Vanelynn Gorek: Macht uns Social Media einsam?
Shownotes
Kann Social Media uns verbinden und gleichzeitig einsamer machen? Was passiert in uns, wenn wir allein auf unser Handy schauen und dabei scheinbar ständig das perfekte Leben der anderen sehen?
In dieser Folge von „Kopfsalat“ spricht Sven Haeusler mit der Schauspielerin, Moderatorin und Content-Creatorin Vanelynn Gorek über ihre Erfahrungen mit Einsamkeit in einer Welt, in der wir eigentlich permanent miteinander verbunden sind. Für Vanelynn ist Social Media nicht nur eine Freizeitbeschäftigung, sondern Teil ihres Berufs. Sie kennt den Druck von Reichweite, Likes und Algorithmen ebenso wie die Nähe und Einsamkeitsgefühle, die durch den Austausch mit einer Community entstehen kann.
Im Gespräch geht es um Doom-Scrolling und ständiges Vergleichen, um parasoziale Beziehungen und die Grenzen zwischen Authentizität und Privatsphäre. Die Folge geht aber auch der Frage nach, wie soziale Medien tatsächlich Verbindung schaffen können. Vanelynn erzählt, wie aus digitalen Kontakten Begegnungen im echten Leben wurden und warum es für sie entscheidend ist, immer wieder die Brücke vom Digitalen ins Analoge zu schlagen.
Diese Folge ist Teil unserer Sonderedition Einsamkeit. Die Staffel wird durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) gefördert. Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung des BMBFSFJ dar. Die Verantwortung für den Inhalt der Veröffentlichung liegt bei den Autor*innen.
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Kompetenznetz Einsamkeit (KNE): https://kompetenznetz-einsamkeit.de
Moderation und Redaktion: Sven Haeusler - http://www.svenson-suite.de/cms/ Audio Editor: Julius Hofstädter Musik und Jingle: Bela Brauckmann - https://www.belabrauckmann.com/ Produktion und Redaktion: Diana Doko, Vera Colditz und Jasmin Hollatz von Freunde fürs Leben e.V. – https://www.frnd.de/ Idee: Sonja Koppitz - https://www.sonjakoppitz.de/ Foto: Benno Kraehahn - https://kraehahn.com/portfolio.html Coverdesign: Stefanie Butscheidt - http://www.grafische-requisite.de/kontakt/
Transkript anzeigen
00:00:00: Normalerweise ist man, wenn man so am Handy scrollt hier alleine.
00:00:03: Man guckt sich aber immer wieder ... Gruppen an.
00:00:05: oder wirklich die schönsten Momente, Leute, die den tollsten Urlaub ever haben.
00:00:09: Die schönsten Momenten, die schönste Gefühle.
00:00:12: Also man guckt natürlich hier wäre es fehlt bei mir und dann hast du das wieder nicht.
00:00:15: oder dass man vergleicht ja immer nach oben, nicht nach unten Und man denkt dir immer automatisch wenn ich das sehe und da greif' ich ein bisschen auch weiter zum Thema Glück.
00:00:23: Ach!
00:00:23: Wenn ich das und das habe, bin ich glücklich.
00:00:25: Wenn Ich das und Das hab', bin ich verbunden.
00:00:27: Wenn Du das dann nicht ganz hast oder machst, mach das einfach unglaublich einsam
00:00:34: Über Depression, Gefühle
00:00:36: und den ganzen anderen Salat
00:00:38: im Kopf.
00:00:40: Tag!
00:00:41: Und aber mal als herzlich willkommen zu einer neuen Doppelfolge im Rahmen der Sonderedition Einsamkeit von Kopfsalat dem Podcast von Freunde fürs Leben.
00:00:50: in den kommenden zwei Folgen geht es um Einsamkeit und Social Media.
00:00:56: Und für all diejenigen, die hier neu in das Thema Einsamkeiten einsteigen eine kleine Definition.
00:01:03: Alle bereits wohl informierten können bei guter Zeitknappheit auch ungefähr fünfzehn Sekunden vorskippen – ich weiß ja auf sich das lohnt!
00:01:10: Also, Einsamkeit ist zunächst kein Problem fehlender Kontakte sondern ein subjektiv empfundenes Beziehungsdefizit.
00:01:19: Das heißt Die Einsamkeit entsteht, wenn Menschen eine Diskrepanz zwischen den sozialen Beziehungen wahrnehmen, die sie sich wünschen und denen, die Sie tatsächlich erleben.
00:01:30: Entscheidend ist also nicht die Anzahl der Followerinnen, Chats oder auch realen Begegnung sondern das Gefühl von Nähe, von Zugehörigkeit, von emotionaler Verbundenheit – genau so definiert es jedenfalls auch das Kompetenznetzeinsammkeit.
00:01:47: Und von Einsamkeit zu unterscheiden, ist wiederum die soziale Isolation.
00:01:51: Isolationsbeschreit nämlich objektiv wenige soziale Kontakte oder auch gar keine.
00:01:58: Einsamheit ist also ein subjektives Erleben und die Isolacion ist eine realer Zustand.
00:02:08: Beides kann zusammen auftreten muss es aber nicht!
00:02:12: So, heute schauen wir also explizit auf den Zusammenhang von Einsamkeit und Social Media.
00:02:16: Und dazu haben wir uns selbstverständlich wieder Unterstützung ins Haus geholt!
00:02:21: Sie wurde in onehundneunzig geboren und lebt in Düsseldorf.
00:02:26: Sie ist Schauspielerin, Moderatorin, Synchronsprecherin, Model- und Content-Kreatoren.
00:02:32: Ihre Schauspelausbildung absolvierte sie vom Zwei-Tonzehn bis Sechzehn an der Filmacting School in Cologne.
00:02:38: Anschließend folgten Weiterbildung und Coachings unter anderem in Schauspiel, Moderationen und Synchronsprechen.
00:02:45: Als Schauspielerin war sie unter andermin der Netflix-Produktion Life's A Glitch in Soko Köln unter uns.
00:02:51: Verstehen Sie Spaß und verschiedenen Werbekampagnen zu sehen?
00:02:54: Neben Ihrer Arbeit vor der Kamera ist sie eben auch als Moderatorin tätig.
00:02:59: Sie moderierte unteranderem den NRW Film Talk sowie Formate für internationale Unternehmen und Marken.
00:03:06: auf Instagram erreicht sie mit ihren Inhalten rund dreißigtausend Menschen und dort spricht sie nicht nur über ihre Arbeit, sondern auch über persönliche Erfahrungen, über mentale Gesundheit selbst für Sorge.
00:03:18: Und eben auch über Einsamkeit!
00:03:20: Und zu dem Thema war sie auch Teil der SWR DOKO EXIT-Einsamkeit.
00:03:28: Hallo,
00:03:28: herzlich willkommen zurück.
00:03:30: Vielen
00:03:32: Dank!
00:03:32: Das war so wunderschön beschrieben ich habe immer noch Gänsehaut.
00:03:34: also wirklich perfekt zusammengefasst und noch schöner könnte ein Willkommenstext gar nicht sein.
00:03:39: Herzlichen Dank
00:03:41: Du bist eingeladen, copy and paste, gehopiert ist die Rauße.
00:03:43: Das nehme ich mir auf jeden Fall als Intro.
00:03:45: Vielen vielen dank Perfekt.
00:03:47: Wendeln vielen Dank dass du dich auf den Weg zu uns nach Berlin gemacht hast.
00:03:52: Hast du uns ein kleines Highlight mitgebracht?
00:03:55: Gibt es einen Erlebnis in den vergangenen Tagen oder Woche, wo du sagst, das hat mich ein bisschen länger begleitet.
00:04:02: Ich habe tatsächlich auch eine Podcast-Folge selber produziert Und da ging es darum auch witzigerweise um Einsamkeit allerdings nicht in dem Kontext mit Social Media und wie wir das haben, sondern etwas anders.
00:04:15: Und zwar hat der Bernd Funke mein Gast ist auch Commercial Model Best-Ager Schauspieler auch sehr aktiv doch tatsächlich auf Social Media.
00:04:24: allerdings wurden seine Fotos für sogenanntes Love Scamming missbraucht.
00:04:29: Das bist du mir auch schon gehört?
00:04:30: Na dann werden Fotos von demjenigen genommen Da sitzen, also ich will gar nicht zu viel spoilern.
00:04:35: Aber da sitzen im Ausland ganze Agenturen mit diesen Fotos und produzieren darum eine emotionale Geschichte um die Opfer zu binden und dann sehr sehr viel Geld zu erpressen.
00:04:45: Und mich hat diese Geschichte so auch mitgenommen.
00:04:48: die Tage.
00:04:49: Deswegen hatte ich den Bernd, der auch ein Kollege von mir ist in meinen Podcast eingeladen und wirklich noch mal überlegt um wieder zurückzukommen.
00:04:56: Diese Personen sind natürlich auch einsam, weil das wird ja auf Love Scamming nicht seiten.
00:05:00: Aber dann in den Dating-Portalen und so benutzen, wo ich denke, wie kann es eigentlich passieren?
00:05:05: Ja, theoretisch kann das jedem von uns passieren.
00:05:07: Attraktive Fotos, Social Media, schöner Schein.
00:05:11: Und ja, da kann eben so schnell was passieren und damit auch gleichsagend... Wie kann man sich vor sowas schützen?
00:05:17: Das hat mich wirklich die Tage am meisten so begleitet.
00:05:19: jetzt auch passen mit dem Podcast so Einsamkeit.
00:05:22: Was kann man dagegen tun und wie kann man
00:05:26: Also das als Anregung zu benutzen, sich da auch mal zu informieren und zu schauen was kann man tun.
00:05:32: Und zum Glück gibt es ja genau in all diesen Bereichen.
00:05:35: also natürlich fällt mir sofort Hate-Aid ein weil wir sie hier schon zu Gast hatten und zum Glück gibts Menschen die das auch früh identifiziert haben und sich der Sache annehmen.
00:05:46: aber es ist in allen Bereichen ein langer Weg Absolut,
00:05:49: auch in Zeiten von KI.
00:05:51: Es ist ja immer wieder Thema und die Leute wissen schon gar nicht mehr, ist das echt oder nicht?
00:05:55: Weil ich auch mal wieder sage was wirklich niemals ersetzt werden kann es dass wir auch gerade haben echtes Gespräch.
00:06:01: Echte Gefühle, echte Verbindungen.
00:06:02: und da immer wieder den Fokus zu legen hey da wollen wir hin.
00:06:05: nochmal KI kann auch ein Tool sein keine Frage.
00:06:07: aber gleichzeitig zu gucken was erfüllt mich analog.
00:06:11: Ja absolut mein Highlight ist viel profaner nämlich im Bad ... im See zu baden.
00:06:18: Oh wow!
00:06:19: Im Bad zu segeln wäre auch schön, aber im See zubaden... Ja einfach kann man mal wieder machen und da sage ich als Mensch der eigentlich gar nicht so sehaffin ist, aber da einzutauchen das war ein schönes Wochenende-Erlebnis
00:06:33: für mich.
00:06:34: Also du sagst nicht öfters zum See also war das dann?
00:06:37: Nein, mein Ding ist es mehr.
00:06:38: Aber das ist leider immer in Berlin lebt so dermaßen weit weg.
00:06:41: Das ist dann nicht so oft zu kommen.
00:06:44: Aber
00:06:44: sehen gibt es
00:06:46: im Brandenburg-Gewung
00:06:47: genau.
00:06:49: In den Schauspielerinnen und Moderatoren, Synchronsprecherinnen, Modell-, Content-Kreaturen.
00:06:55: da sind ja alles Berufe die mit Öffentlichkeit zu tun haben.
