Dr. Jakob Florack: Macht Social Media junge Menschen einsam?
Shownotes
Für viele Menschen ist das Smartphone nicht einfach nur ein Bildschirm. Social Media ist Treffpunkt, Rückzugsort, Unterhaltung und manchmal auch der schnellste Weg, unangenehmen Gefühlen für einen Moment zu entkommen. Doch was passiert, wenn der digitale Raum immer mehr Platz einnimmt, vielleicht sogar mehr, als man selbst eigentlich möchte?
In dieser Folge von „Kopfsalat“ spricht Sven Haeusler mit Dr. Jakob Florack, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, darüber, wie Social Media das Erleben von Einsamkeit gerade bei jungen Menschen beeinflussen kann. Dabei geht es weniger um die reine Bildschirmzeit, sondern vielmehr um die Frage, was Kinder und Jugendliche online tun und welche Bedürfnisse ihre Nutzung erfüllt.
Dr. Jakob Florack erklärt, warum aktive und passive Nutzung einen Unterschied machen können, wie aus Einsamkeit und digitaler Ablenkung ein Kreislauf entstehen kann und weshalb analoge Alternativen überhaupt verfügbar und erreichbar sein müssen. Außerdem geht es um die Verantwortung von Eltern, Politik und Plattformen. Warum echtes Interesse an der digitalen Lebenswelt Jugendlicher manchmal hilfreicher sein kann, als die nächste Diskussion über Bildschirmzeit – all das erfahrt ihr in diesem Gespräch.
Diese Folge ist Teil unserer Sonderedition Einsamkeit. Die Staffel wird durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) gefördert. Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung des BMBFSFJ dar. Die Verantwortung für den Inhalt der Veröffentlichung liegt bei den Autor*innen.
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Kompetenznetz Einsamkeit (KNE): https://kompetenznetz-einsamkeit.de Moderation und Redaktion: Sven Haeusler - http://www.svenson-suite.de/cms/ Audio Editor: Julius Hofstädter Musik und Jingle: Bela Brauckmann - https://www.belabrauckmann.com/ Produktion und Redaktion: Diana Doko, Vera Colditz und Jasmin Hollatz von Freunde fürs Leben e.V. – https://www.frnd.de/ Idee: Sonja Koppitz - https://www.sonjakoppitz.de/ Foto: Benno Kraehahn - https://kraehahn.com/portfolio.html Coverdesign: Stefanie Butscheidt - http://www.grafische-requisite.de/kontakt/
Transkript anzeigen
00:00:00: Ich kenne ganz viele Eltern-Kind-Konstellationen, wo wahnsinnig viel darüber gesprochen wird und diskutiert wird.
00:00:05: Wieviel Medien genutzt werden?
00:00:07: Und ganz wenig darüber gesprochen wird.
00:00:09: a.)
00:00:10: was überhaupt genutzen wird!
00:00:11: B.)
00:00:11: Was denn die Funktion des Ganzen
00:00:13: ist?!
00:00:13: Ich glaube wenn ich bei meinem eigenen Kind ... das ist ja nichts anderes als das was ich dann therapeutisch mache.
00:00:18: Gut jetzt habe ich das therapeutisch gelernt aber auch als Elternteil.
00:00:21: wenn ich verstehe warum mein Kind so gerne und so viel digitale Medien kann ich ja auch die Problemassociation viel besser einschätzen und aber auch viel besser Hilfestellung geben.
00:00:31: Wenn es wirklich ist, ich fühle mich einsam und fühle sich sozialen Beziehungen in der echten Welt oder einer nicht virtuellen Welt nicht gewachsen dann kann man mit meinem jugendlichen Kind überlegen wie könntest du dich dem eher gewachsen fühlen?
00:00:44: Was hält ich davon ab?
00:00:45: vielleicht das ist eine psychische Erkrankung ist in einer sozialen Angststörung.
00:00:49: Vielleicht ist es aber auch was total banales dass der Jugendliche das Gefühl hat immer wenn Wenn er in Stottern kommt, dann gucken die anderen ihn komisch an oder so.
00:01:09: Ich dachte ich variier mal die Begrüßung ein bisschen.
00:01:13: herzlich willkommen mein Name ist Sven Häusler und schreibt ihr doch Mal In Die Kommentare Wie Ihr So heißt.
00:01:20: Das ist wahrscheinlich der billigste Versuch, Engagement zu erzeugen und die Reichweite zu vergrößern.
00:01:25: Womit wir gleich beim Thema sind – die Mechaniken und Herausforderungen von Social Media.
00:01:32: Dies hier ist nämlich die zweite Folge zum Thema Einsamkeit und Social Media.
00:01:37: Wir gehen der Frage nach inwiefern die Nutzung von Social media ein Einsamkeitsempfinden verstärken oder eventuell sogar erst hervorrufen kann Andersrum, ob Einsamkeit die Nutzung von Social Media verändert.
00:01:52: Wenn ihr ein paar Zahlen und Fakten- und Studienergebnisse zum Thema Einsamheit hören möchtet, empfehle ich euch auch, die vorhergehende Folge mit Wendelin mal zu hören, weil wir werden jetzt nicht in jeder Folge immer die gleichen Informationen noch einmal rausholen, sonst wird es euch ja auch ein bisschen langweilig!
00:02:07: Jetzt zu unserem heutigen Gast.
00:02:10: Er lebt als Facharzt für Kinder & Jugendpsychiatrie und Psychotherapie in seiner Heimatstadt Berlin.
