Das ist eine gute Frage.

00:09:44: Wir lernen ja auch mit dem Smartphone, mit der Zeit auch anders umzugehen.

00:09:48: Also das ist nie so linear!

00:09:50: Aber wir haben bei den Jugendgeordnete die du als beschrieben hast darauf gar nicht so geachtet.

00:09:54: also das war dann halt einfach... Wir waren ja alle genutzt wie Erwachsenen fanden es einfach sehr effizient.

00:09:59: Wir konnten da bestimmte Dinge machen und ich glaube wir haben unterschätzt dass junge Menschen, die mit groß werden, das als Teil des Lebens sehen.

00:10:08: Die haben ja quasi wenn man zu wenig komplett fragmentiertes Leben diesen Teilweise Digital-Teilsanalog können.

00:10:13: alle sofort nachschauen, kommunizieren sehr viel darüber und dadurch sind halt viele Dinge effizient über Smartphone zu machen.

00:10:20: Und dadurch gehen andere Dinge schlechter trainiert.

00:10:22: Menschen anzusprechen die nicht kennen nach dem Weg zur Fragen oder Leute anzurufen das muss sich ja alles nicht mehr machen.

00:10:28: Wir kennen noch solche Dinge aber die Jungenheit nicht mehr.

00:10:31: und es hat eben so eine Folge.

00:10:33: und wir haben ja auch aktuell in der Studie zugemacht die Jugendtrendstude im Jahr zum Jahr zwanzig sechsundzwanzig und da haben wir belegen können dass Generation Z oder die Jungen, um die es jetzt geht.

00:10:43: Tatsächlich die einsamste Kohorte oder Generation ist, die wir gerade haben in Deutschland viel einsamer auch als die ältere Menschen wo zum Beispiel der Lebenspartner schon seit zehn Jahren todes mal alleine ist.

00:10:53: man hat einfach nur noch diesen diesen Sprengel an Menschen, die man eben so kennt.

00:10:57: aber dennoch haben diese Menschen gelernt dass der Umgebung hat auch ihre Energie zu schöpfen mit der Umgeben besser zu korrespondieren.

00:11:03: und wenn ich eben im Netz bin nicht?

00:11:04: Und wir konnten belegen das junge Menschen die sehr lange im Netz sind eine höhere Einsamkeit empfinden Und auch, dass die Anzahl an Social Media Freunden das nicht kompensiert.

00:11:15: Das heißt, Social Media ist in den meisten Fällen kein Substitut, kein Ersatzwert, was wir eigentlich ein Analogenwelt erleben müssen.

00:11:22: und wenn junge Menschen viele echte Begegnungen haben, physische Begegnung, sich mit Menschen treffen, auch neue Menschen kennenlernen dann ist da eben die Einsamkeit viel geringer und durch diese enorm hohen Nutzungsdauer der jungen Menschen gibt es halt immer weniger Möglichkeiten so etwas zu erleben.

00:11:38: Das hängt dann schon alles so ein Stück zusammen.

00:11:40: Es ist jetzt keine Kausalität, aber enger Zusammenhang und das muss man halt schon konstatieren ja?

00:11:46: Ja es heißt, dass auch eine Art von mangelndem Urteilsvermögen.

00:11:52: was ist nur irgendein sozialer Kontakt?

00:11:55: also ich habe da halt einen Kontakt.

00:11:57: und was is wirklich ne tiefe lojale Verbindung zu einem Menschen?

00:12:01: Und das kommt uns abhanden oder es kommt einer jungen Generation abhande weil sie gar nicht anders kennt.

00:12:07: Na ja, was uns hellhörig machen muss ist warum die Jungen gerade sich so einsam fühlen.

00:12:14: Das sind jetzt mehrere Ebenen, die man auch bedienen kann.

00:12:17: Die erste ist natürlich junge Menschen haben den größten Kontakt mit Gleichheit trinken.

00:12:20: Also es heißt in der Schule ein Sportverein.

00:12:22: Es gibt eigentlich theoretisch viel mehr Anknüpfepunkte als bei ältere Menschen, die einfach da weniger Chance haben und das schon erst für die Verwunderlich, warum junge Menschen sie so einsamt fühlen?

00:12:32: Wir haben aber auch feststellen müssen im qualitativen Interviews dass der Anspruch steigt Also der Anspruch an, was ich für Freunde habe wie viele Freunde ich hab.

00:12:41: Wie war sein muss?

00:12:43: Dass sich aber auch den Anspruch hat mich einfach mal zurückziehen zu dürfen.

00:12:46: Meatime zu haben, Social Batteries sind ja alles neue Begriffe die es damals in der Form so nicht gab.

00:12:52: und also das sind halt zwei Dinge die halt auch noch zusammenkommen Und dass wir Symptome... nicht nur ernst zu nehmen, sondern machen auch sogar überinterpretieren.

00:13:01: Also dass wir auch bestimmte Dinge hat einfach dadurch feinfühlig und es ist ein sandschmaler Grad weil auf der einen Seite das ist ja super, dass wir das machen.

00:13:09: Auf der anderen Seite ist es halt ungünstig wenn wieder Sachen reininterpretieren die vielleicht so gar nicht da sind.

00:13:14: aber wenn man mal nochmal die Lebenswirklichkeit von jungen Menschen genau betrachtet dann haben uns die meisten jungen menschen gesagt dass sie zum Beispiel nur einmal an der Woche weg einmal im Monat weggehen.

00:13:25: Und schauen wir uns das mal an, wie es in den Neunzigern noch war oder Achtzigern.

00:13:28: Man hat ja immer das Gefühl wenn man nicht weggeht verpasst man was.

00:13:31: also wenn ich jetzt mal aus der Ich-Perspektive sprechen darf Wir sind tatsächlich vom Montag bis Montag weggegangen.

00:13:36: jeden Abend ist man weg gegangen als das möglich war.

00:13:40: Manchmal gab's doch nichts als man ewig weit gefahren aber machte immer die Angst was zu verpassen.

00:13:44: und Es war auch nicht jeder abend schön Das war auch Nicht Jeder Abender gut oder irgendwas.

00:13:48: Aber man hat immer das Gefüh Da muss ich sein, klar ist man auch immer mit seinem Freundeskreis.

00:13:54: Aber man hat auch andere Menschen getroffen.

00:13:56: Das war einfach so unser Netzwerk, wenn wir uns arbeiten, das Netzwerk und junge Menschen haben gar nicht mehr das Bedürfnis.

00:14:02: Die haben nicht das Bedörfnis an der Loganwelt.

00:14:04: was zu verpassen?

00:14:06: Das findet halt viel mehr in der digitalen Welt statt.

00:14:08: Und die digitale Welt ist schon in einer gewissen Weise abstrakter.