00:07:00: Und jetzt gerade die erst genannten.
00:07:02: kam Social Media in dein Leben eher als Muss oder als kann?
00:07:09: Das ist wunderschön schon.
00:07:10: eigentlich gespoilert, als Moos tatsächlich.
00:07:13: Denn ich war in London und da hatte eine Freundin an Praktikum bei RTL London und hat gefragt, möchtest du nicht mitkommen?
00:07:21: Machst doch schon Schauspiel dabei!
00:07:22: Wie sieht's denn
00:07:22: aus?!
00:07:23: Und das war kurz nach meinem Abschluss und ich meinte hey wieso nicht!
00:07:26: Und hatte damals noch die auch sogar bei Harry Potter mitgespielt hat, in der Nebenrolle Coaching genommen was wir eben brauchen.
00:07:32: ne gute Vita.
00:07:33: also ich hab mal Schorel-Szenen für die, die es nicht wissen.
00:07:36: Schauspieler brauchen sogenannte Szenen wo sie spielen damit sie sich damit bewerben, also bewegt Material.
00:07:42: Und ich hab das selber produziert auch mit einem Engländer und ja, ich habe ganz, ganz viel vorbereitet, ne?
00:07:47: Also Vita, der sogenannte Lebenslauf auch, Szenen vorbereitet about me's wo ich über mich erzähle.
00:07:53: Ich war wirklich ganz, mal intensiv dabei!
00:07:58: Dann hab' ich mich bei Spotlight angemeldet... Spotlight auch ein Porteil für Schauspieler, also alles.
00:08:03: Ich sag's jetzt mal bewusst so'n bisschen im Detail, damit wir gleich auf das Thema Social Media kommen.
00:08:07: Jedenfalls habe ich mich sehr gut vorbereitet und war dann bei einem Festival in London und hab dann erzählt, ja, ich hab hier spotlight mich angemeldet und ich hab diese Fotos gemacht und die Videos gemachten, ich habe Coaching genommen und egal wie ich es ausgedruckt hab und wie toll ich mich verkauft hat da immer nur die Frage Und ich war so genervt, weil ich wirklich in meinem sechsten Gespräch, wo ich wiederkam und da hab' ich gelernt.
00:08:33: Was viele auch nicht wissen... Ich habe eine Sprachensektretätung aus Bildung und ich hab schon ganz jung Englisch.
00:08:38: Und wirklich, ich wurde teilweise unter Wochen in meinem Satz gesagt, okay what's your Instagram?
00:08:43: What about you followers?
00:08:44: Und ich bin sogar sauer.
00:08:45: deswegen schöne Frage kann oder muss zu dem Zeitpunkt was ein Muss!
00:08:50: Weil ich mich wirklich ja nicht geweigert hatte, aber ich hatte nicht diese Affinität dazu.
00:08:55: Also auch bei Facebook war ich ganz spät... Ich glaube, ich war auch einer der letzten mit WhatsApp, denkt man gar nicht, ne?
00:08:59: Aber da habe ich mir gedacht okay es muss jetzt sein.
00:09:01: und wenn man wirklich bei mir ganz runter scrollt, ich glaube das ist tatsächlich noch online, ist mein allererstes Bild wer mag es glauben auf dem roten Teppich Wo man dann wirklich sieht, guck mal hier bin ich.
00:09:12: Und dann fing es auch an ... Es war kurz vor Corona, wo man die Followerzahlen eingeben musste.
00:09:18: Da fing es tatsächlich schon an, egal ob man eine Ausbildung hatte oder nicht, sondern wie viele Folloverzahlen hast du?
00:09:25: Dann ging's eigentlich schon los und so ging das von Hand in Hand.
00:09:29: Und natürlich hat sich's auch gelohnt, weil jetzt gerade auch für Netflix war es witzig.
00:09:33: Weil die haben eine Influencerin gesucht, die aber auch ne Schauspiel-Ausbildung hatte und das gibt's nicht so oft.
00:09:38: Also mittlerweile zu dem Zeitpunkt damals nicht.
00:09:41: Aber da war's eben gut okay, die hat Instagram und die hat ne Schauspiel-Aussbildung.
00:09:44: Die hat Credits.
00:09:45: Da hats natürlich wieder geholfen.
00:09:46: Mit der Zeitwurz aber immer schlimmer, weil ich weiß noch die damaligen Zehntausend Follower, die ich hatte sind die heutigen Hunderttausende.
00:09:53: Zu dem Zeitungsheim ist noch nicht so viele Leute gemacht Crazy life, muss man so nennen.
00:09:58: Du hast einfach knallhart gespiegelt bekommen.
00:10:00: Das ist die Währung, die du brauchst, wenn du in deinem Beruf wahrgenommen werden
00:10:05: möchtest.
00:10:06: Es war auch gar keine Option.
00:10:09: Wenn es mir vom Typus her liegt, dann mach ich das halt und wenn nicht, dann nicht!
00:10:14: So ist ja, glaube ich auch eine Herausforderung halt eben für die Persönlichkeiten.
00:10:18: Also jetzt kann man natürlich sagen im Schauspiel sind vornehmlich Personen unterwegs, die halt eben auch auf einer Art extrovertiert sind.
00:10:23: aber das heißt ja nicht zwangsweise dass sich dann irgendwie viel davon ständig auch so schon mit der Preis geben
00:10:29: möchte oder so.
00:10:30: Absolut wahr!
00:10:32: Und du hast ja... Gleichzeitig, okay.
00:10:35: Du bist also damit konfrontiert gewesen?
00:10:37: Okay, muss ich!
00:10:38: Das ist hier eine Art Virus und gleichzeitig hast du kürzlich – ich glaube es war in der SBR-Doku – gesagt das für dich Social Media der einsamste Ort der Welt sei.
00:10:50: Das ist ja ne interessante Ambivalenz, ne?
00:10:52: Du musst es auf einer Art tun für deinen Berufsfelder und gleichzeitig Hast du aber identifiziert, dass es nicht in Gänze immer gesund und gut
00:11:04: Absolut.
00:11:04: Wie gießen wir der Ambivalent so um?
00:11:06: Immer noch schwierig, ich muss sagen durch die Doku haben sich wirklich viele Türen geöffnet wie jetzt hier zum Beispiel dass ich darüber reden kann das ich Sichtbarkeit schaffen kann dass ich ja auch tatsächlich durch Social Media vielleicht die Tür geöffnete aber durch die Tür durchgelaufen im analogen Leben weitermachen kann.
00:11:21: Und ich denke, das ist der große Unterschied.
00:11:23: Weil ich glaube so geht es jeden von uns, dass man ja diese Reals durchschaut oder diese Stories, die sogenannte Doom-Scrolling macht und man denkt ja auch vom Gehirn her, das Gehirne unterscheidet nicht zwischen echt und nicht echt.
00:11:32: Ich erlebe das wirklich.
00:11:33: Das Stichwort Parasoziale Beziehung kennen wir auch schon wenn wir Binge Watching sind bei unseren Servien, dass wir denken oh wir kennen die Person und diesen sage ich mal Spektrum war ich dann auch gefangen.
00:11:43: einerseits natürlich schön ich hatte natürlich noch die Ausrede ach ich brauche das für meinen Beruf aber gleichzeitig ist es natürlich so hey es macht ja auch einsam wenn du das Handy wieder weglegst.
00:11:52: Und ich habe nicht immer, wenn ich einen regegucke, dass sich das direkt auch umsetze, sondern ich komme weder dazu und gucke mir die schönsten Momente an und fange an zu vergleichen oder denke okay das und das.
00:12:00: und dann versuche ich aber trotzdem und das ist wieder das Schöne ihr habt mit Leuten mich auszutauschen Und das ist dann natürlich wieder eine schöne Seite, weil ob das jetzt hier ist oder auch nach der Doku kam sehr viel.
00:12:12: Auch Zuspruch, sehr viele Leute haben mir geschrieben und dadurch haben sich dann wieder neue Erfahrungen oder Erlebnisse oder Ideen im echten Leben entwickelt.
00:12:19: Das fand ich dann wiederum ganz schön.
00:12:22: Ja, die Forschung und so die ersten Studien zeigen ja auch dass es diese Eindeutigkeit gar nicht gibt.
00:12:29: Dass man nicht per se sagen kann Social Media Nutzung sei schädlich oder nur gut da kommen wir bestimmt auch noch hin das ein bisschen zu differenzieren.
00:12:38: und weil du gerade angesprochen hast Parasoziale Beziehungen ich ordne das mal kurz ein weil Ich habe auch erst in Zusammen mit der Beschäftigung zur Folge hier bin ich darüber gestolpert nämlich der Begriff Parasoziale Beziehung, der stammt ursprünglich aus der Medienpsychologie nach Horten und Wohl von neunzeigundsechsenfünfzig.
00:12:57: Und gewinnt natürlich jetzt nochmal durch Social Media noch einmal eine ganz andere oder eine zuhörtliche Bedeutung.
00:13:03: Und Parasociale Bezierung beschreiben dabei einseitige emotionale Bindung zum Medienpersonen.
00:13:09: Das heißt Nutzerinnen erleben das Gefühl eine bekannte Person also heute Influencerin, Creator oder eine prominente Person zu kennen, obwohl die Beziehung objektiv nicht wechselseitig ist.
00:13:21: Ich folge da ja jemanden und man folgt sich nicht zwangsweise gegenseitig.
00:13:26: Und Social Media verstärkt dieses Phänomen erheblich, weil während klassische Prominente früher hauptsächlich auf der Leinwand oder im Fernsehen zu sehen waren Teilen Creatorinnen heute ihren Alltag ihre Wohnung, ihre Beziehung, Krisen und Gefühle in Stories und in Livestreams.
00:13:43: Und dadurch entsteht der Eindruck von einer Nähe und Authentizität.
00:13:48: Psychologisch spricht man hier von der Illusion sozialer Intimität.
00:13:53: So ich habe noch ein bisschen mehr?
00:13:54: Oh
00:13:54: ja gerne!
00:13:55: Das bedeutet nicht dass diese Beziehungen falsch sind sondern parasoziale Beziehionen können durchaus positive Funktion erfüllen Aber sie schaffen eine Zugehörigkeit und können Vorbilder bieten, auch eine Gemeinschaft auslösen oder Menschen inspirieren.
00:14:13: Das hört man ja ganz oft.
00:14:14: euch finde die Person einfach inspirierend Und gerade Jugendliche natürlich nutzen dann sowas eben auch zur Orientierung also bezog auf ihre eigene Identität Beziehung oder zu ihrer psychischen Gesundheit.
00:14:26: und problematisch wird es da wo Paare soziale Beziehungen echte soziale beziehung ersetzen und wohl nicht genug echte Beziehungen existieren, sondern dass dann allein ich stattfindet.
00:14:39: Da wird es dann halt wie so oft.
00:14:41: dieses Alleinstehende ist dann halt eben schwierig.
00:14:43: Und Teile der Forschung gehen deshalb heute davon aus das parasoziale Beziehung nicht grundsätzlich schädlich sind, sondern eben ist es entscheidend welche Rolle sie im gesamten sozialen Netzwerk spielen.
00:14:56: Bist du so in Austausch mit deinen Followerinnen Dass du dann Wissen drüber hast, mit wem du es dazu tun hast?
00:15:06: Wie ist denn das?
00:15:08: Also mittlerweile hat mich auch ein bisschen erschreckt.
00:15:10: Erst mal vielen Dank für die Einordnung weil ich benutze den Begriff immer so oft und die Leute sind erstmal so jetzt hast du es perfekt zusammengefasst.
00:15:17: vor allem ich sage dann immer so ey man hatte doch selber schonmal so das Gefühl wenn man Fernseh guckt wie du so schön gesagt hast aber da hast du diese Interaktion nicht.