00:02:17: Zwischen Jahrzehnte und Siebzehn arbeitete er als Assistenzarzt in der Kinder- und Jugendpsychiatrie des Vivantes Klinikums in Friedrichshain.
00:02:25: Zwischendurch war er in der Klinika für Psychiotherapie und Psychosomatik des Vivantis Auguste Victoria Klinikum tätig, von siebzehnt bis dreinzwanzig arbeiterte er als Oberarzt dann wieder im Vivantesklinikum in Friedlichshain.
00:02:40: So, jetzt wisst ihr schon eine ganze Menge.
00:02:42: Seine fachlichen Schwerpunkte sind die Behandlung von Videospiel und Internetabhängigkeit, Verhaltenstherapie, Dialektisch-Bihaviolole Therapie für Adolescente, kurz DBTA – klingt auch ein bisschen nach digitalem Fernsehempfang sowie Entwicklungspsychologische Beratung und Therapie.
00:03:02: Ein Ratgeber zu dem Thema hatte er veröffentlicht gemeinsam mit Daniel Illi.
00:03:06: Er bildet Psychotherapeutinnen aus, hält Fachvorträge zur Medienabhängigkeit und beteiligt sich an der Entwicklung neuer Behandlungsmethoden.
00:03:15: Er ist unter anderem Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie des Fachverbands Medienabhängigkeit und der deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie.
00:03:27: Außerdem gehört er dem Fachbeirat der vom Bundesfamilienministerium geförderten Medieninitiative Schau hinan Und seit Jahrzehnten leitet er als Chefarzt die Kinder an Jugendpsychiatrie der Josefkliniken Berlin.
00:03:43: Wir hätten es ehrlich gesagt auch viel kürzer machen können, super Typ!
00:03:47: Herzlich willkommen Dr.
00:03:48: Jakob Florak.
00:03:50: Ja, vielen Dank für die Einleitung und für die Begrüßung.
00:03:52: Ich musste gar selbst ein bisschen schmunzeln!
00:03:55: Das klang fast so als würde man quasi jemanden präsentieren wie er sich online präsendieren wollen würde nämlich möglichst nur mit den positiven Dingen, mit den Errungenschaften, mit dem Erfolgen, die im Leben gelungen sind.
00:04:08: aber es gibt auch viele Misserfolge.
00:04:10: Es ist schön dass du darauf hinweist das auch die dann dazu gehören seinen Weg zu machen.
00:04:18: ich Ich freue mich ja immer, wenn wir klarstellen können.
00:04:22: Da haben wir jetzt hier irgendwie auch Kompetenz am Tisch zu sitzen.
00:04:26: Wir haben nicht wieder irgendjemand von der Straße aufgegangen.
00:04:31: Jakob zur Einordnung oder zur Transparenz?
00:04:34: Wir hatten schon mal miteinander zu tun und haben nämlich schon einmal eine Folge unseres YouTube-Formats laut gedacht über dich, deine Arbeit und die Klinik veröffentlicht.
00:04:44: Und da haben wir uns kennengelernt!
00:04:47: Wir haben dich schätzen gelernt und deswegen sind wir sehr glücklich darüber dass du heute wieder bereit bist hier für uns zur Verfügung zu stehen.
00:04:55: vielen Dank dafür.
00:04:57: Ich habe das auch in sehr guter Erinnerung und bedanke mich hier wieder mit euch sprechen zu dürfen und Teil meiner Arbeit präsentieren zu dürfen.
00:05:03: Ja toll Als Einstieg hast du uns ein Highlight mitgebracht.
00:05:07: Hast du ein Erlebnis in den letzten Tagen gehabt, was dir in Erinnerung geblieben ist?
00:05:11: Wo du sagst so ach das hat mich ein bisschen begleitet oder hat mich getragen?
00:05:19: Oh Gott die Jugendlichen würden sich jetzt wahrscheinlich sagen dass es cringe.
00:05:23: ich habe gerade überlegt mache ich jetzt ein fachliches highlight raus?
00:05:25: nicht mach wirklich ein persönliches highlight raus.
00:05:28: Ich gebe mit den Jugendlichen, die ich behandle in den Ferien.
00:05:31: In Berlin sind gerade Sommerferien.
00:05:33: Gehe ich immer mal wieder in eine Boulder- und Kletterhalle.
00:05:37: Und gestern war ich dort – und dann mache ich immer selbst wenn sie dann weg sind noch ein bisschen Training und Klettern dort– und habe dann Sean Robertou getroffen der wahrscheinlich den wenigsten etwas sagt ist aber einer der weltweit erfolgreichsten Boulderer.
00:05:50: Dann war ich so richtig Starstruck was mich fast ... bisschen erstaunt hat, weil mittlerweile in der Funktion, die ich hab, spreche ich manchmal mit der Politik.
00:05:58: Manchmal sprech' ich vor sehr vielen Menschen online oder auch in irgendwelchen Sälen und so weiter.
00:06:02: Und da bin ich gar nicht mehr so doll aufgeregt, aber als ich dann plötzlich diesen ... Ich weiß gar nicht wie alt ist der fast dreißigjährigen Boulderer getroffen habe?
00:06:10: Die dann ansprachbar wäre im gleichen Bereich geboldert sind, war ich ganz aufgereght!
00:06:14: Das waren irgendwie eine Überraschung und Highlight für mich.
00:06:17: Wie schön!
00:06:18: Darf man ja auch mal sagen, dass das eine Freude ist.