00:14:11: So ein digitaler Freund kann mir bestimmte Dinge einfach nicht geben, so eine digitale Umarmung fühlt sich einfach anders an.

00:14:17: Ein digitales Feierabend wie einfach anders schmeckt das müssen wir einfach sagen.

00:14:21: Wir sind ja keine Digitalmenschen, wir sind ja immer noch soziale Wesen und brauchen auch die soziale Interaktion.

00:14:27: wenn ich das aber so nie trainiert habe und ich quasi nur meine Klassik kennen Menschen aus dem Verein oder meine Freunde oder gar nicht gewohnt bin, auf fremde Menschen zuzugehen.

00:14:37: Dann ist das natürlich auch was... wie gehe ich jetzt erst mal damit um?

00:14:42: Wie mache ich das in einer neuen Stadt?

00:14:45: Und das sind einfach Hürden die erstmal viel schwieriger sind weil da einfach weniger Training ist und das müssen wir da auch ein Stück mit einem Preis in diese ganze Digitalisierungsdebatte.

00:14:55: Und gleichzeitig geht man ja, glaube ich auch dann in die Online-Räume, in die sozialen Medien um genau einen eventuellen Einsamkeitsempfinden zu entgehen.

00:15:07: Also das ist ja eine sehr ganz ambivalente Sache!

00:15:12: Wir wissen nicht ob es tatsächlich wirklich kompensiert, wir vermuten nämlich nicht... Also man muss sich jetzt so von vielen jungen Menschen haben, jetzt auch Chatchapity-Erständigen begleitet, denen ich immer fragen kann.

00:15:22: Und der Kampus zu einem gewissen Grad kann das entlasten sein, weil ich eine Antwort bekomme.

00:15:27: aber es kann auch auf der anderen Seite ja wie so ein Doomscrolling, nachfragen und nachfragen kommen und ich kriege ja immer eine Antwort Und ich kann immer wieder nachbohren.

00:15:37: Das kann ich auch nachts um zwei machen und das kann auch extrem viele junge Menschen verunsichern, so wir lassen die eben mit solchen Möglichkeiten ein Stück allein in diesen Räumen.

00:15:47: und wenn wir uns zurück erinnern als wir in der Jugend da gibt es natürlich ganz viel auch die Identitätsfragen schwierige Fragen.

00:15:54: Wir hatten nach zum Zweiten im Schnitt niemanden, den man fragen konnte.

00:15:57: Da waren wir dann allein im Bett und mussten da irgendwie ... Klar, wir sind mit Grübeln eingeschlafen.

00:16:01: Man hat aber die Möglichkeit gehabt, am nächsten Tag reflektiert mit anderen zu drüber zu sprechen.

00:16:06: Und jetzt kann ich aber Atock jemandem fragen in dem Fall ein Bord der mir dann Atocks Antworten gibt, die mehr oder weniger vielleicht hilfreich sein können, nicht in jedem Fall.

00:16:16: Das ist einfach eine Veränderung noch.

00:16:18: das müssen wir mit berücksichtigen.

00:16:20: Und in anderen Worten, so ein Bot kann mir näher sein als ein physischer Mensch am Ende.

00:16:24: Weil ich dem halt einfach andere Fragen stellen kann, direktere Fragen.

00:16:28: Ich unterstelle ihm eine objektive Antwortmöglichkeit und meine Freundin ist subjektiver der und so weiter.

00:16:34: Das sind einfach Themen die wir alle mit auf den Schirm haben müssen auch für die Zukunft.

00:16:38: Jetzt hast du es auch schon gesagt also Es ist ne Kausalität Oder ist es eben keine...

00:16:45: Ich wollte beschreiben, dass das eine Assoziation.

00:16:48: Es ist keine Kausalität.

00:16:50: Klar wir sehen hohe Korrelationen aber im Kausalszusammenhang sehen wir natürlich nicht weil es kann ja auch theoretisch jetzt sein.

00:16:56: Ich fühle mich total einsam und bin deswegen lang auf Social Media.

00:16:59: also wir wissen ja nie wann das wo anfängt.

00:17:01: Wir sind nur dass sich sehr stark bedingt.

00:17:03: Wir sehen nur Leute die sehr viel auf Social media sind noch leute die sehr aktiv von Social Media sind haben dennoch ein extrem hohes Gefühl.

00:17:09: Einsamkeit Das Volge, dadurch kann man folgern dass auch die hohe Social Media Nutzung dem nicht entgegen wirkt.

00:17:17: Und wenn ich halt viele Social Media Freunde habe bleiben die erstmal digital und wir sehen noch das junge Menschen gar nicht das Streben haben diese digitalen Menschen auch analog zu treffen während wir älteren Menschen, ich sehe mich jetzt einfach mal zu den Ältern weil Als wir mit Facebook in Berührung kamen, hatten wir an der Regel immer Menschen die wir kannten als Freunde.

00:17:36: Also es waren immer Leute die man aus unserer Wieder her kannten.

00:17:39: auch mit dem hat ich eine Ausbildung gemacht.

00:17:40: mit denen habe ich studiert.

00:17:42: ach der kommt aus meinem Ort oder wie auch immer.

00:17:44: ne also das war ja dann so ein Sammelsvideo um Menschen die man zuerst analog getroffen hat und dann digital vernetzt.

00:17:49: Und dass ist ja heute genau umgekehrt.

00:17:52: Also eigentlich nur noch digital, das heißt also ich habe viele Follower aber ich weiß auch gar nicht wer mir alles folgt.

00:17:57: Keine Ahnung ob dann Zehntausend Follows Beispiel Das weiß ich alles gar nicht mehr.

00:18:01: Mir geht es eigentlich nur um bestimmte Sachen Narrative zu setzen Aber die Interaktion nicht mehr.

00:18:06: und wenn sie kritisch wird Dann blocke ich den lieber oder was auch immer.

00:18:10: Es ist einfach eine völlig andere Form von Austausch.

00:18:13: Und wir sehen dass dieser Austauscht im meisten Menschen eben dass es nicht gibt, was sie eigentlich bräuchten.

00:18:19: Nämlich den physischen Austausch und den analogen Austauschen.

00:18:23: Jetzt haben wir einerseits die Zahlen sprechen eine ziemlich eindeutige Sprache.

00:18:27: Wir haben auch im Zusammenhang mit der Pandemie eine gestarke Zunahme von psychischen Erkrankungen gesehen bei jungen Menschen.

00:18:36: Die Einsamkeitsforschung spricht da ... Auf der einen Seite eine eindeutige Sprache, auf der anderen Seite hatte ich neuerlichen Gespräch hier mit Hannes-Winzen Krause.