00:15:24: Und bei mir war es mittlerweile so, dass ich vor allem letzter Zeit auch weltweit Nachrichten bekommen habe.
00:15:29: Ich hab mich etwas erschreckt weil's teilweise auf Hindi, auf Chinesisch, auf Türkisch und ich dachte wie kann das denn sein?
00:15:35: Und auch wirklich Texte so intensive Texte wo hast du perfekt zusammengefasst wo ich denke wie lange begleitet mich die Person?
00:15:42: was ist da los?
00:15:43: und dann wusste ich zu dem Zeitpunkt gar nicht hat einer dann wirklich geschrieben ja ich hab dich in der DW Documentary gesehen Die W zur Einordnung ist die Deutsche Welle.
00:15:53: Das heißt, unsere DOKO wurde auch in verschiedenen Sprachen übersetzt und es hat mich selber ... sich wusste davon nicht und ich hatte's dann auch so erschreckt weil ich dann wirklich aus dem Ausland über die Grenzen hinaus Nachrichten bekomme was einerseits natürlich schön ist dass man so viel Aufmerksamkeit hat aber auf der anderen Seite war es gar nicht mehr regulierbar um wie du gerade sagst Ich weiß nicht wer da ist Weil mir teilweise Leute so geschrieben haben als wären das wirklich beste Freunde Und ich weiß manche Followerinnen die mir auch von Anfang folgen Leben das wirklich so durch, als wäre es ihr eigener Schmerz.
00:16:21: Ihr eigener Erfolg!
00:16:23: Und anfangs als natürlich weniger, ich sag mal weniger Follower waren oder man das ein bisschen noch überschauen konnte geht man natürlich in Interaktion aber ist ab einer gewissen Zahl auch nicht mehr überschaubar und deswegen versuche immer noch diese Q&As zu machen bis zum gewissen Maße da zu sein.
00:16:39: Aber man schafft das natürlich nicht und dann kann es auch passieren, dass Leute frauig sind oder blöd reagieren.
00:16:45: aber am Ende des Tages ist man ja auch ein Stück weit Projektionsfläche und ich glaube, das habe ich in der DOKO auch versucht so rüberzubringen, dass gerade Leute die mich kennen oder nur auf Social Media begleiten und mich dann real kennt, die haben manchmal so ein festes Bild von mir, dem ich gar nicht gerecht werden kann.
00:17:00: also ich sage auch immer wieder, es ist sehr real alles was in der Dokos steht zu tausend Prozent dahinter.
00:17:04: gleichzeitig hab ich ja verschiedene Facetten.
00:17:07: Oder es ist ja auch wirklich nur ein Teil, der gezeigt wird.
00:17:09: Oder auf Social Media wird nur einen Teil gezeigt und dann ist man so'n Puzzleteil was hin- und hergeschoben wird und das ist wirklich super schwierig!
00:17:16: Also wenn's nach mir ging ich würde am liebsten mit jedem connecten oder für jeden da sein und optimale Gesundheit.
00:17:22: Ich persönlich würde am Liebsten jeden retten aber das geht natürlich objektiv nicht.
00:17:25: Ich kann gewissen Beitrag dazu... beitragen oder auch eine Sichtbarkeit schaffen und bis zum bestimmten Rahmen auch was machen, aber da auch wieder zum Thema mentale Gesundheit selbst für Sorge.
00:17:36: Dazu gucken wo es meine Quenze?
00:17:38: Was kann ich machen dass das ausgeglichen ist.
00:17:42: Social Media hatten wir ja eben auch schon, kann viel geben und viel nehmen.
00:17:45: Und da immer wieder zu gucken okay ich gehe bequafft?
00:17:47: Ich bin authentisch aber gleichzeitig mache ich auch so ein bisschen geschützten Warm-up weil ich glaube manche Leute verwechseln das dass man einen Anspruch auf die Person hat.
00:17:56: also das habe ich auch oft so als Gefühl ich meine man kennt das ja selber vielleicht eine Pubertät wenn man sonst da bewundert hat oder ähnliches.
00:18:02: Da war aber noch so finde ich der Unterschied jetzt in meiner Generation ja Generation Y da war ja also es fing erst an mit social media man hatte ja noch ne Magazin mit Facebook, Myspace und Co.
00:18:12: Aber es war nicht so.
00:18:13: diese Nähe wie du das eben so schön gesagt hast, dass man wirklich immer Zug sofort oder immer und immer ... Und da kann was im Gehirn passieren.
00:18:21: Das finde ich teilweise auch ein bisschen gruselig tatsächlich.
00:18:26: Wie kann ich mir das dann noch mal vorstellen?
00:18:27: dieser Stab?
00:18:29: Du hast identifiziert okay hey!
00:18:31: Ich muss das bedienen um darüber dann halt Aufträge zu bekommen als Schauspielerin als Modell Aber dann ist ja sogar das Medium selber irgendwie auch zu einem weiteren Berufsfeld geworden.
00:18:43: Also da ist es nicht nur als Transportmitte, also Medium brates zur Bewerbung deine beruflichen Tätigkeit sondern diese Tätigkeiten dort gerade bei Instagram ist dann auch ein weiterer Bestandteil deiner beruflichem Tätigkeit geworden.
00:18:57: wie wir.
00:18:58: hast du das identifiziert?
00:18:59: und an welchem Punkt hast Du gemerkt?
00:19:01: Oh!
00:19:01: Das ist jetzt hier mehr als eine Werbeplattform für das was ich sonst mache Sondern das kann geradezu mein Haupt Betätigung werden oder ein Wichtige zumindest.
00:19:11: Es war irgendwie über die Zeit, ist das so schleichend gekommen?
00:19:15: Weil ganz am Anfang, also wie gesagt ich hab' im Jahr zwei tausend siebzehn angefangen.
00:19:17: Das war noch eine andere Zeit.
00:19:18: Also man hat so ein Follow-for-Follow-Train gestartet und dann haben auf einmal tausende Leute die gefolgt und du hast tausenden Leuten gefolkt... Dann gab es so Gewinnspiele!
00:19:25: Man wird wirklich auch überall eingeladen.
00:19:27: Ich weiß noch erst in Berlin Fashion Week wurde ich auch eingeflogen und bezahlt dass ich überhaupt da bin.
00:19:32: Und ja also so Sachen das ist jetzt gar nicht mehr vergleichbar mit damals.
00:19:35: aber da habe ich schon gedacht interessant.
00:19:37: Die ersten Kooperationsanfragen kamen wo ganz am anfang wurden einem noch Produkte gratis geschickt dachte Moment, Werbung kostet.
00:19:46: Da muss man ja es anders machen.
00:19:48: und dann Thema Versteuerung und Chor.
00:19:50: Es war wirklich erstmal so ein Blumstrauß an Sachen.
00:19:52: also das war wirklich wie du gerade gesagt hast sehr viele Komponenten die ich erst mal so ein bisschen sortieren musste.
00:19:57: Und bei mir kam noch dazu, okay.
00:19:59: Jetzt hast du hier den Beruf, das ist Thema Werbung, das is Thema Sprechen und Influencing.
00:20:05: Wie knippst du das jetzt zusammen?
00:20:07: Also wie kommt das zusammen, was kann ich da machen?
00:20:09: Das wird dann mit der Zeit immer mehr!
00:20:11: Dazu muss ich sagen Corona hat mir persönlich in die Karten gespielt weil ja alle Aufträge weggefallen sind für uns.
00:20:17: Einerseits hatte ich das Glück, weil ich Netflix gedreht hatte also ich gehört noch zu einem Glücklichen, die dann schauspielerisch dabei waren.
00:20:24: gleichzeitig hatten wir aber die Möglichkeit die auch Kooperationen zu machen Und dann hatte ich auch verschiedene Deals im Beauty-Bereich, im Lifestylebereich und konnte natürlich von zu Hause aus arbeiten.
00:20:32: Die Sachen bewerben uns.
00:20:33: so ist es dann ganz fließend übergegangen.
00:20:35: aber das muss ich auch noch sagen viele checken bis heute nicht dass ich's beruflich mache.
00:20:40: Ich bekomme ja auch manchmal so private Anfangen so hey willst du nicht ein Reamit mit mir drehen?
00:20:43: Ach komm doch mal vorbei.
00:20:44: also das ist dann wieder die sehr freundschaftliche.
00:20:46: was ist denn auch irreführendes für die Leute was ich immer wieder verstehe?
00:20:49: und dann will ich auch nicht sagen ja zeig mich ne!
00:20:51: Also es kommt ja auch einmal so bisschen blöd auf der anderen Seite Transparent zu machen Ja ich bin Naba Ich gucke, wie ich das verpacke.
00:20:58: Auf der anderen Seite ist es am Ende des Tages ein
00:20:59: Job.".
00:21:02: Ja und wie geht man denn damit um?
00:21:04: Also wie viel ist dann halt tatsächlich Nähe die denn auch die Authentizität ausmacht dass Leute auch sagen oh Mensch, deswegen schaue ich da lieber zu als bei einer inszenierten Serie oder so weil das ist real.
00:21:20: und Performance, wie portionierst du das für dich und wie grenzt du dich halt eben auch ab?
00:21:27: Also zum einfach auch zum gesundheitlichen Selbstschutz.
00:21:30: Schöne Frage!
00:21:32: Ich bin mittlerweile noch authentischer als vor vielen Jahren.
00:21:35: Auch das hat mit der Doku begonnen, weil viele haben mir davon abgeraten.
00:21:38: Viele meinten, mach auf keinen Fall diese Doku und du bist Schauspielerin, schützt das besser eine Doku?
00:21:43: Du weißt nicht wie das am Ende läuft.
00:21:44: Das bist du als Privatperson.
00:21:46: Es kann passieren dass die Caster wegfallen, Projekte wegfallen.
00:21:49: Auf der anderen Seite meint ihr vieler Hey aber dann hast du ne Sichtbarkeit, dann hast Und da hat schon angefangen, wo ich dachte okay.
00:21:54: Ich muss mich jetzt wirklich positionieren entweder komplett dafür oder komplett dagegen.
00:21:58: und dann dachte ich so was hatte ich denn selber inspiriert?
00:22:00: Das ist von so schön gesagt wenn man selber ja auch so Promis oder so als Vorbild hatte und nicht so.
00:22:04: nein!
00:22:04: Ich mag ja selber auch Prominente die dem Ganzen eine Stimme geben.
00:22:08: also nicht nur sage mal hier schöne Klamotten oder weiß ich nicht irgendwelche Selfie-Posten Also nichts dagegen finde ich super.
00:22:14: gleichzeitig es für mich auch wichtig ne Message zu haben und ich hatte zu dem Zeitpunkt auch schon meine Semicolon Tattoos Und mich auch ein bisschen so mit dem Semi-Columb Projekt auseinandersetzt.
00:22:24: Ja, doch hatte ich zu der Zeitpunkt, das war zu Jahrzehnten, wo ich dachte, es gibt gar nicht so viel Mental Health Influencing plus natürlich noch unsere Branche und dann musste ich mich positionieren.
00:22:35: Wo ich dann dachte okay, das muss ich jetzt machen und entweder können sich die Leute damit identifizieren oder nicht?
00:22:41: Dann habe ich's aber so beschlossen erst mal einen kleinen Steps zu machen zum Beispiel Sonntags Kennsochermedia.
00:22:45: Also sind so Kleinigkeiten was ich den Leuten ans Herz lege Wenn ihr die Möglichkeit habt, ich habe eine Kooperation.
00:22:51: Ich hab Deadlines aber den Luxus gebe ich mir.
00:22:54: Ich sag okay Sonntags bin nicht online.
00:22:56: Egal was passiert das ist mein Safe Space und ich hab auch so safe Topics.