00:06:21: Leute die man aus der Ferne gut
00:06:23: findet,
00:06:24: die dann auch mal ein echt zu sehen?
00:06:26: Vielleicht hat es sogar ein bisschen Bezug, weil ich diese Person tatsächlich schon kannte in gewisser Weise und das kann er auf unser Thema hinleiten nämlich, dass der natürlich auch aktiv ist nicht so sehr bei Social Media aber vor allem viele Videos von ihm mit ihm veröffentlicht ... werden, wo er irgendwo in den Bergen die schwersten Boulder-Routen, die es weltweit so zur Verfügung gibt klettern und klettert.
00:06:50: Und er dann erzählt und übernacht denkt wie man das machen kann wir mit Misserfolgserlebnisse umgehen sodass ich die Situation hatte dass ich denen gewisserweise schon kannte eher mich natürlich nicht und dass das wahrscheinlich auch Einfluss hat auf die Art und Weise wie ich denn ihn dann angesprochen habe und mit ihm ins Gespräch kam.
00:07:07: brandneuen Wissenpunkten, dass ich mir angeeignet habe im Zusammenhang mit der Vorbereitung zu den beiden Folgen hier.
00:07:13: Ihr habt quasi eine parasoziale Beziehung.
00:07:16: da kommen wir vielleicht später nochmal drauf können.
00:07:18: Kannst du dir noch mal erläutern?
00:07:21: Ich hab auch ein kleines Highlight mitgebracht.
00:07:24: Mein Highlight ist Tanzende Menschen auf Instagram und ich bin eigentlich wirklich was sozialem Medien angeht eher skeptisch.
00:07:31: so mein Gesamtbild ist eher das es nicht immer das Beste an uns Menschen hervorbringt.
00:07:38: Aber in dem Falle mache ich immer wieder, erlebe ich es dass ich das auf Instagram sehe und mich das wirklich berührt wirklich sehr rührt und anrührt.
00:07:51: Und ich meine Menschen, die wirklich professionell tanzen das aber nicht zwangsweise im professionellen Umfeld also die denn teilweise halt irgendwo in ihrem Badezimmer sich selber filmen und so großartig tanzen.
00:08:05: und da hatte ich gerade die Vanessa Power Kujavjak.
00:08:09: Ich glaube aus Polen ist sie eine junge Frau Die hat eben dieses Street Dance Artige Also halt Locking, Crumping, Wacking.
00:08:20: Was es alles gibt all diese Bezeichnungen irgendwie vereinen und das wirklich so großartig macht und ist eine beeindruckende Körperbeherrschung also wie das funktioniert einzelne Körperteile so unabhängig voneinander einzusetzen hohes musikalisches Verständnis, also wie sie Elemente in der Musik in Bewegung transformiert.
00:08:42: Es ist wirklich so schön zu sehen!
00:08:45: Ich kann es nur jedem empfehlen als kleine Aufrüstung zwischendurch mal.
00:08:49: Ja, deine Begeisterung, die damit einhergeht ist vielleicht der Einerspekt, der uns hoffentlich durch unser Gespräch begleitet.
00:08:55: Und aus meiner Sicht wäre das dann eine gewisse Dialektik, dass es uns begeistern kann und ähnliche Erlebnisse habe ich auch schon gemacht wenn ich Leute singen höre, die plötzlich eigentlich an dieser Stelle gar nicht vorgesehen sind, dass sie singen und damit die Leute mitreißen.
00:09:11: geschehen.
00:09:11: Ja, wirklich interessante Dinge auf Social Media die uns begeistern können und gleichzeitig gibt es aber auch Aspekte davon die uns schädigen können, die uns einsam machen können, Die Einsamkeit verstärken können.
00:09:23: ich hoffe dass wir zu beiden heute sprechen.
00:09:25: ja vielleicht nochmal genau diesen Schritt zurück.
00:09:28: wie bist du denn zu deinem beruf gekommen?
00:09:30: was hat dich an dem themenbereich so fasziniert das du dich dahin entwickelt hast?
00:09:36: kannst du das kurz umreißen?
00:09:37: Ich glaube ich habe festgestellt Das ist, was ich wohl am besten kann.
00:09:43: Eigentlich wollte ich mal Mediziner werden, Medizin studieren nachdem meine Mutter sich das Handgelenk gebrochen hatte und ich sie ins Krankenhaus bringen musste in Martin Lutherkrank aus Berlin Eigentlich, die Idee hatte nach Maastricht zu gehen um European Studies zu studieren und möglichst viel über die europäische Welt zu lernen.
00:10:03: Dann festgestellt habe, nee das ist was mich auch reizen könnte Menschen Hilfe zur Verfügung zu stellen auf die Art und Weise in wirklich Notsituationen.
00:10:11: Und dann hab ich während des Studiums und eng angrenzend an Studium gemerkt dass aber diese Medizin Die körperversorgende medizin wie sie heute funktioniert mir gar nicht das bietet.
00:10:22: also Ich bin immer sehr skeptisch, wenn Menschen von Altruismus sprechen.
00:10:28: Wenn man psychologisch drauf guckt hat auch was mit Egoismus zu tun ist nämlich eine Erfüllung von psychischen Bedürfnissen dann einfach nur auf ne andere Art und Weise.
00:10:37: weil ich natürlich, wenn ich mir altruistisch handle, bewundern mich Menschen unter Umständen und dann habe ich irgendwann gemerkt dass ich am liebsten in den Beruf in Beziehungen gehe.