00:18:45: Der zum Thema Social Media forscht und der sagt die Forschungszahlen sind eigentlich noch überhaupt nicht dass es irgendeine Evidenz gibt.

00:18:54: also da geht's auch so ein bisschen in so einer Tendenz.

00:18:57: Das ist die Evolution, das ist die Entwicklung und wir können noch gar nicht genau sagen wo uns das hinfühlt.

00:19:03: Und ob nicht die positiven Effekte von einer starken Social Media Nutzung beispielsweise sogar die Negativen kompensieren.

00:19:11: also aus einer rein Forschungssicht meinte er nichts genaues weiter?

00:19:17: Ja ja ich weiß was ihr meint.

00:19:19: Also es gibt natürlich auch positive Effekten wenn ich das schaffe in mein Leben zu integrieren.

00:19:26: Aber wie viel sind das denn?

00:19:27: Und wie viele positive Effekte gibt es dann wirklich.

00:19:30: Da werden immer so ein bisschen auch Ausnahmen genannt oder jemanden, der keine Chance hat sonst Interaktion zu haben oder einen Influencer usw.

00:19:41: Das ist so ein Thema, wir sehen aber in anderen Studien wiederum wenn junge Menschen zum Beispiel Smartphone weglegen oder dann gibt es sehr viele Experimente wo dann Schüler zwei Wochen ohne Smartphone interagieren müssen.

00:19:55: Dass es da durchaus extrem viel positive Effekte gibt.

00:19:57: Weniger Reibung, bessere Schulnoten, Konzentration und so weiter und sofort.

00:20:01: also diese Dinge sehen wir auch aufpassen.

00:20:06: Also Social Media ist ja nicht gleich Social Media, wir haben ganz, ganz viele verschiedene Kanäle und im Smartphone nutze ich ja nicht nur ein Anführungszeichen von Social Media sondern eben auch andere Dinge wie beschrieben in Chatchi Pity & Co.. Deswegen muss man aufpassen, YouTube ist ja auch eine Form von Social Media und agiert völlig anders als TikTok.

00:20:27: Das muss man schon ernst nehmen.

00:20:28: aber wenn wir so umfragen jetzt machen unsere aktuelle Umfrage hat etwa die Hälfte der jungen Menschen haben gesagt sie wünschen sich TikTok wäre nie erfunden worden.

00:20:36: das spricht nicht unbedingt für einen positiven Vibe hinter TikTok.

00:20:41: etwa vierzehnt Prozent sagen, sie wünschen sich eine Altersbeschränkung ab sechzehn und weitere dreißig ab achtzehn.

00:20:47: Das spricht jetzt auch nicht für so extrem viel positive Effekte.

00:20:50: Und ich finde das müssen wir auch ein Stück ernst nehmen bei aller Social Media Euphorie die es da immer so gibt.

00:20:55: Und dahinter steckt ja immer eine Industrie, die die jungen Menschen oder insgesamt Menschen sehr lange auf Social media halten wollen.

00:21:02: Wir haben diese ganzen addiktive Design-Elemente.

00:21:05: Wir sehen da eigentlich keine positive Design-Elemente, sondern eher addiktive Design-elemente wie zum Beispiel das Infinity Scrawling oder eben auch diese Themen, dass ich z.B.

00:21:15: nur Likes geben kann.

00:21:16: Das heißt es gibt quasi nur noch eine Form von Entweder Ignoriers oder Ich Likes und so weiter.

00:21:22: Aber diese Themen müssen wir schon auch ernster nehmen als es viele

00:21:27: machen.".

00:21:28: Auch da zeigen die Zahlen, dass nach Einführung des Like-Buttons dann noch mal extrem was sich verändert hat im Suchtverhalten von...

00:21:38: Ja und die Ängste sind vor allem gestiegen.

00:21:40: Sie müssen sich immer vorstellen jetzt versetzen wir uns mal in so ein Fettzerr-Fünfzehnjährigen rein.

00:21:44: ich lade da einen Bild hoch das vielleicht langweilig ist oder wie auch immer.

00:21:48: Und ich habe so eine Vorstellung dass dazwuchende Likes jetzt kommen und ich kriege nur zwanzig.

00:21:52: und jetzt hab' ich aber dennoch das Gefühl für mich jetzt immer aus der Sicht des jungen Menschen.

00:21:57: Die ganze Welt sieht, dass ich keine Freunde habe und das Bild schlecht ist.

00:22:00: Ich weiß aber nicht wann es runternehmen muss weil vielleicht kommt ja noch was versus... Ich kriege anstatt zuhundert Likes, zweitausend Likes.

00:22:07: Was ist denn jetzt passiert?

00:22:08: So eine Art Dopaminkick nennt man die so schon wieder Hersteller.

00:22:13: Was hat dieses Bild, was die anderen haben?

00:22:15: Ich glaube ich werde wieder so ein Bild posten und so weiter.

00:22:17: Also wir haben da schon Algorithmen, die auch so einen Stücken verhalten mitsteuern und das wird man auch ernster nehmen.

00:22:23: Es ist immer ganz schwer dann zu sagen ob das immer sofort die Auswirkungen hat oder wie resilient geht da jemand rein usw.

00:22:30: Wir sehen aber eine Steigerungsdauer bei bestimmten Bereichen.

00:22:34: Es sind oft Mechanismen, die wir halt mit berücksichtigen müssen und wir sehen einfach auf den Steigungspotenzial, dass die Algorithme besser werden.

00:22:42: Wir sehen halt einfach auch, dass das alles ein Stück gesteuert wird.

00:22:44: und wir sehen vor allem auch diese enormen Daten die über Personen gesammelt werden.

00:22:50: Und all diese Themen sprechen schon dafür, dass wir auch mal über eine Altersbeschränkung oder mehr intensiver nachdenken müssen als wir es gerade machen.

00:22:59: und vor allem können junge Menschen alles konsumieren was sie möchten so und das würden wir in der Analogung nicht erlauben.

00:23:09: Videothek, falls es das überhaupt noch gibt.

00:23:11: Reingeht mit Fötz und sagt ich hätte da gern irgendwie diesen Horrorfilm oder diesen Porno oder was auch immer.

00:23:16: aber dass ist eben auch möglich Und wir sehen eben das auch auf Social Media, dass das möglich ist, dass es nicht unterminiert wird so stark, dass ich bin erst vierzehn oder fünfzehn und dürfte das eigentlich noch gar nicht konsumieren.

00:23:28: Und was wir oft sehen, ist dass sich auch die Informationshersteller verändert haben.

00:23:32: Was natürlich auch positive und negative Effekte hat.

00:23:35: aber wir müssen halt beides berücksichtigen.

00:23:37: und wenn es halt negative Effekt hat dann muss man die halt auch ernst nehmen, ne?