00:23:00: So stand jetzt man weiß zum Beispiel nichts über mein liebes Leben.
00:23:02: So was zum Beispiel ich sage okay darüber berichte ich jetzt nicht.
00:23:06: Ich positioniere mich sagt meine Meinung und so.
00:23:07: aber das schütze ich oder meine Familie Viele enge Freunde.
00:23:11: Ich hab wirklich Bereiche, die ich schütze und ich habe das immer so als Metapher gesagt.
00:23:15: Die Leute kommen mit mir in den Hausflur also ihr kommt alle in mein Haus, ihr seid eingeladen aber ich halte die Räume zu.
00:23:20: Also mein Schlafzimmer ist zu meine Küche ist metaphorisch gesehen zu Und dass sich das so darüber regulieren und mich da vor allem immer schützt weil ja also wie gesagt Doku war schon sehr transparent Aber trotzdem gucke ich, dass ich einfach so bereiche dann von mir fernhalte und gleichzeitig trotzdem über solche Themen hier sehr offen spreche.
00:23:39: Und das ist dann gar keine Inszenierung, weil mich stört das immer wenn manche Leute so denken dass es inszeniert ist, weil ich sage nie alles was ich sage ist ja echt ein Teil von mir und es gibt natürlich noch andere Facetten die wichtig sind.
00:23:51: Naja also wenn ich mich da so rein fühle denn dann denke ich... Das ist schon eine ganz schöne Herausforderung nicht zu sagen Ja, aber ich wüsste jetzt schon ganz gut was noch besser klicken würde und dem nicht zu erliegen sondern das zu reflektieren und dann so unterlassen.
00:24:09: Und ist ja vielleicht auch ein Ausprobieren also mal ein bisschen weitergehen in dem was man von sich preisgibt und dann aber merken es fühlt sich eigentlich im Nachgang gar nicht so so gut an.
00:24:21: Das mache ich in Zukunft nicht mehr.
00:24:23: Also es klingt jetzt so sehr sortiert.
00:24:25: war das ein Prozess dahin?
00:24:27: durch Erfahrungen gelernt, dass du gesagt hast so nee hier Beziehung das bleibt bei mir draußen oder?
00:24:32: Genauso wie du sagst ja.
00:24:33: Also ich hatte auch eine.
00:24:35: also kann man noch googeln da bin ich auch sehr offen wo ich mit meinem Partner war.
00:24:39: wir waren beide sehr in Öffentlichkeit.
00:24:41: Also er hat auch ein Schauspiel gemacht, ich auch.
00:24:43: Wir haben uns ja beide so bisschen als Influencer Pärchen also positioniert.
00:24:46: und genau was du sagst es hatte auch Sonnenseiten aber auch Schattenseiten und dann dachte ich okay jetzt in Zukunft will ich schützen.
00:24:53: wie gesagt stand jetzt wer weiß vielleicht ändere ich es irgendwann wieder?
00:24:56: Aber jetzt ist zum Beispiel so dass sich wirklich sage ok privat leben wird geschützt Und wie du halt sagst, man kann ja immer noch dann offener werden oder was sagen.
00:25:03: Weil die Leute interessiert das natürlich.
00:25:04: Aber dann komme ich wieder an den Punkt und da will ich im klassischen Schauspiel so ... Die Kunst spricht für sich, ne?
00:25:10: Weil einerseits will ich mich transparent machen und auch die Leute, wie ich immer so schön sage, Sinnfluenzen.
00:25:15: Ich mach das auch, ich des auch immer gerne von meinen LieblingskünstlerInnen.
00:25:19: Ey!
00:25:19: Was geht eigentlich bei denen?
00:25:21: Wie gestalten die ihr Leben auch privat gesehen?
00:25:23: Gleichzeitig gucke ich aber dass es so... Ja, einfach ausgeglichen ist und danke fürs Feedback mit dem Strukturiert.
00:25:29: Das war wirklich eine Arbeit!
00:25:32: Glaub ich.
00:25:34: Okay jetzt könnte man ja sagen gut du machst das alles so dass du da sauber und gesund irgendwie durchsegelst und es ist fein für dich und Leute die dir folgen fühlen sich davon inspiriert angesprochen offensichtlich folgen dir gerne.
00:25:50: das ist ne bereicherung.
00:25:52: Warum ist jetzt Social Media trotzdem der einsamste Ort der Welt?
00:25:57: So eine schöne Frage.
00:25:59: Ja, weil ich mag das nicht mit dem Fake Begriff.
00:26:04: Da gehe ich ja immer so nicht in Resonanz.
00:26:06: aber ich sage immer so... Eine Situation, die man ja zeigt.
00:26:10: Social Media zeigt dir immer die Highlights und wie ich das schon vorhin angeschnitten hatte mit dem Doom-Scrolling du schaust da durch und du erlebst alle Gefühle, die diese Person auch erlebt.
00:26:19: Und das Schlimme ist nicht nur die Positiven sondern auch die Negativen.
00:26:23: Das ist von so viel mit dem Klicken gesagt, die sogenannte Clickbaits, viele machen ja bewusst traumatische oder negative Inhalte damit es hängen bleibt.
00:26:30: Ich sehe das immer unser Gehirn ist wie ein Schwamm Es nimmt alles auf.
00:26:34: Das filtert nicht immer, sondern ich nimm's auf, ich nehm's auf und ich neh' es auf.
00:26:36: Und ich glaube jeder hatte schon mal den Effekt Ich leg das Handy weg ist es total leer und einsam.
00:26:41: Normalerweise, wenn man so dumm scrollt oder am Handy hängt, isst man ja meistens alleine.
00:26:46: Dass man wirklich in dieser Welt da entsteht und man weiß am Ende gar nicht mehr wo man ist oder wie man sich fühlt Thema Identitätskrise hat man auch immer wieder mal oder ich bekomme das auch bei meinen Vollerinnen mit dass die tatsächlich das immer wieder auch spiegeln.
00:26:58: Und das Alter ist unabhängig.
00:27:00: Dass ob das jetzt die Mutter ist?
00:27:02: Ob das jetzt ein Teenie ist?
00:27:06: Also ich habe wirklich alles an Nachrichten bekommen, hey!
00:27:09: Ich mache das mit und was mich auch sehr betroffen gemacht hat.
00:27:11: Mir hat einer mal geschrieben – aber ich sage dann ja immer diesen bekannten Spruch bei einer Einsamkeitsskala von eins bis zehn bin ich bei einer elf?
00:27:18: Und mir hat dann auch einer geschrieben gut, aber ich bin bei einer zwanzig.
00:27:21: Das macht dann ja wirklich etwas mit allem und es ist natürlich immer schön sich dann auszutauschen.
00:27:25: Dann fühlt es sich gemeinsam und verbunden an Aber du siehst die Person in der Wege ja da nicht.
00:27:30: Und ich kann nicht alle meine Follower treffen, also Props vielleicht irgendwann.
00:27:33: Ich mache dann mal ein Treffen kommt alle zusammen wir connecten uns aber in der Regel ist man ja meistens am Tag alleine hat es immer so schön allein sein tut gut einsamkeit tut weh.
00:27:43: und Ja man connectet sich bis zum bestimmten Quad und die analoge Welt sieht dann doch wieder anders aus.
00:27:48: und ja ich glaube das ist so der Hauptpunkt und Du hast es vorhin so schön auch erklärt Es ist ja ein subjektives Gefühl mit der Einsamkeit auch weil Ja, man stellt sich ja trotzdem in einer gewissen Weise dar.
00:28:00: Oder man hat wirklich wieder nur so ein Puzzleteil von Leuten, wenn man digitaler Connection ist und das finde ich auch immer sehr schade.
00:28:08: Man kann schon aussagen, auch wenn natürlich viele Themen inzwischen ihren Raum gefunden haben in den sozialen Medien also unter anderem eben auch mentale Gesundheit.
00:28:18: Dennoch ist es glaube ich ein Medium wo es halt immer eher darum geht sich positiv zu präsentieren Dass man sich vergleicht und das Gefühl hat, irgendwie haben alle anderen ein besseres Leben als meins gerade.
00:28:36: Ich würde gerne noch mal etwas zur Einordnung grundsätzlich zum Thema Einsamkeit, weil wir sprechen jetzt natürlich auch bei sozialen Medien schon ganz schön viel über eine junge Generation, also über Jugendliche und junge Erwachsene.
00:28:55: Das belegen auch die Zahlen.
00:28:56: Also eine repräsentative Studie der Bertelsmann Stiftung zeigt nämlich, dass rund forty-fünf Prozent der sechzehn bis dreißigjährigen sich moderat oder stark einsam fühlen.
00:29:09: also rund zehn Prozent gelten als stark einsamm.
00:29:13: besonders betroffen sind junge Erwachsene mit niedriger Bildung ohne Erwerbstätigkeit junge Frauen und Menschen mit Migrationsgeschichte.
00:29:20: das sind nochmal so die Schwerpunkte.
00:29:23: Und eine weitere europäische Auswertung dieser Bertelsmann Stiftung zeigt außerdem, junge Erwachsene sind auch häufiger einsam als ältere Erwachsenen.
00:29:31: In Deutschland fühlen sich rund einundfünfzig Prozent der jungen Erwachsenden zumindest moderat einsam und EU-weit liegt der Wert sogar bei siebenundfünftig Prozent.
00:29:41: Dann gibt es noch die Vodafone Stiftungsstudie.
00:29:44: Generation Einsam heißt die Und die zeigt für twenty-fünfundzwanzig ähnliche Ergebnisse.
00:29:49: Knapp die Hälfte der vierzen bis zwanzigjährigen in Deutschland fühlt sich häufig oder gelegentlich einsam, Mädchen und junge Frauen berichten häufiger von Einsamkeitsgefühlen als jungen und junge Männer und außerdem nehmen Einsamkeit Erfahrung im Übergang von Schule zu Studium Ausbildung und Beruf offenbar zu.
00:30:07: Also, und das ist nochmal ganz wichtig zu sagen finde ich weil man oft Einsamkeit mit älteren Menschen assoziiert.
00:30:14: Und tatsächlich taucht es da auch viel auf aber wir richten hier gerade noch mal wirklich den Blick auf jüngere Menschen.
00:30:21: also sind wir beide obwohl ich nochmal viel älder bin als du beides Generation die ein vor Social Media kennt und ein nach So und wir haben natürlich jetzt mit einer Generation ist, mit der ersten Generation zu tun die Wirklichkeit in Social Media reingeboren wurde.
00:30:38: Und ich glaube diese Zeit vorher nicht zu kennen.
00:30:41: das ist wirklich eine große Herausforderung aus dieser aus diesem sich permanent vergleichen irgendwie rauszukommen so wie was es in deinem Blick darauf?
00:30:53: Was können Tools sein das zu bewerkstelligen und dass gerade jungen Menschen transparent zu machen und bewusst zu machen.
00:31:02: Also ich finde vor allem, also ich bin auch super dankbar und happy dass ich das noch mitbekommen habe haben diesen Luxus, ich sag bewusst auch Luxus.
00:31:11: Nicht alle jetzt gerade die Generationen, die kommt aber ich finde so Challenges immer ganz schön da war zum Beispiel so eine Challenge mal ein bewusst so analoge Sachen gemacht hat wie was ich ihm gesagt hab Sonntag kein Handy oder dass man wieder... Ach die haben so lustige Sachen gemacht ob das so CD-Player sind oder dass Man so umfreunde Bücher wieder schreibt.
00:31:29: also Ich habe das Gefühl Dass Die Tendenz Wieder Dazugeht Also Wieder Back to the Roots.