00:10:49: Teil der Medizin, in dem man am besten im Beziehung gehen kann ist ja die Psychiatrie und Kinder- und Jugendpsychiatrie.
00:10:54: Ich bin sehr froh, dass es mich dorthin getrieben hat.
00:10:56: Und dann daran anknüpfend war sie eben so, das ich festgestellt habe, wieso ist denn eigentlich so, dass die digitale Welt so eine hohe Relevanz hat für Kinder und Jugendliche?
00:11:08: Und wie die aber in der Kinder-und-Jungen-Psychiatrie überhaupt nicht beachten?
00:11:11: damals, als ich angefangen habe auf den Station zu arbeiten.
00:11:13: Gab es das einfach nicht als Thema?
00:11:15: Weil diejenigen, die behandelt haben meistens selbst wenig Erfahrung hatten mit digitalen Medien und alles womit wir keine Erfahrungen haben beschäftigen wir uns nicht so gerne.
00:11:24: Und so war dann für mich der Schritt dahin zu sagen, Intensiv und explizit diesem Thema wird man digitaler Mediennutzung von Kindern jugendlich.
00:11:32: Ja, okay.
00:11:33: Und das ist ja auch in Sicht.
00:11:35: dann nochmal eine rasante Entwicklung.
00:11:37: also wir haben gehört hat dass du dich viel mit Internet sucht beschäftigst.
00:11:41: Social Media hatte noch mal seine ganze eigenen und speziellen Faktoren.
00:11:45: Wie hält man sich denn da auf dem laufenden,
00:11:48: d.h.,
00:11:48: dass man liestregelmäßig Fachliteraturstudien
00:11:50: usw.?
00:11:51: Oder wie bildet man sich fort?
00:11:53: Ich glaube die ehrliche Antwort lautet so gut es geht.
00:11:56: also weil ich ja als Kinder- und Jugendpsychiatra auch andere Aufgaben habe als nur die Behandlung von Störungsbildern, die mit digitalen Medien in Verbindung stehen.
00:12:04: Und man kann heutzutage... kürzlich mit einem Professor aus Berlin, aus einer anderen Klinik dazu Kontakt gehabt und auch eine Veranstaltung vorbereitet.
00:12:13: Es ist unmöglich alle Studien aus erster Hand zu kennen zitieren zu können in ihrer Qualität zu bewerten.
00:12:20: das heißt was die große Herausforderung ist es ausreichend Überblick zu haben dass man keinen Quatsch erzählt und dass man auch kein quatsch macht indem man Dinge tut die fachlich nicht begründet sind.
00:12:31: und gleichzeitig ist aber utopisch und so den Utopien im Selbstbild kommen wir vielleicht heute auch noch mehr bisschen alles auf dem Schirm zu haben und als Expert in den Tumen zu bezeichnen, dass man jede Studie zitieren kann und anwenden kann.
00:12:46: Das halte ich für nicht realistisch.
00:12:47: aber wie du schon sagst... guckt mir die wichtigen Sachen an.
00:12:51: Ich habe vorgespricht einer Kollegin gesagt, dass ich es für ein winktes Schicksals halte, das heute die Jim Plus-Studie veröffentlicht worden ist.
00:13:00: Ich hab heute die Pressemitteilung dazu bekommen und habe sie dann auch gerade gescreened und gelesen und gedacht, ach cool!
00:13:06: Das ist super als Vorbereitung für dieses Gespräch weil da nämlich ganz viel drin steht von dem ich es im Vorfeld für beobachtbar am Einzelfall gehalten hat und das jetzt aber eben auch eine repräsentativen Umfrage dann so ein bisschen noch mehr wissenschaftliches Fundament erhalten hat durch die Veröffentlichung der Studie.
00:13:25: Ja super, da musst du unbedingt gleich von berichten und auch das stelle ich mir herausfordernd vor weil bei allem was neue Phänomene sind muss ich ja denn auch immer erst über den Zeitverlauf zeigen... Was ist wirklich verlässlich?
00:13:40: Also welche Daten, die man erhebt sind haben dann auch Bestand.
00:13:43: Alles was neu ist gibt es ja erst mal.
00:13:45: so Ja könnte so sein könnte aber auch anders sein muss denn erstmal durch weitere Studien belegt werden und so weiter.
00:13:51: also ich habe ja auch durch die Gespräche hier in diesem Podcast über die vielen Gespräche gelernt dass das nichts per se schlecht oder gut ist.
00:14:00: so ist es auch mit Social Media.
00:14:03: Aber wenn wir da jetzt irgendwie mal anfangen hinzuschauen, wie identifiziere ich denn eigentlich bei dem Nutzungsverhalten von Social Media.
00:14:12: was ist okay?
00:14:13: Was ist nicht ok?
00:14:14: also wo verlaufen den Grenzen?
00:14:16: oder was sind Indikatoren?
00:14:19: oder so wo ich für mich oder bei anderen feststellen kann.
00:14:22: Das ist jetzt irgendwie alles vielleicht nicht mehr ganz so gesund.
00:14:28: würde behaupten, dass es wahnsinnig schwierig ist das bei anderen festzustellen.
00:14:32: Ich glaube, es ist vor allem relevant was ich beim Erselbst feststelle und das macht vor allem wenn wir jetzt über Kinder und Jugendliche sprechen das Problem, dass sich dazu eine gewisse Introspektionsfähigkeit also die Fähigkeiten nach innen zu blicken nicht rein erstmal brauche um das tun zu können.