00:23:41: Dass zum Beispiel Berichterstattung aus der Ich-Perspektive entstehen ohne Filter oder alles das ich jetzt wirkliche Hinrichtungen sehen kann oder oder oder und eben nicht wie bei uns.

00:23:53: Und dann sage ich jetzt einfach mal Tagesschau, da geht immerhin und sagt vor drei Tagen ist das ein Butcher passiert.

00:23:58: Also auch diese Themen muss man alles mit betrachten und da muss man abwägen sind die positiven Effekte wirklich so wichtig dass wir diese Negativen dann miteinpreisen oder eben umgekehrt?

00:24:11: Und klar es ist ja an der Zeit aber ich versuch das immer so zu erklären Die Autos werden auch immer besser Aber dennoch darf ich mit Vizen nicht Auto fahren.

00:24:21: Es gibt halt einfach einen Alter, wann ich dann den Führerschein mache und den lerne ich dann.

00:24:26: Ich lerne das Auto fahren.

00:24:27: Bei Social Media gibt es überhaupt kein Einlernen sozusagen.

00:24:31: Und ab einem gewissen Alter darf ich das machen weil ich ja auch eine gewisse Verantwortung habe.

00:24:36: Wenn wir uns ein Smartphone anschauen oder die Daten was dann junge Menschen alles preisgeben können was da gemacht ist, da braucht man auch in dem Bezug eine gewissere Reife.

00:24:46: Deswegen bledere ich, dass wir diese Themen ein Stück ernster nehmen.

00:24:49: Und ja, wir sehen da eine Assoziation zur Einsamkeit und auch das sollte man ernst ernehmen.

00:24:54: Eigentlich ist es nicht so kompliziert, weil die Regeln in der analogen Welt existieren sind ja nicht ohne Grund dar und die zu transferieren in die digitale Welt macht nur Sinn, wenn wir uns da so viel aufhalten.

00:25:08: So lange wie das ... politisch nicht stattfindet.

00:25:13: Solange müssen wir dann gucken, wo wir die Resilienz herbekommen und uns eine Kompetenz aneignen?

00:25:19: Da wird es so schwierig finde ich, weil das kann man ja von sehr jungen Menschen nicht erwarten ... Genau!

00:25:25: Aber das müssten wir.

00:25:27: Wir müssten die jungen Leute schon im Vorfeld auf die Digitalisierung vorbereiten.

00:25:30: Wir stellen es jetzt einfach mal vor in den Neunzigern wirst du geärgert in der Klasse.

00:25:35: Das sind dann drei oder vier Menschen, Das ist eine überschaubare Zahl.

00:25:40: Man kann damit irgendwie umgehen, notfalls könnte man die Klasse wechseln und so.

00:25:43: Man kennt, man kann.

00:25:44: zu diesem Szenario aber stellen wir uns mal vor ich bin jetzt vierzehn Jahre jung und habe das Gefühl es sind dreißigtausend Menschen, die jetzt gerade einen Schützdom über mich machen oder ein Bedfit von mir getiebt faked oder wie auch immer.

00:25:56: Das sind halt auch engste junge Menschen haben und da muss sich schon eine gewisse Resilienz oder eine starke Persönlichkeit haben, um dort auch ein Stück zu bestehen.

00:26:05: und wir sehen halt dass viele junge Menschen sehr passiv konsumieren weil sie einfach auch Angst haben, dass da halt einfach irgendwie zerrissen wird und so weiter.

00:26:13: Wir sehen noch teilweise eine Trend, das die jungen Menschen sagen, ich versuche jetzt bewusst zur Chemie da einfach wieder zu ignorieren.

00:26:17: also auch das ist ein Thema.

00:26:20: Also all diese Dinge sind erstmal nicht linear.

00:26:22: wir müssen da aufpassen und schauen und wir wissen ja auch nicht welche App nächstes Jahr entwickelt wird was die wieder mit sich bringt Aber was wir mit einer hohen Sicherheit sagen können, es geht am Ende des Tages tatsächlich den Plattform darum Geld zu verdienen und nicht hier eine Wohltat zu begehen.

00:26:40: Also das kann man schon sagen Was so etwas eine tolle Möglichkeit noch wäre um da vielleicht auch mal ne kleine Lanze für Social Media zu brechen.

00:26:49: Wenn wir sowas schaffen So Aktionen von mir als wie Pudding mit Gabel essen die sich über social media verbreitet.

00:26:55: aber die Menschen haben sich analog getroffen.

00:26:57: also wenn wir schaffen dass Social Media Leute in der Analogenwelt vernetzt oder Aktionen an der Loganwelt lostritt.

00:27:03: Dann ist es eine tolle Möglichkeit, weil wir über Grenzen hinweg oder auch Stadtstädtgrenzen oder Peergroup-Grenzen hin weg Leute da zusammenbringen können.

00:27:13: Die One Piece Bewegung zum Beispiel in Madagascar, Nepal und so weiter haben sich auch über Facebook mehr oder weniger koordiniert und hatten so die Möglichkeit, eine große Demonstration zu ermöglichen.

00:27:26: Und haben dann auch geschafft, dass da teilweise Regierungen gestürzt wurden, Sachen sich verändert haben

00:27:30: usw.,

00:27:31: also das solche Effekte gibt es natürlich auch im Gotteswillen.

00:27:34: Das ist aber bewusster genutzt und nicht passiv sondern aktiv und das glaube ich der große Unterschied.

00:27:38: Ja wir sehen's mit der Klimabewegung auch wo sehr parallel stattfindet, wo trotzdem eben auch in den Analogenräumen der Aktionismus stattfindete.

00:27:48: Okay, also der Reiz und der Pullfaktor von Social Media, den kennen wir, glaube ich, Generationenübergreifend alle.

00:27:56: Welche Rolle spielt denn dann trotzdem die analoge Welt?

00:27:58: Ist sie vielleicht einfach nicht mehr so geil?

00:28:01: Also es ist vielleicht auch so dass man sagt oder da erlebe ich aber irgendwie gar nicht die Loyalität, die mir versprochen wird.

00:28:08: Da erleb' ich gar nicht Die Wirksamkeit beispielsweise.

00:28:12: Also wir haben eine wirklich ne sehr junge Klimaschutzbewegung, deren Aktivismus-Verhalt.

00:28:22: So der die nicht aufgegriffen wird diese Bewegungen und das trübt natürlich das Wirksamkeitsempfinden bei jungen Menschen und vielleicht kommt es dann auch ein bisschen daher dass man sagt so na dann kriege ich aber im Digitalraum mehr zurück als sich irgendwie im Analogen bekomme.

00:28:37: ist das ein Faktor?