00:31:33: und Was Ich Auch Schön Finde Und Da sehe Ich mich auch So Verpflichtend Als Mental Influ... Influencer auch die andere Seite zu zeigen.
00:31:40: Es gab diesen sogenannten BTW-Trend, hast du den mitbekommen?
00:31:43: Da ging es ja vor allem darum dass zum Beispiel ein sehr schönes Bild gezeigt worden ist beispielsweise von einer Influenzaeren am Stand, die objektiv oder glücklich aussieht oder was wir als glücklich empfinden über eine glückliche und schöne und dann steht einfach nur drunter.
00:31:58: so Hier hat sich mein Freund getrennt.
00:32:00: Da war die Sichtbarkeit hinter dem Bild oder Geschichte wichtig.
00:32:06: und so was finde ich auch toll, weil man oft Bilder sieht und dann schon interpretiert.
00:32:09: also ich bin da nicht geschützt von.
00:32:11: Selbst bei Leuten, ich habe ja Influencer-Freunde oder ähnliches, wo ich denke ach die geht es doch gut und klären mich dann auch immer auf.
00:32:18: Und dann hab' ich aber ein großes Aber empfunden Weil ich mir dachte das ist doch genau das was die Leute kritisieren Ja dass es ja Fake ist.
00:32:25: Warum wird der nur das gepostet?
00:32:26: Schön dass der Trend das jetzt wieder versucht zu schiffen.
00:32:29: Auf der anderen Seite ist es dann so instrumentalisiert worden, wieder an dieses sehr große Leid zu gehen.
00:32:34: Als ich meine also wirklich hey aber da ging's mir schlecht und ja hier hab' ich ein Award gewonnen, aber da gings mir so schlecht... Ich glaube so eine gesunde Balance wäre schön!
00:32:43: Und dann auch mal zugezeigen okay?
00:32:45: Wie kann ich das nutzen?
00:32:46: Ich habe es persönlich so genutzt, dass ich ein schönes Bild gezeigt hab und gesagt, neuer BTW-Trend.
00:32:52: Hier bin ich beim Geburtstag und hier war ich wirklich glücklich mit meinen Freunden.
00:32:55: Also ich hab's genau nochmal umgedreht weil ich dachte, das ist doch das was die Leute mal kritisieren.
00:33:00: Das ist eben eine Fake Welt.
00:33:01: Dass es wieder an die andere Richtung geht.
00:33:03: Und da haben mich auch bewusst mal paar Challenges ausgelassen.
00:33:07: Weil wirklich gefühlt gibt's ja jeden Tag diese Challenges, weil ich mir dachte nee also wo stehe ich jetzt?
00:33:12: und um auch die Frage noch einmal zu beantworten einfach nicht alles mitzumachen.
00:33:16: Wenn man vergleicht, das ist eben so schön gesagt.
00:33:18: Man vergleigt nach oben und nicht nach
00:33:19: unten.".
00:33:20: Und dann zu gucken okay aber was macht mich gerade glücklich?
00:33:23: Was ist meine
00:33:23: Identität?".
00:33:24: Deswegen die Challenge ist in dem Sinne ich leg mal alles weg und wer bin ich eigentlich.
00:33:28: Bei mir ist es wirklich auch leider – da muss ich ein bisschen aufpassen – betriebswirtschaftlich gefährlich wenn ich mein Handy wegläge weil ich hatte das schon einmal so dass ich nicht ans Handy bin Und ich bin ja zu tausend Prozent frei beruflich und selbstständig tätig, selbstunständig.
00:33:43: Ich glaub die, die das auch kennen, kennen sehr gut ne?
00:33:47: Ich hab mich entschieden, vierundzwanzig Stunden zu arbeiten statt Neintufein.
00:33:50: Das ist natürlich die Schwierigkeit immer hinzukommen.
00:33:53: aber ich denke mir so okay weil ich auch ein bisschen spiritueller bin dann soll es eben nicht sein.
00:33:57: Aber ich denk immer noch die mentale Gesundheit oder auch die körperliche psychische physische auf jeder Ebene steht dann doch darüber und dass sich sagt Pause weg da.
00:34:05: was ist auch analog möglich.
00:34:06: das ist von so schön mit dem See gesagt.
00:34:08: Das sehe ich gerade im Außen.
00:34:09: Wie schmeckt der Kaffee?
00:34:11: Was sind da für Leute, dass sich den Blick nicht mehr in dieses Inner-The-Lenke und auch in dieses Leiden oder was geht alles in meinem Kopf, sondern was passiert im Außensein?
00:34:19: Und das können eben so achtsame Momente sein, die ich aber analog erlebe und nicht unbedingt auf Social Media.
00:34:25: Du hast es gerade angesprochen – die wirtschaftliche Abhängigkeit... im Bereich YouTube konnte man das irgendwie noch besser verfolgen, fand ich.
00:34:34: Da gab es wirklich also zumindest auch so in meiner Welt einige die sich mittlerweile verabschiedet haben weil sie gesagt haben Sie können diesen Druck und dem Permanenten sich neu einstellen auf den Algorithmus.
00:34:49: Nicht mehr Stand hat, nur sie wollen das in ihrem Leben nicht mehr weil es sie so bestimmt hat dass die gesagt haben wir haben jetzt wirklich im wahrsten des Wortes den Stecker gezogen und verabschieden sich aus dieser Abhängigkeit und ist ja tatsächlich so.
00:35:03: also wenn Meter entscheidet Wir ändern jetzt das Format, so oder wir verändern wieder wieder irgendeine Regel.
00:35:12: Dann stellt sich die gesamte Welt darauf ein weil so viele Menschen wie du hast es angesprochen eben auch auch wirtschaftlich davon abhängig sind.
00:35:22: Wie viel machten das mit dir?
00:35:25: Also ist natürlich klar man kann sagen hey nee ziehe ich mich mal ein bisschen raus oder ich hol mir einen Tag oder so aber ändert ja nichts Grundsätzliches an dem Thema.
00:35:34: Wie sehr verspürst du diesen Druck da permanent Regeln entsprechend zu müssen, die du nicht selber bestimmen kannst?
00:35:43: Also das hat mich tatsächlich auch während der DOKO sehr mitgenommen.
00:35:47: Weil dann wurde ich nämlich genauso gefragt wie es ist mit den Likes und Kommentaren.
00:35:51: Es macht einen bekloppt.
00:35:52: also ich ganz objektiv sagen Ist wirklich crazy Und wie du so schön gesagt hast man kann's nicht immer beeinflussen.
00:35:58: Gleichzeitig wenn man aber ein Auftraggeber hat sei es eine Agentur oder ein Kunde der meint Aber hey mach aber was Mach aber, was die Reichweite muss.
00:36:03: Ist mir egal, was du machst.
00:36:04: Die Reichweiten müssen wir zahlen
00:36:05: dafür.".
00:36:07: Irgendwann deswegen, ich glaube das war auch eine der Gründe wo ich dann zwischendurch gar nicht mehr so viel Schmier gemacht habe oder mich wirklich zurückgezogen habe.
00:36:13: Oder man sieht es auch bei meinen Fotos Kommentare und Likes ausgestellt haben weil ich mir auch dachte so nicht!
00:36:18: Ich bin kein...ein Zahlen hab' ich noch nie gemocht, ich habe das Kalkuli, das kommt dazu.
00:36:23: aber ich dachte mir so ich bin nicht nur ein Salesfluencer ja wo man nur die Reichweite kauft egal was passiert sondern immer noch einen Sinnfluencer.
00:36:30: Und da muss ich sagen dass schmerzt auch und das hat mich auch sehr geschmerzt weil natürlich auch viel mit kaputt gegangen ist.
00:36:37: Aber da auch wieder Thema mentale Gesundheit, die war mir wichtiger.
00:36:39: Und deswegen habe ich gesagt okay dann gucke ich mal mehr im Bereich Coaching oder ich gucke im Bereich sprechen oder positioniere mich woanders und nicht nur ja so zahlenabhängig zu sein weil Den Druck hatte ich dann zwischendurch auch, weil gerade im Influencer-Marketing da geht alles überzahlen.
00:36:54: Da wird vor allem Verbreichweite gezahlt und man muss immer tracken.
00:36:56: also wirklich am besten jeden Tag Story Insights, Beitrag Insights die Insights und wenn sich nur ein Prozent verschiebt, kann man wirklich Ärger bekommen.
00:37:04: wo ich mir auch so dachte okay das will ich gar nicht und einerseits liebe ich auch alle anderen Berufe ist jetzt nicht nur dass ich deswegen mehr den Fokus woanders hingelegt habe, aber weil ich auch nicht dieses Ganze bestärken will.
00:37:17: Weil ich mir denke okay es kann halt passieren was geht viral oder was nicht, aber ich möchte immer noch gebucht werden, weil ich wendeln bin so wie meine Art zu reden, meine art zu denken wie ich das Produkt auch vermarkte.
00:37:27: und es gibt auch einen Markt in sogenannten UGC-Markt wo ja ohne weichweite Werbung geschaltet wird.
00:37:32: die Leute kriegen trotz dem Geld.
00:37:34: also dass ist zum Beispiel eine neue Tür die sich für viele geöffnet hat wo ich dachte ja das ist ja auch ein schönes Modell weil egal ob es dann viral geht oder nicht die Firmen klingen Videos.
00:37:42: Und dann geht es weiter, wird natürlich jetzt auch alles durch KI und QR setzt muss man auch fairerweise dazu sagen.
00:37:47: aber da habe ich gemeint okay da geht mein Weg mehr hin.
00:37:49: wo ich jetzt sage gut die Insights sind wie sie sind heute gehts viral morgen wieder nicht aber ich möchte niemals nur wegen meinen Zahlen gebucht werden.
00:37:57: also dann ziehe ich mich und ich merke schon die Energie vom Kunden oder von der Agentur wo ich dann merke ey wir gehen wirklich auf diese Basis und gleichzeitig muss ich aber auch sagen dass sich das dann auch lange nicht hält Weil die Kampagne findet nicht statt, hab ich gesehen.
00:38:10: Oder dann sind die Leute auf die Influencer sauer, weil sie sich Sachen nicht verkauft haben.
00:38:14: Es ist so ein enormer Druck und die Leute unterschätzen das auch wirklich.
00:38:19: Von diesem Bereich will ich eigentlich kein Teil von sein.
00:38:22: Okay.
00:38:23: Ich rede da ja immer gerne von den quantitativen Zahlen und den qualitativen Zahlen, weil ich das im Rahmen meiner Arbeit auch immer wieder merke dass teilweise Personen die nur ein Zehntel der Reichweite haben aber viel enger mit ihrer Community verknüpft sind als andere die eben wie gesagt die zehnfache Anzahl an Menschen grundsätzlich erreichen.
00:38:43: Aber dafür folgen dann die Menschen aus anderen Gründen Also vielleicht einfach nur wegen der ästhetikter Bilder, aber nicht wegen der Inhalte und so weiter.
00:38:53: Bist du denn auch neben deiner beruflichen Aktivität?
00:38:57: Jetzt grad bei Insta bist du auch einfach als... Konsumentin unterwegs?
00:39:01: Mhm.
00:39:01: Immer mal wieder, also ich merke aber da hab' ich auch mir schon so ein Time-Step oder wie heißt das so einen Wecker immer gestellt dass ich eben nicht zu lange scrolle weil ich sag' wir dann nur als Ausdehne, oh du machst es jetzt beruflich und merke dann doch, dass ich wieder beim weiß ich die zehnten Katzenvideo hängen bleibe wo ich dann meine ah!
00:39:17: Du hast zwar ne Katze, aber du wirst es nicht posten, ne?
00:39:19: Da verschaukel ich mich selber so n bisschen.
00:39:21: Und ja, da bin ich tatsächlich auch als Konsument in unterwegs Aber er wisch mich wirklich immer.