00:14:47: Denn die Auswirkungen von Social-Media-Nutzung, die negativen Auswirkung kommen vor allem im Erleben zur Geltung.
00:14:55: Also in dem wie ich mich fühle, in Bezug auf mich selbst und in Bezug auf die Gesellschaft Und gar nicht so sehr an meinem Verhalten und daher verhalten das jenige ist was ich nach Außentrag ist es schwer das von außen zu beobachten.
00:15:05: Ich glaube Die Auswirkungs die wir dann sehen Von außen da sind schon oft erhebliche Auswirkten eingetreten und dann sind wir nah dran Entstehungen von psychischen Erkrankungen.
00:15:16: Manchmal kann man beobachten, dass jemand depressiv wird unter Mit-Einfluss.
00:15:21: Ich glaube so kann man es fachlich richtig sagen von der erheblichen Nutzung von Social Media.
00:15:27: und wenn du jetzt fragst wo sollten wir aufpassen dann hat bei den meisten Menschen gar nicht primär was damit zu tun wie viel Zeit sie damit verbringen, auch nicht wie sehr sie darin engagiert sind sondern vor allem damit zu tun auf welche Art und Weise sie die nutzen.
00:15:43: Und jetzt habe ich ja eben schon gespoilert dieses Studie, die von mir wahrgenommene Dinge jetzt auf einer quantifizierbaren Ebene beschreibt Also ein Ergebnis dieser Gym Plus Studie, dass sich passive und aktive Mediennutzung erheblich unterscheiden.
00:16:01: Das heißt wenn ich aktiv mich mit dem Medienbeschäftige zum Beispiel mit Freunden schreibe auch aktiv meinen Social Media Profil gestalte ist das im Durchschnitt.
00:16:12: Das gilt nicht für alle Menschen aber am durchschnitt wohl weniger problematisch als eine sehr passive Nutzung deshalb problematischen Dinge von Social Media beschreibe, versuche ich den Begriff Social zumindest in Klammern zu setzen.
00:16:28: Denn diejenigen bei denen ich das aus deren Beschreibung kenne, die sagen nicht ja... Also es macht mich so fertig dass ich da die ganze Zeit meinen Freunden antworten muss und da komme ich nicht mehr raus.
00:16:39: sondern das wo die meisten Menschen nicht mehr herauskommen und sich dann damit auch unzufrieden fühlen ist eine sehr passive Nutzung wo man von Video zu Video guckt Und hinterher denkt, oh jetzt habe ich Zeit verschwendet.
00:16:53: Ich hab schlechte Laune.
00:16:54: Ich fühle mich damit nicht
00:16:55: gut.".
00:16:56: Okay also das heißt die Differenzierung von aktiver und passiver Nutzung ist dann konsumiere ich nur?
00:17:02: Nämlich nur auf oder interagiere ich auch?
00:17:05: Oder wie ist das?
00:17:06: Also es heißt kommentiere oder Sende auch selber in Form von eigenen Beiträgen.
00:17:14: Genau, so ist es wie die Jugendlichen das berichten.
00:17:17: und vielleicht noch ein kleiner Aspekt aus der Studie.
00:17:20: Es wurden unterschiedliche Applikationen also unterschiedliche Apps.
00:17:24: da wurde gefragt ob das welche sind die einem gut tun.
00:17:29: Die App, die mit dem geringsten Resonanz einhergehen, dass sie einem gut tut war TikTok.
00:17:35: Und die App, wo am meisten Menschen unter den Befragten für zum bis Siebzehnjährigen gesagt haben, sie verbringen damit einen bis drei oder mehr als drei Stunden pro Tag, war TikTok also.
00:17:46: da korreliert dann doch irgendwie die Zeit und ich würde es aber übersetzen in das TikTok, die ausgefeilste Art und Weise hat unsere Aufmerksamkeit zu binden durch die Inhalte, die es zur Verfügung stellt das es dort am wahrscheinlichsten ist, dass wir das sogenannte Doomscrolling verwenden.
00:18:03: Also den Begriff auf dem bestimmt auch gestoßener, also bis zur Verdammnis wenn man's wörtlich übersetzen würde durch scrollen dieser Videos und das ist etwas wo man kann das aus eigener Anschauung sagen, also endengleich eins in der Studie mit einer Person sagen.
00:18:19: ja mich macht das total unzufrieden wenn ich so mehrere kurze Videos am Stück schaue, habe ich genau dieses Erleben von jetzt hab' ich gerade Zeit verschwendet.
00:18:27: wenn nicht dann irgendwann damit fertig bin.
00:18:29: und jetzt haben wir gesagt wir wollen dialektisch bleiben.
00:18:31: Es hat aber auch eine Funktion und eine wichtige psychische Funktion Und die heißt in aller Regel Ich möchte mich kann mich grad möchte mich nicht mit Dingen beschäftigen Die grade anders stattfinden also zum Beispiel mit Problemen die mich gedanklich beschäftigen Auch emotional beschäftigen Und das macht zu großen Schwierigkeiten, weil daraus natürlich dann auch ein Teufelskreis entstehen kann.
00:18:55: Es macht auch erklärbar warum in einer Zeit, in der wir immer mehr Schwierigkeiten als Gesellschaft entwickeln, unser Leben und die Gesellschaft zu gestalten.
00:19:07: Warum dann auch die Social Media Nutzung anwächst?
00:19:10: Weil es einfach eine wichtige kompensatorische Funktion hat wiederum für das Individuum.
00:19:15: Ich finde da etwas, was ich in der Analogenwelt nicht finde.