00:28:39: Naja also wir dürfen jetzt Wir müssen schauen, wie dich und Tom dürfen das jetzt sehen bei jungen Menschen weil die ja in der Analogenwelt auch immer ein Smartphone dabei haben.

00:28:47: Das heißt, die digitale Welt ist immer Teil von der analogen Lebenswirklichkeit heute.

00:28:52: Und jetzt stellen wir uns mal vor am Schnitt schauen so junge Menschen neunzig Minuten TikTok an.

00:28:55: ich weiß ja gar nicht.

00:28:56: Die bleiben manchmal auf Videos unter Null Komma drei Sekunden.

00:28:59: also es wird ja nur so gewischt.

00:29:00: Manchmal bleibe ich länger hängen, manchmal bleibe Ich auch bei traurigen oder extremen Sachen hängen.

00:29:04: was auch immer die Jungen Menschen haben in der Regel auch einen Gefühl dann danach dass ihr negativ ist.

00:29:11: Also ich habe nicht das Gefühl, dass es mir dann unbedingt besser geht.

00:29:14: Das hat unsere Studie auch ergeben, dass da siebzig Prozent gesagt haben so nach dem Zoom-Scrolling fühle ich mich ein bisschen schlechter.

00:29:21: wie auch immer.

00:29:23: Jetzt betrachte ich dir die analoge Welt anders.

00:29:26: Ich habe jetzt einfach so eine Bespielung, wie schlimm alles läuft.

00:29:29: Wir haben auch teilweise eine starke Polarisierung auf Social Media die eigentlich in der Analogenwelt gar nicht so stattfindet.

00:29:34: Wenn wir uns analog begegnen gehen wir ganz anders miteinander um.

00:29:37: Wir gehen ein Stück vorsichtiger respektvoller miteinander um als diesen anonymen Raumräumen ohne Klarnamen.

00:29:43: das muss man natürlich auch fairerweise sagen.

00:29:45: und dass es aber auch den Wirkraum in den jungen Menschen hat Informationen bekommen und Informationen ziehen.

00:29:52: Und dadurch verändert sich natürlich auch die Sicht auf die analoge Welt.

00:29:56: Und jetzt ist es natürlich schwieriger, Leute zu begegnen.

00:30:00: Leute dann auf Augenhöhe oder mit ihnen zu diskutieren.

00:30:02: wenn ich sehr stark halt auch Social Media in einer anderen Form agiere und so weiter.

00:30:07: Deswegen sage ich das bedingt sie schon stark auch gegenseitig.

00:30:11: Wenn wir uns mal so schauen... Wir sind uns eigentlich in Deutschland wesentlich einiger über viele viele Themen als uns Social Media suggeriert.

00:30:18: In Social Media haben wir das Gefühl oder wenn wir konsumieren dass wir total gespalten sind.

00:30:22: Wir haben nur noch Befürworter an Gegner.

00:30:25: Aber bei vielen Punkten, sei es die Grundrechten oder wie wir da umgehen und so weiter sind wir uns eigentlich alle sehr ähnlich oder einig in einer gewissen Weise.

00:30:33: Und das hat echt Schade, dass wir jetzt alle einen Gefühl haben – jetzt können wir uns mal vorstellen, wie ist es bei jungen Menschen?

00:30:38: Die Hauptinformationsquelle über Social Media, über Influencer oder wie auch immer bekommen.

00:30:45: Das müssen wir mit berücksichtigen.

00:30:47: Da gibt's viele positive Sachen.

00:30:49: viele tolle Influencer, gute Informationen sehr gut aufbereiten.

00:30:53: Aber es gibt auch die anderen Sachen und das müssen wir alles auf den Schirm haben.

00:30:56: Da müssen wir vielleicht ganzheitlicher rangehen ... Und vielleicht lernen diese Themen besser in das Leben der jungen Menschen zu inkludieren so dass sie mit diesen Dingen einfach besser die Analoge begegnen können.

00:31:11: Das wäre eigentlich eine Lösung.

00:31:13: Ein Schritt zum Beispiel, eine Möglichkeit?

00:31:17: Wenn ich es richtig verstehe, dann habe ich bei deinen Aussagen, klingt da auch so ein bisschen mit, dass du sagst, dass das so jungen Menschen irgendwie eine Struktur und eine Frustrationstoleranz und eine Stabilität fehlt.

00:31:31: Würdest du sagen, dass ne Folge davon dann auch ein Einsamkeitsempfinden sein kann?

00:31:36: Bestimmt!

00:31:37: Also diese Unstrukturiertheit kommt ja auch sehr stark, dass ich halt immer wieder durch das Smartphone abgelenkt werde.

00:31:43: Das sehen wir ganz viel, dass jungen Menschen so eine Struktur fährt und Ablauf fährt.

00:31:47: es fehlen zu Hause Rituale keine Ahnung wenn beim Abendessen mal das Smartfon weglegen Buchgeschichten kleinen Kinder vorlesen usw.

00:31:55: Das wird tatsächlich ein Stück geht das Stück zurück.

00:31:58: aber so Strukturen sind für junge Menschen sehr wichtig im Alltag.

00:32:02: Wir haben jetzt deutscherweit auch Ganztageschulen, das kann wieder so eine Struktur bringen.

00:32:07: Das ist wieder ne gute Sache.

00:32:08: also es muss man auch sehen, dass es dann viele Dinge geht.

00:32:11: und aber eben dieses Smartphone-Nutzung läuft bei den meisten Menschen sehr stark unstrukturiert ab.

00:32:17: wenn wir das jetzt schaffen zum Beispiel sozusagen als Beispiel übermachen von drei zu drei sieben bis vierzehn Uhr Smartphone Time da kann jeder das nutzen, da treffen sich alle digitalen und ab vierzen Uhr nicht mehr.

00:32:27: Das wäre z.B.

00:32:28: auch eine Form wo man sagen könnte man strukturiert in einen Alltag integrieren Und dann hab ich auch nicht das Gefühl, was zu verpassen.

00:32:34: Weil alle zur gleichen Zeit rein müssen.

00:32:36: Das ist einfach mal so in die Tüte gesprochen.

00:32:38: aber da könnte man das schon nutzen.

00:32:41: oder dass man sagt im China ist es ja auch so, dass ab einer gewissen Zeit bestimmt Dinge einfach nicht möglich sind.

00:32:47: Ja okay jetzt schauen wir da gerade eben sehr weil es ja unser Hauptthema ist auf die junge Generation.

00:32:53: trotzdem ist halt eben des Einsamkeitsempfinden bei der älteren Generation auch besonders stark ausgeprägt.

00:33:00: Was sind denn die Parallelen?

00:33:01: Also bei den Best Agents war es noch vor einigen Jahren so, dass nur die Hälfte überhaupt Social Media nutzt.