00:39:25: und das Problem habe ich generell auch privat wo ich denn so weiß einen privaten Tag habe ich gespazieren, Freundinnen und Freunden auch immer.
00:39:31: und denken wir so das ist eine schöne Location.
00:39:33: Hier könnte man doch mal ein Foto machen.
00:39:35: Also es tatsächlich so automatisch bei mir wo ich mir dann auch schon gesagt okay macht das Handy in den Safe also weder Konsum noch sonstiges.
00:39:42: wenn da ein schöner Moment ist dann ist es so dann ist das in der Festplatte hier oben auf dem Kopf gespeichert aber nicht unbedingt auf dem Handy weil ich mich da immer wieder erwischt dass diesen beruflichen ...aspekt habe oder immer wieder dann so eine Brücke schlage, wo ich dachte nee das ist jetzt du gehst gerade so fast schon ins Burnout.
00:39:57: Also es ist ja nicht nur das und das ist auch das wo ich transparant mit umgehe und da eben auch mal einen Cut zu machen.
00:40:03: Verspürst Du eine Entwicklung?
00:40:05: Gibt es ein Verantwortungsbewusstsein bei Creators?
00:40:10: Mehr!
00:40:11: Immer mehr das, was du gerade gesagt hast.
00:40:13: Also dass wirklich die Leute halt schon mal was anderes sehen wollen und ... Das ist eben so schön gesagt mit Ästhetik oder Interaktion.
00:40:19: früher war ja Instagram echt so okay mein Avocado Toast letztendlich.
00:40:23: So paar Likes oder man hat ja wirklich so Ja, was man so erlebt also ohne da groß mit Bruck oder ähnliche?
00:40:27: Oder ganz früher sogar wirklich für Fotografen-Fotografinnen.
00:40:30: Genau!
00:40:30: Das ist ein
00:40:31: reines Bild Medium eigentlich.
00:40:32: Exakt,
00:40:33: so'n Fotoalbum absolut.
00:40:34: Ob ich Fotografin bin oder ... Ja also wirklich nur ob an Pflanzen oder Architektur es war wirklich nur Foto Album.
00:40:41: Und wenn man ein privates Insta hatte, weil da hatten auch alle noch privates Instagram.
00:40:45: Man hat das wirklich mit den Freunden nur geteilt.
00:40:46: Ey guck mal hier habe ich eine Biene fotografiert.
00:40:48: Oh, hier war ich mit der Tante Eis essen.
00:40:50: Dafür war es ja eigentlich auch gedacht.
00:40:51: und jetzt geht's aber immer mehr in dieses... Das ist fast schon wieder das Gegenteil.
00:40:56: Informationsflut CTA die sogenannte Call to Action.
00:40:59: Wer hat die krassesten Tipps?
00:41:00: Wo sind die besten Slides?
00:41:02: wie bin ich die Kunden?
00:41:03: Und das ist natürlich in jedem Bereich.
00:41:05: also dieses ganze nur Ich gucke Fotos ist ja fast schon tot.
00:41:07: so ist auch mein subjektives Empfinden.
00:41:10: Und ja, also es wird eher so eine Informationsplattform genutzt und wie du so schön gesagt hast die Interaktion unter den Bildern.
00:41:17: Wird immer immer wichtiger.
00:41:18: das was diskutiert wird oder was angestoßen wird?
00:41:23: Das hat sich wirklich sehr verändert.
00:41:25: Ja und weil du auch gesagt hast es gibt geradezu auch teilweise von dem Personen die dir folgen auch einen Anspruchs denken was da an dich herangetragen wird.
00:41:36: Darüber merkt man dann was du für eine Rolle spielst im Leben von Menschen, das bringt ja auch Verantwortung mit sich.
00:41:44: Also spürst du da ne Entwicklung?
00:41:46: Dass sich Creator dieser Verantwortung bewusst werden und vielleicht anfangen sich dazu Gedanken zu machen.
00:41:51: so oh wie führe ich die Menschen irgendwie auch daran dass so hey ja Ich bin nahbar Ja ich bin authentisch aber nicht dein Eigentum.
00:42:00: Und auch bei mir gibt es trotzdem immer noch ne Grenze zwischen persönlich und privat.
00:42:06: Wie wird damit umgegangen in der Szene?
00:42:09: Es kommt immer auf die Reichweite an, merke ich selber.
00:42:11: Ich habe das selber bei mir gemerkt als ich noch so unter Zehntausend hatte, dann hat man versucht jedem zu antworten, irgendwann geht das objektiv nicht mehr und ich hab auch viele jahre kennengelernt, die wirklich Millionen-Follower haben oder hunderte und zweihunderttausende, die machen schon allgemeine Pose.
00:42:25: aber natürlich kann man nicht jeden abholen Und da hab' ich ja auch mal gefragt weil mich hat es auch so interessiert, weil ich so dachte oh Gott die Reichwarte wächst.
00:42:32: Wie geht man damit um?
00:42:34: Entweder machen die einen Allgemeinen-Post dazu oder gehen punktuell ein und gehen dann punktuell auf die Sachen ein.
00:42:40: ist schon besser geworden, aber ich finde es müsste noch mehr Aufklärung da sein.
00:42:45: Und ich versuch das auch immer wieder meine Texte zu packen oder meine Slides.
00:42:49: Aber am Ende des Tages war so eine witzige Metapher mit dieser Goldfisch-Attention.
00:42:54: Man hat ja manchmal nur diese sieben Sekunden wo man dann niemanden catcht sozusagen und dann kann man natürlich nicht alle abholen oder alles erklären oder nochmal Verantwortung machen weil am Ende dieses Tages jeder hat ein subjektives Empfinden Und wenn ich ein auch festes Bild von jemandem habe, es ist auch super schwer das dann zu verändern.
00:43:12: Meine Verantwortung versuche ich immer über die mentale Gesundheitsschiene zumachen, in dem ich sage, okay, das sind allgemeine Tipps, die euch helfen könnten oder ich versuche wirklich viele so Q&A's zu beantworten weil dann kommen eben auch mehr sensiblere Fragen, die ich anonym teile und wo ich denke, da hab' ich jetzt einige mit abgeholt.
00:43:30: Das hat eine sehr positive Resonanz gehabt, wo ich sage ok, jetzt ist echt ne halbe Stunde nur Q& A haut mich voll, alles was euch beschäftigt.
00:43:38: Und wo ich auch so sage ich mal Mental Coaching oder generell nochmal helfen kann oder zumindest noch mehr Leute erreichen kann.
00:43:44: das finde ich schon ganz wichtig.
00:43:46: Ja jetzt haben wir hier schon schon mehrmals mehrmals gelernt im Rahmen des Discopsollard Podcasts dass Social Media kann Einsamkeit verstärken muss es aber nicht unbedingt.
00:43:58: also es hängt einfach immer wahnsinnig viel daran wie ich Social Media nutze Und wir hatten es ja vorhin auch mit dem parasozialen Beziehung.
00:44:08: Es ist immer die Frage, das ist eine Parallexistenz und wie sieht der restliche Bereich des Lebens aus?
00:44:15: Hast du ne Vision?
00:44:16: Wie müssten denn soziale Medien sein dass sie weniger zu einem Einsamkeitsempfinden beitragen oder vielleicht sogar dagegen wirken können.
00:44:26: Ich hatte tatsächlich, es war auch in der Doku-Zeit da war ich auch ganz traurig dass das nicht gesendet wurde weil ich hatte das auch mein Videotagebuch gefilmt und zwar gibt's ja so Eventseiten Und ich habe zum Beispiel, weil ich mich ja in Düsseldorf auch sehr einsam gefühlt hab.
00:44:38: Ich bin der Corona-Zeit von Köln nach DüsselDorf gezogen und da war es super schwer Anschluss zu finden durch die ganzen Regeln und Ähnliches.
00:44:46: Ja, ich hatte dann dazu... Es wird leider auch nicht gezeigt aber mir war so das einer meiner besten Freunde ist nach Spanien ausgewandert.
00:44:52: Deswegen, dass ich nach Düsseldorf gekommen bin, die Freundin ist nach England ausgewandert.
00:44:55: Meine Nachbar nach Spania!
00:44:56: Da war ich auch voll lost und dann hatte ich tatsächlich Instagram genutzt um eben nach Event zu schauen.
00:45:01: Ich hab auch, wer mich länger verfolgt und kennt, soziophobe Anteile.
00:45:05: Und ich dachte, oh je, Angst!
00:45:07: Dazu kommt natürlich, dass man Projektionsfläche ist... Und dann hab ich mich mal schlau gemacht und da war zum Beispiel ein Event auf einer Seite mit Malen nach Zahlen.
00:45:15: Kennst du das noch?
00:45:17: So total süß, wo ich dachte, ey, das mochtest Du doch in der Schule!
00:45:19: Dann hatte ich aber schon so Angst... Da sind wir auch schon wieder bei Perfektion und Social Media, weil ich dachte Boah was ist wenn ich da nicht gut
00:45:25: male?!
00:45:27: Also ich habe das ja generell als Thema auch schon bevor ich mit Schauspiel und Chor angefangen hab, da dachte ich Boah Du musst sehr gut sein!
00:45:32: Am besten die Beste!
00:45:33: Du darfst keine Fehler machen!
00:45:34: Das ist auch immer so mein Motor, der mir in vielen Sachen hilft, aber mich in anderen Sachen wieder sabotiert.
00:45:40: gehen, da wäre noch andere sein.
00:45:41: Das ist schon in der Grundschule gemocht, guck mal was passiert.
00:45:44: und da habe ich das wirklich digital gesehen – das Event bin aber analog hingegangen!
00:45:49: Und ja, habt super nette Mädels getroffen.
00:45:51: Also wirklich auch viele neu in Düsseldorf und tatsächlich ist es genau ein Jahr her.
00:45:57: Auch eine Freundin mittlerweile aus Finnland die nach Deutschland ausgewandert ist.
00:46:02: Da haben wir uns nicht nur da getroffen sondern danach noch mal so bei einem Pop-Up Store wo wir so Sachen beklebt haben und haben dann so als Hobby das wirklich genommen.
00:46:09: So hey was siehst du auf Social Media?
00:46:10: Was seh ich?
00:46:10: Was können wir gemeinsam
00:46:11: machen?".
00:46:12: Und dass man diese Plattform nutzt Das ist auf Social Media, aber was kann ich analog davon machen?
00:46:17: Es gibt unglaublich viele Stammtische für Künstler.
00:46:21: Was ich gemacht habe, mal nachzahlen!
00:46:24: Heute gehen wir alle picknicken oder in Düsseldorf neu in Köln und ... Das Schöne ist ja auch bei Social Media und ich glaube, das ist auch toll.
00:46:31: Thema Algorithmus.
00:46:32: Wenn du eine Sache in dem Bereich likest wird der immer mehr angezeigt.
00:46:35: Und das genau für's Negative ist positive.
00:46:37: Ich hab es in dem Sinne sehr positiv genutzt und ja macht das immer noch.
00:46:42: also wenn ich sehe weiß nicht Frankreich fest in Düsseldorf habe ich gesehen ach gehst du mal hin oder fragst paar Leute Was ich jetzt, ich mag ja total gerne Horrorfilme.
00:46:50: Ist auch sehr speziell.
00:46:51: aber dann hab' ich gesehen, da haben ein paar Leute kommentiert wo man sich wieder vernetzt hat.
00:46:55: Hab das dann wiederum im Kreis von mir geteilt und dafür ist Social Media toll!
00:46:59: Also wirklich die Brücke zu schlagen.
00:47:01: Guck mal, das ist in deiner Stadt los.
00:47:02: Vielleicht kriegst du das gar nicht mit?