00:19:19: Oder ich kompensiere etwas im digitalen Raum, was mir im analogen Raum fehlt?
00:19:27: Ja oder das wäre ja quasi dieser... Blick von da fehlt etwas.
00:19:35: Es kann auch sein, mir ist etwas zu viel im Analogenleben und ich kann damit nicht umgehen.
00:19:40: Und wenn dieses Zuviel weggemacht werden soll ... Also einen psychologischen Sinne weggemachten, ich will mich damit nicht beschäftigen, dann kann es die Funktionen der Social Media sein, das aus den Gedanken und aus den Gefühlen zu vertreiben?
00:19:55: Okay,
00:19:55: verstehe.
00:19:56: Lass uns doch da noch mal so ein bisschen bleiben, weil du hast ja von beschrieben irgendwie es gibt einmal das... Also wenn einen Umfeld, einem ungesundenen Nutzungsverhalten identifizieren kann dann ist es eigentlich schon Next Level.
00:20:08: also weil der hat schon Auswirkungen und eigentlich fängt schon früher an nämlich man müsste unter durch Selbstbeobachtung und Selbstreflektion identifzieren.
00:20:17: was macht das mit mir?
00:20:19: Das ist natürlich zum einen Erst mal ganz schön viel verlangt von heranwachsenden Menschen, ne?
00:20:24: Also das muss man erst mal hinkriegen.
00:20:26: Erst recht wenn man zur ersten Generation gehört die kein davor kennt ein vor den sozialen Medien sondern da schon reingeboren wurde.
00:20:37: Wow also dass das hinzubekommen zu verstehen was was da gerade mit einem passiert ist ja erstmal eine große Hürde.
00:20:44: Genau und ich würde behaupten dass es zumindest für den jüngeren Teil dieser dieser Menschen, die es gerade gibt und die damit konfrontiert ist einfach eine Überforderung.
00:20:53: Das macht natürlich auch was mit den Überlegungen.
00:20:57: Wie sollten wir als Gesellschaft damit umgehen, wenn wir uns damit einigen können, dass es eine Überforderung ist?
00:21:04: Dann würden wir daraus ableiten bei anderen Dingen.
00:21:06: Dass wir Kinder und Jugendliche davor schützen
00:21:08: müssen.".
00:21:09: Und da hat sich tatsächlich auch meine persönliche Haltung im Laufe der letzten Jahre verändert.
00:21:13: Das habe ich mir bemerkt.
00:21:15: Ich hab bei sämtlichen Verbotsdiskussionen immer darauf hingewiesen.
00:21:20: Und das tue ich auch weiterhin wie sich die Gesellschaft verändert, wenn man etwas verbietet ... wie die Durchsetzung dieser Verbote auch wiederum eigene Änderungen mit sich bringt.
00:21:30: Also wenn ich jetzt sage, dass unter vierzehn Jahren etwas verboten ist, dann bedeutet das ja, dass ich mich irgendwie identifizieren muss als untervierzehnjähriger und wenn ich das tue gehe ich den Informationspreis hier sonst nicht preisgeben müsste.
00:21:44: Das heißt wir sind bei einem bei einer Gesellschaft, die so konfiguriert ist, dass sie mehr Sicherheit aussieht und mehr Daten von uns zur Verfügung hat.
00:21:51: Das sehe ich weiterhin kritisch und gleichzeitig glaube ich, dass wir etwas tun müssen weil die Auswirkungen zwischen digitaler Mediennutzung insgesamt einfach so hoch sind für Kinder- und Jugendliche das wir uns nicht leisten können zu sagen Wir tun gar nichts und gucken uns das weiter an und hoffen, dass es gut wird.
00:22:13: Okay und das heißt wo?
00:22:15: Wo würdest du so hintendieren?
00:22:18: Da klingt jetzt durch, ein Verbot kann es in der Form nicht sein.
00:22:23: Also auch eben nicht mit einer Altersgrenze die dann variabel ist oder jemand noch auszudiskutieren ist oder so... sondern wohin gehen da deine Gedanken?
00:22:34: Ich glaube doch tatsächlich, dass mal irgend so was brauchen wird.
00:22:37: So ein Holzhammer mit dem man auf das Problem erstmal drauf schlägt um dann nochmal zu gucken, was kann man Differenzierteres machen?
00:22:43: Also eigentlich bräuchte es eine sehr feingliederige und differenzierte Regulatorik im Sinne von.
00:22:51: man müsste gucken, dass das jeweils die jeweils angebotene Applikation jeweils altersgerecht ist und auf eine unterschiedliche Art und Weise zur Verfügung gestellt wird.
00:23:01: Und das wiederum dazu können wir natürlich uns nicht verpflichten.
00:23:04: Dazu können wir nur die Anbieter verpflichtet, dass es etwas was wahrscheinlich juristisch wie auch politisch wahnsinnig kompliziert ist.
00:23:13: Deshalb fällt uns glaube ich erst mal nichts ein als eine gewisse Altersregulatorik reinzubringen Auch im Wissen und das ist was, was glaube ich häufig auch falsch verstanden wird.
00:23:22: Dass junge Menschen quasi im Kampf gegen die Erwachsenen, gegen uns Erwachsene durchsetzen wollen, dass es auf gar keinen Fall Verbote gibt.
00:23:30: So so ist es gar nicht.
00:23:31: wenn man die Jugendlichen fragt Was denkt ihr denn?
00:23:35: Man sollte mit Social Media anfangen sagen die meisten vierzehnundaufwärts.