00:33:06: Dort sie ist genau umgekehrt tatsächlich komplett umgewehrt.

00:33:09: Die könnten über Social Media oder über die Digitalisierung sehr viel Kontakt mit anderen Menschen halten.

00:33:14: Sie könnten Kontakt mit Menschen aufnehmen, die sich vielleicht schwerer erreichen können weil sie vielleicht mittlerweile im Rollstuhl sitzen oder sich das ... Also, da gibt es ganz viele Möglichkeiten wo die digitale Welt den ältere Menschen ganz viel Hürden abnehmen könnte und die haben ja ein analoges Leben gehabt.

00:33:33: Aber jetzt könnten sie eben der digitalen Welt ganz viel nutzen, kompensieren machen Und ich würde es mir komplett umgekehrt wünschen, dass die junge Menschen ihre Analoge-Welt erleben und dann in die digitale Welt erst kommen.

00:33:46: Sehr späten Alter, Anführungszeichen.

00:33:48: Bei den älteren Menschen, dass sie die digitalen Vorteile viel mehr für sich nutzen weil da gibt's schon viele.

00:33:54: Das heißt wir könnten eigentlich uns Generationen übergreifend einander mehr so als Ressource begreifen?

00:34:01: Es wäre gut wenn da mehr Austausch stattfindet.

00:34:04: Ja, es gibt manche Ländern ist zum Beispiel Altersheim und Kindergarten zusammen Wo auch ältere Menschen, wo Kinder damit älteren Menschen Kontakt haben oder man Patenschaften hat.

00:34:15: Das könnte man vielleicht an der Digitalen Welt auch machen, dass man sagen junge Menschen bringen einfach die Möglichkeiten ältern bei oder dass wir mehr Apps schaffen, die auch für älteren Menschen interessant sind Anstatt dass die Älterinnen immer mehr in diese Jugendräume gehen.

00:34:29: TikTok und Instagram das ist vielleicht dann auch Social Media.

00:34:33: gibt es speziell für ältere Menschen oder, da kann man auf jeden Fall mehr mitdenken.

00:34:37: Ich hab immer so das Gefühl in der analogen Welt vergessen wir oft die jungen Menschen und in der digitalen Welt vergessen sehr stark die älteren Menschen.

00:34:46: So ein Gefühl habe ich.

00:34:47: Wir exkutieren auch oft die älteren Menschen.

00:34:49: In den normalen Social Media Räumen finden eigentlich ganz wenig Themen ... Die älterem Menschen betreffen auch statt.

00:34:55: Es gibt auch wenige Influencer, die ähter sind oder, oder, und da sollte man vielleicht auch mal neue Dinge neu denken.

00:35:03: ist auf jeden Fall auch eine Lücke.

00:35:05: Also tatsächlich so die Altersinfluencer gibt es noch nicht so viele, also hier und da gibt's das.

00:35:11: Aber vielleicht genau müssen sie sich auch mehr trauen.

00:35:18: Wo beharkt denn am meisten?

00:35:20: Sind das Dinge, die eigentlich halt politisch gesteuert werden müssten oder muss da mehr Engagement aus der Gesellschaft kommen?

00:35:28: Was ist in deinen Eindruck?

00:35:30: Also wenn ich da immer so überlegt, denke ich mir das immer ganzheitlich.

00:35:33: Ich bin immer so ein Freund dass alle was machen also jeder erstmal selbst Wasser machen kann.

00:35:37: also jeder kann ja selbst sein Konsumkonsum reduzieren.

00:35:40: man kann den Großeltern bestimmte Dinge beibringen also jeder kannt es erst mal selbst machen.

00:35:46: Natürlich politisch könnte man eben diese Altersbeschenkung machen, die Aufklärung in der Schule.

00:35:52: Das könnte man machen.

00:35:53: und gesamtgesellschaftlich könnte man auch sagen dass ältere Menschen einfach also jetzt im Verätern mehr Vorbildfunktionen nehmen.

00:36:00: ich muss nicht mein Kind für alles mögliche fotografieren Ich muss noch nicht bei jedem ausflugtes Handy dabei haben.

00:36:05: Also da können wir auch gesamt- gesellschaftlich also ich sehe dann allen Richtungen Handlungsbedarf.

00:36:10: Ja, Vorleben ist eigentlich immer ein ganz guter Ansatz.

00:36:12: Finde

00:36:13: ich schon ja!

00:36:14: Ich kann

00:36:14: es auch hier so beschwerden von Eltern die sich über den Konsum des Kindes beschweren und aber selber

00:36:21: auf dem Handy sind die ganze Zeit genau.

00:36:23: Ist natürlich auch schwierig.

00:36:25: Darf ich dich fragen wie du das Handtabst?

00:36:26: Deinen eigenen Konsum, deine eigene Screentime... Wie bringst du dir Struktur rein oder...?

00:36:31: Tatsächlich muss mich selber austricksen indem ich das Handy komplett ausmache.

00:36:35: Da merk ich, ist die Hürde ein bisschen schneller oder ich den Akku leerlaufen lasse und dann bleibt das Handy am Sonntag einfach aus.

00:36:41: Weil ich müsste es dann erst mal aufladen wieder anmachen

00:36:43: usw.,

00:36:44: als diese Reflex weg.

00:36:46: Ich versuchte dieses Reflexhafte zu unterminieren also dass sich auch nicht reflexhaft sofort ein Beet von etwas macht.

00:36:52: Dass das Handy nicht immer reflexhaft so fort ergreifbar ist.

00:36:56: Dann versuche eben nicht alles zu ergoogeln oder Chatchapity oder wie auch immer zu fragen.

00:37:01: Ich versucht solche Dinge stark zu unterdrücken.

00:37:05: An der Stelle, klar bin ich auch arbeitsbedingt öfters am Smartphone.

00:37:10: Aber ich versuch zum Beispiel schon so Tage wie am Sonntag dass es ausbleibt oder eben so versuche ich schon dann eben auch mich selbst auszutricksen.

00:37:19: Auch dazu gibt's eine Studie die jetzt nicht genau benennen kann.

00:37:22: aber es gibt ja so kleine Blocker und da hat sich eben gezeigt das allein Sieben Sekunden oder so, wenn du zum Beispiel Instagram öffnen möchtest und es dauert sieben Sekunden oder musst sieben sekunden warten bis du's wirklich öffnest.

00:37:36: Weil dann anfängst drüber nachzudenken weshalb wollte ich noch mal genau

00:37:41: oft

00:37:41: einfach nur ein Impuls ist und dass das schon die Nutzung extrem reduziert.

00:37:46: ja auch dafür gibt's Anwendungen inzwischen die man sich installieren kann.