00:47:03: Weil ich hätte das ohne Instakt beim Nicht-Bit bekommen.
00:47:06: und dann zu gucken wie nehme ich das Analog mit.
00:47:09: Das ist zum Vernetzen toll aber ich muss diesen Schritt schaffen in die analoge Welt.
00:47:14: Und dafür ist es toll!
00:47:16: Da muss ich sagen da hat mich das sehr glücklich gemacht und was immer wieder Leute machen... positives Feedback auch bekommen habe.
00:47:22: Hey, guck mal hier ist meine Kunstkommentierma was es deine kunst.
00:47:24: und dann mache ich dann auch bei so paar Trains mit und dann sieht man von kleineren Accounts etwas von größer und das macht echt wieder so eine schöne Gemeinschaft.
00:47:31: Ja ja ein schönes Beispiel genau wie dass wir wie das auseinandergreifen kann und ich glaube es war Hannes Winzen Krause der auch hier zu Gast war die glaube ich auch sehr dazu angeregt hat naja man man kann halt auch mit dem Algorithmus spielen Man kann auch ganz bewusst dahin wirken, so hier ich will mehr in der Richtung.
00:47:50: Wenn man es dann erst mal anschubst und ja, aber davor braucht man glaube ich auch diese Impulse und die Anregung weil das ist ja auch das Fatale dabei.
00:47:59: Man bleibt so in seinem Umfeld, in seiner Bubble und dann kommt davon immer mehr.
00:48:06: Ja vielleicht wäre das eine schöne Anregungen zu sagen.
00:48:09: irgendwie hat hier die, die in den Content kreieren.
00:48:13: So mehr Impulse setzen, guckt mal hier in der Art folgt diesen Accounts, guckt euch das an um davon mehr halt in die Timeline gespielt zu bekommen.
00:48:22: Genau
00:48:22: und da kann man ja immer oben in die Ecke klicken Interesse oder kein Interesse, aber ich hatte zum Beispiel mich auch mit was war so eine Klickwelt-Nazismus?
00:48:29: befasst.
00:48:30: Und ich habe nur noch so was bekommen und dachte, oh Gott alle Männer sind so.
00:48:33: oder Oh Gott alle Frauen sind so!
00:48:35: Man hat dann wirklich wie du das mit der Bubble so schön sagst man fängt an diese Sachen nun auch so selektiv wahrzunehmen ist ja ein psychologischer Effekt dass sich nur noch denke oh Gott die Welt ist so.
00:48:44: natürlich empfinde ich das auch so wo ich irgendwann dachte okay informiert sein ist die eine Sache aber auf der anderen Sache gibt es doch viel Fake News.
00:48:52: und wieder auf der andern Seite macht das ja auch mit einem und deswegen hab ich gedacht positive Inhalte.
00:48:56: Ich folg zum Beispiel auch manchen Channels, die nur positive Nachrichten haben.
00:49:00: Also okay, Pan das sind nicht mehr vom Aussterben bedroht.
00:49:02: Good news of the day!
00:49:03: Dass man sowas dann auch teilt.
00:49:05: oder ja das glücklichste Land... Das hatte ich gestern gelesen in Finnland wo wir wieder am Thema Finnlands sind.
00:49:09: Ja dass man wirklich auch guckt damit zu spielen, meine Kollege sehr toll gesagt.
00:49:14: Kann ich nur zustimmen und dann zu schauen okay das mache ich und es nicht.
00:49:17: Und trotzdem informiert zu bleiben weil ne?
00:49:20: Es geht ja nicht darum dass man da wieder ins Anwährextrem fällt sondern auch zu gucken kann.
00:49:24: ich informiere mich hier aber ohne dass es mich triggert und ich finde gerade heutzutage da muss man nichts hat beseitigt sein kann alles ein.
00:49:30: noch triggern ist wann?
00:49:31: damals schon die nachrichten?
00:49:32: ja ok ich will informiert sein aber ich bin sensibel.
00:49:34: was mache ich damit?
00:49:35: und da wirklich so eine gesunde Mitte zu finden finde ich ganz wichtig.
00:49:39: Kriegst du das für dich praktiziert?
00:49:41: Also du hast vorhin auch schon angesprochen, so grundsätzlich auch natürlich aus beruflichen Gründen.
00:49:44: Aber Sonntag zum Beispiel da kommt das Handy weg und jetzt einfach mit Blick auf dein eigenes Einsamkeitsempfinden wie kriegst Du das reguliert zu sagen ah das sind meine Tools dann nicht... in so einen Kreislauf reinzukommen, eine Falle zu tappsen.
00:50:02: Ich mach tatsächlich... Hat schon ein bisschen angespielt vorhin so Wecker.
00:50:05: also wirklich ich stelle mir einen Wecker wo ich merke man hat ja manchmal so'n Gedankenloop oder ähnliches Manche kennen's vielleicht aus der psychologischen Übung mit dem Gedankensessel dass sich sagt okay jetzt sitze ich mich zehn Minuten hin und lass mal alle Gedanken fließen oder schreib das mal runter Und dann ist aber auch gut nur dass ich dann sage ok jetzt hast du mal alles durchfließen lassen.
00:50:22: ich mache auch diese Klopftechnik.
00:50:24: da geht es ja auch darum so Punkte am Körper zu eklopfen und zu gucken, ich lass meine Emotionen jetzt hoch.
00:50:30: Ich lasse die Fließengefülle da um gefühlt zu werden.
00:50:33: Jetzt ist aber auch mal wieder
00:50:34: gut.".
00:50:34: Und dann gibt es Tage, die sehr gut klappen?
00:50:37: Dann natürlich auch Tage, denen nicht so gut klappten!
00:50:39: Aber da wieder einfach zu sagen okay, ich steiger mich jetzt nicht an den schlechten Tagen so rein, wo das war jetzt schlimm, sondern zu gucken heute war so und die nächsten Tage wird besser.
00:50:47: Also ich denke insgesamt kriege ich das ganz gut hin.
00:50:50: Aber hol mir dein Notfall auch Reminder und da kann ich auch jeden nur zu inspirieren... holt euch sonst Leute dazu.
00:50:56: Manchmal kann man sagen, hab ich jetzt die letzten Tage viel Negatives gesagt, gib mir doch mal ein Feedback.
00:51:01: oder dass man auch umgekehrt bei Leuten vielleicht mal fragt, wie geht's dir eigentlich?
00:51:04: Dass man immer auch da sich so bisschen die Interaktion holt oder den Spiegel und sich da ein bisschen zu regulieren weil manchmal ist man wirklich in seinem eigenen Film das gar nicht mehr merkt.
00:51:15: Ja, vielleicht könnten wir uns auch ein bisschen mehr mit denen vergleichen, die gar nicht da sind
00:51:20: Stimmt.
00:51:22: Hier, guck mal!
00:51:23: Ich kann genauso wenig posten wie
00:51:25: du.
00:51:25: Ja genau, genau.
00:51:31: Das war ein guter Einblick in deine Welt und auch die Ambivalenz, die da so drin steckt.
00:51:41: Ich fand es sehr interessant zu hören dass das natürlich nicht nur für die Nutzen eine Herausforderung ist sondern auch für die Menschen Content kreieren.
00:51:52: und vielen Dank, dass du da so ein Bewusstsein für entwickelt hast.
00:51:57: Was du da teilst und was du vermitteln möchtest?
00:52:01: Ich hoffe das es ein paar Menschen hilft.
00:52:05: Hoffe ich auch!
00:52:06: Einfach bei einem gesunden bewussten Umgang damit.
00:52:08: Das haben wir jetzt auch gelernt glaube ich.
00:52:11: Nichts ist per se einfach halt immer schlecht.
00:52:13: Es ist eine Frage der Portionierung.
00:52:18: Leute, geht auch raus.
00:52:21: So vielleicht... Was ist analog?
00:52:23: Nicht nur Bilder von der Natur sich angucken.
00:52:25: Auch mal tatsächlich rausgehen.
00:52:26: Fenster öffnen, Handy weglegen, also gucken wir, ich kenne das noch aus dem Schauspieler mit der Sense Memory Übung wie schmeckt es, wie fühlt es sich an was sehe ich so?
00:52:35: alle Sinne die wir ja so haben auch ohne Handy mal durch gehen und deswegen bin ich im Schauspult immer dankbar weil da geht's auch mal in die achtsame Momente und ich glaube dass kann jeder für sich nutzen.
00:52:46: Ich muss noch mal zurückkommen auf diese Aussage von dir, dass Social Media der einsamste Ort der Welt ist.
00:52:52: Das ist ja wirklich eine krasse Aussage und mir ist das auch so hängen geblieben.
00:52:58: Kannst du dann nochmal ein bisschen ausführen was du damit meinst?
00:53:02: Also normalerweise ist man wenn man so am Handy scrollt hier alleine.
00:53:05: Man guckt sich aber immer wieder Gruppen an.
00:53:07: oder wirklich die schönsten Momente Leute die den tollsten Urlaub ever haben Die schönsten Momenten die schönesten Gefühle um einen selber.
00:53:15: Das ist zumindest bei mir der Fall.
00:53:16: Und als ich mich ausgetauscht habe mit vielen anderen auch, sitzt man wirklich alleine da, guckt sich das Ganze an und fängt an zu vergleichen.
00:53:25: Was dann auch noch so immer fehlt, dass du nicht das große Ganze siehst?
00:53:29: Du bist ja ganz punktuell in diesem Moment.
00:53:31: Wo ich mir auch mal denke, okay, da fehlt die Verbindung.
00:53:34: Man guckt natürlich, okay wer es fehlt bei mir oder dann hast du das wieder nicht oder das man vergleicht ja immer nach oben, nicht nach unten.
00:53:42: Es fehlt halt so die Gästik um Emig, weil selbst wenn du dann mit den Leuten online interagierst.
00:53:48: Du hast ja niemanden, den du dabei siehst oder auch fühlst und das hat bei mir oder ist immer noch.
00:53:54: deswegen versuche ich das immer mehr zu regulieren oder zu gucken, ey, wenn dieses Gefühl kommt stopp es tut dir gerade nicht gut.
00:54:01: Dann immer wieder zu sagen okay es ist nicht fake aber es ist ein Moment und auch wieder da diesen Blick hinzu wichten hey wo kann ich mich gerade verbinden?
00:54:11: Weil man denkt ja immer automatisch, wenn ich das sehe und da greif' ich ein bisschen weiter zum Thema Glück.
00:54:16: Ach, wenn nicht das sind, dann bin ich glücklich!
00:54:18: Wenn nicht dass sind, da bin ich verbunden.
00:54:19: Wenn nicht das haben, bin ich nicht mehr
00:54:21: einsam.".
00:54:22: Und das macht's schwierig weil ich auch oft so gesucht habe und ich glaub', das ist auch so was ich immer wieder spiegel.
00:54:29: Wo stehe ich eigentlich im Leben?
00:54:30: Was mache ich?
00:54:31: Was macht mich als Person
00:54:32: aus?".
00:54:32: Und wenn man dann immer wieder so denkt okay, der Außenseiter oder Schwarzeschaf, man hat ja immer so die Rollen, die man sich dann selber gibt.
00:54:40: Das macht es wirklich schwer weil ich finde Social Media gibt ja heute mal was vor.
00:54:44: Welche Schublade musst du passen?
00:54:46: Das und das musst du erfüllen oder so und so musst du's aussehen, so undso musst du sein.
00:54:49: Und wenn du das da nicht ganz hast oder machst, mach' das einfach unglaublich einsam!
00:54:55: Ich find es sehr gut, dass du gesagt hast, dass es gar nicht darum geht zu sagen, das ist alles quatscht, das is alles Fake, was du da siehst aber die Bewusstmachung... Das kann schon durchaus real sein, aber es ist halt nur ein Bruchteil vom Ganzen.