00:23:39: realistischerweise fangen aber viele früher an.
00:23:41: Das heißt da gibt's bei jungen Menschen gewisses Verständnis dafür dass das Probleme mit sich bringt und dass man davor auch geschützt werden muss.
00:23:50: Und wünschen Sie es quasi für die jeweils nachfolgende Generation, dass sie davor geschützt werden!
00:23:57: Was wir aber auch den Eindruck haben, also bei dieser Gym Plus Studie wurde gefragt wie viele von euch denken denn das Jugendliche Perspektiven in ausreichender Form berücksichtigt werden.
00:24:09: Bei aktuellen politischen und anderen Prozessen die Bezüglich neun Prozent.
00:24:13: Also nur jeder zehnte Person, die da befragt wird hat das Gefühl dass sie das irgendeine Relevanz hat was Kinder und Jugendliche sagen.
00:24:19: Kann das auch verstehen, wo es herkommt?
00:24:22: Das sind auch so Zahlen die uns in der Beschäftigung mit dem Thema Einsamkeit immer wieder begegnen.
00:24:27: Dass da viel ist um die Selbstwirksamkeit geht also dass junge Menschen immer weniger das Gefühl haben genau in welchen Bereichen auch immer Meinung ihrer Haltung, ihre Einstellung zu Dingen sich irgendwo wiederfindet.
00:24:43: und ich meine wir haben das gesehen.
00:24:45: Wir haben eine sehr große, sehr jung geprägte Naturschutzbewegung gehabt und auf den Straßen gesehen die ganz schön wenig Auswirkungen hatte.
00:24:56: und sowas führt dann natürlich irgendwie auch zu einer Frustration und so zur Wahrnehmung ungefähr okay dass ist nicht wirksam.
00:25:03: was ich hier sage und tue Du bist ja so eng im Austausch mit Kindern und Jugendlichen.
00:25:11: Inwiefern begegnet dir denn das Thema Einsamkeit als Faktor, der Beeinträchtigung einhergehend mit einer übermäßigen oder ungesunden Social-Media Nutzung?
00:25:25: Ich hatte eben schon gesagt, es braucht eine Introspektionsfähigkeit.
00:25:29: Das wäre quasi der Blick nach innen.
00:25:31: um das dann aber wiederum auch in ein Gespräch und nach außen zu tragen, braucht's da die Fähigkeit, das zu verbalisieren.
00:25:38: Und ich glaube, dass es heutzutage vielen Jugendlichen mit denen ich spreche erst mal schwer fällt und dass dann erst Teil des therapeutischen Gespräches ist, dass man darüber überhaupt zu sprechen kommt kann.
00:25:51: Viele Jugendliche, die ich erlebe können das ... auf eine gewisse Weise als einen Zustand beschreiben, der ihn nicht gut tut.
00:26:00: Der irgendwie schlecht ist, also in einer eigentlich relativ kindlichen Art und Weise ihr Leben beschreiben.
00:26:05: Und erst wenn man genau hinschaut mit ihm zusammen ... kriegen Sie das formuliert.
00:26:10: Ich glaube, der Impuls ist gerade zu schildern und kommt deshalb zustande weil ich denke wir müssen aufpassen dass wir nicht sagen wenn wir jugendliche Fragen fühlst du dich einsam?
00:26:17: und die sagen nicht sofort ja dass es dieses erleben nicht gibt.
00:26:20: sie haben vielleicht nur noch nicht die Worte oder das ausreichende Verständnis dafür gefunden das zu haben.
00:26:26: ansonsten muss sich schon sagen ich lebe das bei den Jugendlichen die ich dann dazu befrage in relativ ausgeprägter Form.
00:26:39: Und da hat's auch wieder was mit dieser aktiven und passiven Nutzung zu tun, die ich schon besprochen hab.
00:26:43: Also diejenigen, die sich aktiv mit Social Media oder auch mit Videospielen engagieren, die erleben das meistens auch als etwas Soziales, spielt dann auch bei den Streitigkeiten mit den Eltern eine Rolle, weil sie dann sagen, ich habe doch Freunde!
00:26:55: Ich bin noch mit meinen Freunden in Kontakt sind halt nur online.
00:26:58: Und gleichzeitig können die das ... Können die das nicht gut formulieren, wie sich diese Einsamkeit anfühlt und bleiben dann damit erst mal ein bisschen allein gelassen?
00:27:09: Und es ist unsere Aufgabe zumindest als Behandlerinnen.
00:27:13: Ich würde auch sagen, es ist ja Aufgabe von anderen versorgenden Erwachsenen zum Beispiel Eltern zu versuchen, einen Verständnis fürs Erleben ihrer Kinder zu bekommen denn nur dann kann man kann man überlegen, wie man damit umgeht.
00:27:26: wird gerne noch weil ich das so relevant finde für die Antwort noch weitere Zahlen aus dieser heute erschienenen Studie zitieren.
00:27:33: Nämlich, dass wenn man die Menschen befragt oder die vierzehn bis siebzehnjährigen waren, was denn ihre drei Lieblingstätigkeiten sind?
00:27:40: Dann kommt da so etwas wie Freunde treffen, Sport ausüben und etwas Drittes, das ich gerade nicht erinnere, weil die Studie so neu ist... Und was dann nicht auftaucht, ist die Nutzung von Social Media!
00:27:52: Wenn man aber fragt womit verbringst du regelmäßig deine Freizeithobbis, dann sagen die Social Media Nutzung.