00:37:51: Man kann auch z.B.

00:37:52: schwarz-weiß bitschirm, in dem man einfach schwarz und weiß macht, das unterdrückt so ein Stück bestimmte Themen, dass es nicht mehr so interessant wirkt ... Das kann man alles machen, aber es ist schon interessant, dass wir uns selber austricksen müssen, weil diese Suchtfaktoren so enorm sind.

00:38:11: Da kann man sich immer vorstellen wie geht das jungen Menschen?

00:38:14: Ja!

00:38:15: Ja, mein Gott das ist in allen Bereichen so.

00:38:17: Alles was wüchtig macht dann eben die Selbstdisziplin ganz schön schwer und man braucht unter Umständen halt Hilfsmittel um dem zu entkommen.

00:38:26: Auf jeden Fall!

00:38:27: Und wir wollen ja auch nicht mehr zurück.

00:38:28: also es ist ja auch ganz wichtig.

00:38:29: Also wir müssen natürlich schauen wie wird es so gut wie möglich alles integrieren dass es für uns nicht schädlich sondern ein Vorteil ist.

00:38:37: Und deswegen sagen die ältere Menschen nutzen ja oft diese Digitalisierung, oft auch mehr aus Effizienzgründen.

00:38:42: Also nicht immer so aus Entertainment gründen wie ein junge Menschen von vornherein halt Smartphone und Co eher als Entertainment nutzen.

00:38:49: Kann ich das sehr effizient gründen?

00:38:50: Dann bin ich aber völlig anders auch sozialisiert mit diesen Dingen.

00:38:53: Das müssen wir da auch ein Stück berücksichtigen.

00:38:57: Wenn ich dich richtig verstanden habe, bist du schon auch jemanden der ein Verbot befürworten würde?

00:39:04: Also eine Altersbeschenkung würde ich ... Ja genau.

00:39:06: Oder von mir ist es auch verbotlich.

00:39:07: immer so harsch.

00:39:08: aber weil wir es dann allen Leuten leichter machen also weil wir sagen nimmer mal an wie würden sie jetzt die Tüte gesprochen haben und sagen Miedersab-Achtzehn verboten oder bis Achtzehnt.

00:39:20: Entschuldigung!

00:39:20: Erst ab Achtzen darf ich's nutzen.

00:39:21: Ich mache jetzt mal so Achtzin als drastisches Beispiel.

00:39:25: Dann haben wir jetzt natürlich junge Menschen, die erstmal den Fett ist schwer von heute auf morgen aus wegzulassen.

00:39:31: Die werden es versuchen zu umgehen und wir werden aber schaffen dass die Nutzungsdauer dadurch weniger wird weil es nicht mehr so leicht ist und was einfach weniger räumig gibt wo ich dann auch sozialer Wünscht machen darf.

00:39:39: Weil in der Schule ist das verboten, wenn's ab acht ist dürfen die Lehrer sagen hinweg Eltern dürfen es sagen und so weiter.

00:39:45: So echt auf der Straße kann man sich vorstellen Die nächste Generation an jungen Menschen, die dann in das Smartphone alter käme für die wir das völlig normal, dass sie beim Smartphone eben nicht so schmiede nutzen dürfen.

00:39:58: So wie wir eben für uns was völlig normal erst mit achtzehn Autofahren zu dürfen.

00:40:03: Und wir kamen ja gar nicht auf die Idee wieso darf ich es nicht mit vierzehn machen?

00:40:07: Konnte auch keiner richtig erklären warum und so könnte man das dann dahingehend erschaffen.

00:40:13: Wir verbieten ja auch andere süchtig machende Themen oder Substanzen.

00:40:18: hier zum Beispiel von mir das Alkohol, Nikotin ist mir auch Eiders beschenkt.

00:40:22: Großbritannien hat gerade ein Rauchverbot eingeführt für ich glaube nach zwei tausend neun geborene und also lebenslang geltend.

00:40:31: Also da wird einfach... Da werden sie ja retten.

00:40:34: abgeschafft

00:40:36: Wusste ich da gar nicht, aber es ist auch spannend.

00:40:38: Aber so was kann man schon machen und wir sind ja auch ... Wir Erwachsenen sind ja verpflichtet den Schutz der Jugendschutz einfach.

00:40:46: Klar haben auch jungen Menschen einen Schutz auf Information

00:40:49: usw.,

00:40:50: die müssen halt auch immer altersatequat sein und das sehe ich momentan nicht.

00:40:53: Wir können dann auch überlegen ob man Social Media Alters entsprechend macht dass es quasi bestimmte Schutzmechanismen innerhalb von Social Media gibt, dass ich auf TikTok mit fünfzehn nur Content anschauen kann, der halt für mich geeignet ist.

00:41:08: Auch darüber kann man überlegen, dass man da irgendwie eine altes Verifikation macht, die einfach gut ist.

00:41:13: Das wird ja auch überlegt mit dem Digital-Person ... Mit dem Ballettjourn?

00:41:19: Ach so!

00:41:19: Ich hatte Digital Service Act.

00:41:21: zum Beispiel dort auch.

00:41:22: oder dass man einfach so eine digitale Altersverdifizierung einführt und so weiter.

00:41:28: Das ist alles denkbar und technisch schon längst möglich, das kann man machen.

00:41:32: wenn er denkt immer oh man kann zum gehen naja ich kann auch heimlich rauchen und heimliche Alkohol-Drink mit Fett sind auch das es möglich aber es ist halt heimlig und dadurch nicht mehr so leicht zugänglich.

00:41:41: da durch ein schwieriger und wir sehen das junge Menschen Manche sind bis zu zehn Stunden auf Social Media und Co.

00:41:48: Wenn wir dann schaffen, dass die nur noch fünf Stunden drauf sind haben wir doch schon viel geworden.

00:41:52: Es wäre so gut wenn man darüber konstruktiv die Köpfe zusammenstecken könnte.

00:41:57: aber dafür wäre natürlich auch eine Kommunikation mit den Unternehmen die diese Plattform betreiben nötig Und da gibt es wenig Bereitwilligkeit, sagen wir mal so.

00:42:09: Genau da gibt es eine große Wirklichkeit.

00:42:10: also ja die haben irgendwie dürfen die akieren.

00:42:12: das ist ganz spannend.

00:42:13: die dürfen auch beim Datenschutz und soweite.

00:42:16: man hat immer das Gefühl die dürfen anders agieren wie andere Unternehmen

00:42:19: Tja... Wie kann das sein?

00:42:22: Das ist eine gute Frage.

00:42:24: Vielleicht werde ich dann irgendwo in keine Ahnung Ich glaube Facebook sitzt in Dublin oder wie auch immer weil der einfach Nischen nutzen Oder vielleicht das Kapital haben dann solche Klagen auszuhalten usw.