00:55:07: Es ist eben nur ein kleiner Ausschnitt und vielleicht ist das wirklich auch was man konkret Menschen mitgeben kann die... mal wieder und dann nehme ich mich selber gar nicht aus, da drauf hänge und denke wow alle anderen haben ein geileres Leben als ich.
00:55:20: Ja immer wieder und das Wichtig ist auch wenn man die Möglichkeit hat zu konfrontieren.
00:55:24: Ich hatte jetzt auch einen Beispiel im privaten Kreiswitzigerweise, auch in ob das jetzt Haus rund Kind war.
00:55:29: also so ich sag mal Klischee ach du bist doch nicht einsam und die Person hat mir dann auch wieder gespiegelt.
00:55:35: doch aber wie noch mehr als du?
00:55:37: Ist ja gut Voll gleich Vorsicht, aber wie meinst du das?
00:55:39: Bitte erklär's mir doch mal.
00:55:41: Und er meinte dann nein ich hab so eine große Belastung die ich jetzt stemmen muss Die Verantwortung die auf meinen Schultern liegt.
00:55:46: Das macht mich auch einsam und das war für mich so ein Gamechanger.
00:55:49: Aber ich dachte ne ne ne wenn du das und dass hast dann bist du doch nicht mehr einsam Und das ist nicht so weil Einsamkeit einfach ein subjektives Gefühl ist Person dann vielleicht, hat mir auch von als Thema viele Freunde oder in Menschenmassen ist.
00:56:02: Oder dass ein Das erfüllt hat.
00:56:03: das bedeutet das nicht weil das subjektive Gefühl bei dieser Person auch stark ist und ich habe dann wieder ein bisschen gebohrt weil mich hat das nicht losgelassen.
00:56:10: wenn ich sage hey wie kann das denn sein?
00:56:11: Dann hast du es doch oder das und das musst du ändern.
00:56:13: und hier und er meint nein weil diese Belastung mit der bin ich ganz alleine ob das jetzt ist ein guter Vater zu sein oder ob es ist ja auch im künstlerischen aktiv ist die Kunst wenn wir Kunst kreieren.
00:56:24: also ich finde da Wenn wir die Kunst kreieren, sind wir auch im ersten Moment einsam mit uns beschäftigt und dann gehen wir in die Verbindung.
00:56:32: Und es hat mich sehr zu nachdenken gebracht und ich glaube das hilft auch und ich hoffe sehr dass es auch hier jeder der hier zuhört ist ein bisschen zum Denken bringt.
00:56:40: so hey Wenn du die Möglichkeit hast, geh ins Gespräch oder schau wirklich dahinter.
00:56:45: Weil die Geschichte ist anders.
00:56:46: Die kann auch anders sein und das bedeutet es nicht.
00:56:49: Und auch wieder den ... Ich sag mal in Schwung zu einem zurückzubringen.
00:56:53: was macht mich eigentlich?
00:56:54: Nicht einsam!
00:56:55: Oder wo gehe ich in Verbindung?
00:56:56: Was brauche ich?
00:56:58: Und ich glaube dass habe ich jetzt mit der Zeit ganz gut gelernt oder lerne das immer besser.
00:57:02: Ja
00:57:02: schön.
00:57:03: Danke.
00:57:06: Ja, es ist auch was, wo wir hier immer wieder darauf hinweisen.
00:57:10: Es ist nichts, was man von außen beurteilen kann, also eben genau sein subjektives Empfinden und das kann kein anderer Mensch beurteilten und sagen so... Nee, kann ja gar nicht sein, dass du dich einsam fühlst.
00:57:25: Weil ... Du stehst ja mit einem Leben oder hast eine Familie?
00:57:28: Oder du hast dies oder das?
00:57:30: Das funktioniert so nicht.
00:57:32: Voll und vor allem alles!
00:57:33: Ich hab wirklich was ich deswegen, weil ich auch dankbar für diese Doku und diese Erfahrung, was ich für Nachrichten bekommen habe.
00:57:38: Für Lebensmodell, also die wirklich gefühlt alle.
00:57:41: Was wir eben hatten ob da Kind ist, ob da Mann ist, Ob der Frau ist... Also wirklich alles an Berufen, an Gehaltsklassen.
00:57:47: Jeder hat dieses Gefühl gehabt plus sag' ich auch mal bewusst jeder darf auch haben, es darf einem nicht abgesprochen werden und dann individuell zu schauen wie darf ich's ändern oder ja in Verbindung damit gehen ums damit besser wird.
00:58:03: Ich nehme einen Trend wahr bei Konzerten zum Beispiel das so gefühlt weniger Handys in der Luft sind und mehr Leute halt dann irgendwie einfach so wahrnehmen möchten.
00:58:18: Wahrscheinlich ist es ja auch alles eine Frage der Entwicklung.
00:58:22: Also wenn wir das irgendwie alle mal zehn Jahre gemacht haben und uns irgendwann fragen, wieso habe ich eigentlich fünfzehn Minuten lang auf diesem Konzert gefilmt?
00:58:29: Und hab' ich mir danach nicht ein einziges Mal angeguckt, weil ich eigentlich von der Erinnerung daraus zähre und von der Emotion die ich abgespeichert hat.
00:58:41: So viel müssen wir da gar nicht filmen.
00:58:42: Gibt's auch Verbot?
00:58:43: Ich hab jetzt auch mal einen Konzert verschenkt, so ein Candleight-Konzert und da war wirklich auch Handy verbot.
00:58:49: Da war so okay.
00:58:49: beim letzten Lied dürft ihr das Handy benutzen und filmen aber sonst bitten wir euch das einfach an die Seite zu legen.
00:58:55: Fand ich gut!
00:58:56: Ja Jack White von den White Stripes macht es schon lange.
00:58:59: Das kategorisch dürfen Handys gar nicht benutzt werden.
00:59:02: Wir müssen am Eingang abgegeben werden.
00:59:05: Einige führen das auch rein.
00:59:06: Mit so einem Zwang weiß ich nicht, es wäre schön wenn wir einfach alle...
00:59:10: Genau!
00:59:10: Das ist von uns Aussage okay vielleicht nicht das Lied weil da war natürlich so gezogen.
00:59:14: das Letzte wo ich gedacht hätte auch kurz ach ich hatte aber gegen das erste genommen.
00:59:17: Aber dass man sagt jemand entscheidet sich selber und ja wie du schon gesagt hast nicht zwingen sondern freiwilliger Verzicht ist glaube ich eher die Richtung
00:59:25: Was er denn als Kompensation macht.
00:59:27: Er hat eigene Teams da die einfach gute Aufnahmen machen Und stellt es danach halt eben bereit und sagt irgendwie hier das könnt ihr hat alle euch runterladen und benutzen.
00:59:37: Kann man es doch teilen mit Freunden und Familie?
00:59:38: Und
00:59:38: dann kann man es auch noch teilen, genau.
00:59:42: Ich glaube zu wissen dass du Musik affin bist.
00:59:46: Ja das stimmt!
00:59:47: Wir haben eine Spotify Playlist die Kopfsalat Songs Playlist.
00:59:52: magst Du uns ein Song auf diese Playlist packen der Dir aus bedeutet?
00:59:56: Oh ja ohja Das ist tatsächlich auch mein Trailer-Song und zwar von Attack Attack mit einem Ausrufezeichen am Ende, Chainless.
01:00:09: Und was hat's mit dem Song auf sich?
01:00:11: Oh Gott, da könnte ich jetzt hundert Jahre reden.
01:00:14: Ich mach es kurz!
01:00:15: Tech Attack ist noch eine Band aus meiner Eugen.
01:00:17: Ich glaub die gibt's seit ... ... wenn nicht Lüge.
01:00:19: Auf jeden Fall hat sie ewig von meiner Emo-Zeit.
01:00:22: Die haben mich so begleitet.
01:00:23: und vor allem das letzte Album August... ... also spiegelt einfach alles wieder, was ich so erlebt habe.
01:00:28: und der Song.
01:00:30: Da geht es darum dass man ja wie der Name schon sagt Ketten los ist.
01:00:33: Also wirklich in die Unabhängigkeit geht und die Ketten einfach löst Und ja, einfach in die freiheiten Unabhängigkeit geht.
01:00:41: So ein Tipp interpretiere ich das für mich und ich habe das als Trailer-Song für meinen Channel genommen.
01:00:46: Ja, und das ist eine große Inspiration auch jetzt für das Album was ich produzieren werde.
01:00:51: Und da bin ich schon ganz aufgeweckt.
01:00:52: Ey Musik machst du auch noch?
01:00:56: Was mit Architektur?
01:00:58: Das ist eigentlich ein guter Idee.
01:00:59: also IT-Architekturt und Immobilien wollte ich mir auch mal wieder angucken.
01:01:02: Ich bin halt typischer Zwilling wie es manchmal auch ein bisschen langweilig.
01:01:05: Du
01:01:05: hast noch viel Zeit.
01:01:07: Absolut!
01:01:09: Ich packe auch noch einen Song drauf.
01:01:11: Also eigentlich zum Thema und Vergleichen.
01:01:13: und so ehrlich gesagt der Kitschkrieg und Blumengarten.
01:01:18: Du bist gut genug, natürlich halt prädestiniert.
01:01:22: Vielleicht packen wir den einfach drauf ohne ihn weiter zu erwähnen.
01:01:26: Alle haben Orbom jetzt?
01:01:27: Ja
01:01:27: genau!
01:01:28: Den kriegt man echt schwer wieder aus dem Kopf.
01:01:30: Ich habe gerade wieder auch passend zum Wetter.
01:01:32: Es ist einfach wahnsinnig warme Moment die Sonne scheint... Die Musikrichtung Rocksteady wieder entdeckt ist eine Musikrichtungen, die Ende der Sechzigerjahre auf Jamaika sehr groß war und eigentlich so der Übergang vom bisschen hektischeren Skat zum noch ruhigerem Reggae war.
01:01:50: Und da habe ich ein Song rausgesucht, der heißt tatsächlich auch Rocksteedy von Erdn Alice in the Flames und das bringt mich gerade in so eine wunderbare Sommeratmosphäre.
01:02:01: Wie schön!
01:02:02: Hör ich gleich auf der Heimreise?
01:02:03: Hör' ich mir schon mal aus.
01:02:06: Wendelin, vielen Dank, dass du hier bei uns warst.
01:02:09: Danke auch!
01:02:10: Vielen Dank für die Einladung hat sehr viel Spaß gemacht.
01:02:12: Das
01:02:12: freut mich und uns bleibt eigentlich nur noch eines zu sagen... Tschüss!
01:02:19: Wenn ihr euch nicht sicher seid ob ihr selbst unter einer Depression leidet oder Freunde verwandte und bekannte dann geht zur Hausärztin oder zum Hausarzt.
01:02:28: Infos zu weiteren Anlaufstellen und Krisenberatungen findet ihr auf der Homepage von Freunde fürs Leben, auf frnd.de.
01:02:36: Dort könnt ihr den Verein und damit auch diesem Podcast mit Spenden unterstützen.
01:02:40: Diese Folge ist Teil unserer Sonderedition Einsamkeit.
01:02:44: Diese Staffel wird durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.
01:02:51: Kopfsalat gibt's überall, wo es Podcasts gibt.
01:02:54: Und auf der Homepage von Freunde fürs Leben unter frnd.de slash podcast.
01:02:59: Was glaubt ihr denn, was ihr seid?
01:03:01: Verdammt noch mal!
01:03:02: Verrückt oder
01:03:02: sowas?!
01:03:03: Ihr seid es
01:03:08: nicht!
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