00:42:35: Ich bin kein Jurist, das weiß ich nicht.

00:42:37: Die Zusammenhänge sind natürlich auch komplex weil wir wissen auch wenn in Europa etwas durchgesetzt wird dann erhöht Trump die Zölle.

00:42:45: also dass ist natürlich eine verrückte Vermischung von wirtschaftlichem politischen absolut der man erst mal gerecht werden muss bei so einer Regelung.

00:42:56: Und ich verstehe aus der Perspektive von jungen Menschen auch, dass sich das halt richtig scheiße anfühlt.

00:43:02: Wenn dann eben die Erwachsenen, die Älterinnen kommen und sagen so nee du darfst es jetzt nicht mehr und es wäre natürlich sehr viel schöner wenn man wie gesagt dieses Verständnis erzeugt oder ist bewusst sein.

00:43:13: aber das gedingt uns ja als ältere Menschen irgendwie nicht mal zu verstehen was...

00:43:18: Ich habe aber das gewählt, dass junge Menschen, dass die jungen Leute oft bewusst sind also unsere älteren Menschen wie Social Media wirkt.

00:43:25: Also ich hab schon das Gefühl, dass junge Menschen sich sehr bewusst sind was da gerade passiert mit ihnen und deswegen sagen wir sollten es ernster nehmen.

00:43:34: Vielleicht noch eine Frage zum Abschluss.

00:43:38: Wie sorgst du für deine mentale Hygiene?

00:43:42: Also Handynutzung ist das eine aber also alles was eine psychische Belastung ist als Belastungen sind die auf die psychische Gesundheit auswirken können.

00:43:53: Und da spielt natürlich das Handy mit rein, aber auch alles andere Workload und Belastung in der Familie und so beschäftigt sich das?

00:44:01: Ja

00:44:01: klar hab ich auch.

00:44:04: Ich versuch's mit Sport zu kompensieren.

00:44:07: Also ich versuche Sport zu machen.

00:44:10: Das find' ich eigentlich ... Das hilft mir ganz gut.

00:44:12: Kann ja jeder anders, ne?

00:44:13: Aber bei mir ist es Sport her.

00:44:15: Okay sehr gut!

00:44:17: Hast du eine Strategie im Umgang?

00:44:19: Ja.

00:44:20: Und lässt da was raus, sehr gut!

00:44:24: Grüezi, das war sehr aufschlussreich und interessant.

00:44:27: Vielen Dank dafür für den Einblick.

00:44:30: Sehr gerne.

00:44:31: Wir enden immer noch mit etwas Musikalischem.

00:44:35: Was zum Bezug zu Musik?

00:44:36: hast du ein Song, den du gerne auf unsere Kopfsalats-Songs playlist?

00:44:40: Ich höre sehr viel Musik.

00:44:43: Aber ich höre jetzt nicht so die klassischen Radiomusik-Sachen.

00:44:46: deswegen... Sehr

00:44:47: gut!

00:44:47: Das ist uns ganz lieb weil Radio kann ja das Radio machen.

00:44:53: So, kommt dir einen Song in Sinn den du da gerne Teilen würdest?

00:44:57: Ich höre eher so IBM, Gothic und solche Sachen.

00:45:00: Du alles was ... Wir sind für alles offen!

00:45:03: Also alles was nicht verfassungsrechtlich rifft.

00:45:06: Könnt ihr ein Lied von mir jetzt von Deep Edge Mode spielen?

00:45:08: Das passt dann gerne.

00:45:10: Waiting for the night, davor kennst du das?

00:45:13: Sagt mir nichts.

00:45:14: ich will also Deep Edge mode sein.

00:45:16: natürlich war es aber Es ist kein Single Track.

00:45:19: deswegen

00:45:19: Nee, das ist ein altes Lied Aber das könntet ihr spielen.

00:45:22: ja

00:45:23: Super Sehr gut, machen wir.

00:45:25: Ich packe auch noch einen drauf.

00:45:26: Ich pack Last for Life von Iggy Pop drauf,

00:45:31: weil er

00:45:32: nur wieder auf Tour ist und ich habe Aufnahmen gesehen ... Oh mein Gott!

00:45:37: Also es ist so zwischen Faszination darüber wie er sich dann auch auf dem Bein hält und wie er so eine Show durchhält Und weil er natürlich auch so eine so eine Legende isst.

00:45:48: Ja faszination um ein bisschen.

00:45:50: Sorge also

00:45:52: der zu schläge.

00:45:52: machst du das nicht immer zu schräg da?

00:45:55: Ja, genau.

00:45:55: Er hat jetzt einen starken Hüftschaden und

00:45:58: es schaut zu schräg

00:45:59: aus.

00:46:00: Ich erinnere mich in dem Zusammenhang an den Auftritt von ihm... in den Achtzigern auf dem Bisa-Festival, in der Waldbühne in Berlin.

00:46:08: Und er rannte auf die Bühne noch bevor seine Band so weit war!

00:46:11: Die waren doch gar nicht da.

00:46:13: normalerweise kommt der Sänger als Letztes, der ist da.

00:46:15: aber

00:46:16: er war so auf Adrenalin dass er schon auf die bühne gerannt kam und einmal quer rüber gerannt ist und in die Luft gesprungen ist und alle Viere von sich gestreckt hat und einfach fürchterlich einfach hingeknallt ist, sodass das ganze Publikum wirklich so oh mein Gott er hat sich weh getan.

00:46:32: Er war sofort wieder auf den Beinen und das war total egal.

00:46:36: Also er sucht das auch, diese Energie ist wirklich sehr beeindruckend.

00:46:40: Und Naja Last for Life Lust aufs Leben ist eigentlich nie verkehrt würde ich sagen.

00:46:47: Rüdiger dann bleibt uns beiden nur noch eins zu sagen

00:46:50: Tschüss!

00:46:52: Wenn ihr euch nicht sicher seid, ob ihr selbst unter einer Depression leidet oder Freunde für Wante und Bekannte dann geht zur Hausärztin oder zum Hausarzt.

00:47:01: Infos zu weiteren Anlaufstellen- und Krisenberatungen findet ihr auf der Homepage von Freunde fürs Leben auf

00:47:07: frnd.de.

00:47:09: Dort könnt ihr den Verein und damit auch diesem Podcast mit Spenden unterstützen.

00:47:13: Diese

00:47:13: Folge ist

00:47:14: Teil unserer Sonderedition Einsamkeit.

00:47:17: Diese Staffel

00:47:18: wird durch das

00:47:18: Bundesministerium für Bildung, Familie,

00:47:21: Senioren,

00:47:21: Frauen und Jugend

00:47:41: gefördert.

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