00:27:59: Das heißt da gibt es ein Diskopanz zwischen dem was sie eigentlich gerne tun wollen würden und dem was Sie tatsächlich tun.
00:28:05: also sie haben Bewusstsein dafür.
00:28:08: das Analoge zusammen sein vor allem mit Freunden tut mir besonders gutes Aussehen von Sport.
00:28:12: Und trotzdem sagen sich mit einer großen Regelmäßigkeit nutze ich Social Media und da müssen wir ganz genau aufpassen.
00:28:19: wie kommt das zustande Und wie kann man dem dann auch entgegenwirken?
00:28:23: Ich glaube, ein Teil der Antwort ist eben, dass wenn wir das Wissen analoges Leben zur Verfügung stellt als Gesellschaft.
00:28:30: Was diesen psychischen Bedürfnissen entspricht.
00:28:33: und das ist aber etwas was uns immer weiter abhandengekommen ist.
00:28:37: Also es gibt ein tolles Buch oder ich finde es toll, ich find es sehr lesenswert von dem Aladdin El Mavalani im Soziologe, der einen Buch geschrieben hat.
00:28:46: Das heißt Kinder, Minderheit und Schutz und darauf aufmerksam macht Nachdem kindgerechte, jugendgerechte Aktivitäten eine Zeit lang aufgebaut worden sind nach dem jungen Sein der Boomer-Generation weil man da festgestellt hat oh wir brauchen jetzt einfach Angebote für die das sich auch schrittweise immer weiter abgebaut hat und jetzt die Diskussion so ein bisschen oft fatal verläuft.
00:29:11: auf die Argumentationsliegen wie folgt es.
00:29:14: Man kritisiert, dass das abgebaut worden ist und dann sagen diejenigen, die vielleicht in der Verantwortung dazustehen könnten wieder so was aufzumachen?
00:29:21: Ja, das wird ja eh nicht genutzt!
00:29:22: Die hängen eher am PC und am Handy.
00:29:24: Und so entsteht natürlich ein gesellschaftlicher Teufelskreis draus.
00:29:27: wenn wir das immer weiter abbauen und jetzt zum Beispiel in der Therapie mit Jugendlichen drüber nachdenken wollen... Aspekte des Lebens, seine Tätigkeiten und Aktivitäten.
00:29:37: Die sagen ja bei uns in der Gegend gibt es nichts Sportvereine werden kaum noch ausgefunden die finden keine Trainerinnen mehr dann wissen wir einfach nicht was sie machen wollen.
00:29:46: das heißt als gesamtgesellschaftliche Aufgabe wäre es in Bezug auf Social Media auch ein wichtiger Aspekt unser Leben wieder so zu gestalten oder das Umfeld der Kinder und Jugendlichen so zugestalten, dass die überhaupt alternative Tätigkeiten nachgehen können.
00:30:03: Aktivitäten haben diese mit Freude machen können.
00:30:06: ja super interessant also das heißt er nimmt.
00:30:09: hat der digitale Raum mehr mehr raumein als eigentlich gewünscht wird?
00:30:15: Ja wahrscheinlich also impulsiv würde ich sagen weil der Zugang so viel niedrigschwelliger ist.
00:30:20: Also der Griff zum Handy ist natürlich irgendwie einfacher, als dann weit entfernt ein Sportverein aufzusuchen oder sich da anzumelden und Zugang zu finden.
00:30:32: Da kommen ja noch viele andere Aspekte mit rein – Wohnort, ländliche Gegend, urbanen, Klassismus spielt damit rein.
00:30:39: Kann ich mir den Sportvereinen überhaupt leisten?
00:30:43: Wir haben hier auch schon viel über die dritten Räume gesprochen, also Räumen wo Begegnungen eben ohne Konsum stattfinden kann.
00:30:49: Weil ansonsten sind halt eben automatisch Menschen außen vor, die sich den Kino besuchen und die Pizza danach nicht leisten können um Zeit mit ihren Freunden zu verbringen und so.
00:30:58: Okay das heißt man muss da eigentlich hinschauen dass man Angebote niedrigschwelliger macht um sie wieder mehr in die Konkurrenz zu bringen mit dem digitalen Raum?
00:31:09: Würde ich sagen weil sonst Einfach der digitale Raum immer gewinnt.
00:31:13: Als Analogie trägt vielleicht, um das nochmal zu veranschaulichen Ich liebe gutes Essen und gut gemachtes Essen.
00:31:20: Also wenn ich mir so einen richtig schönen Salat gemacht habe wo ich eine Stunde für gebraucht hab alle Zutaten zusammenzubringen Und dass dann irgendwie noch Dresschen gemacht hat Dann esse ich den richtig gerne aber es dauert halt ne Stunde oder ich kann mir einfach schnell in der Pfanne was aufwärmen.
00:31:35: und so ist es ja auch das erfülltes gleiche Bedürfnis, nämlich in dem Fall dass nicht mehr hungrig zu sein und vielleicht ein Geschmackserlebnis zu haben.
00:31:42: Unser Geschmackserlebnis ist schlechter bei der Kisadier die ich mir auf die Schnelle gemacht habe aber es ist eben viel viel schneller.
00:31:48: verfügbar gibt es natürlich dann auch für den digitalen Raum.
00:31:51: Wenn ich mir überlege, muss mich jetzt mit dem Freund an der Tischtennisplatte verabreden.
00:31:55: Dazu muss ich ihn erst mal erreichen und da muss ich dahin fahren.
00:31:58: Muss noch an alles denken was ich da vor Ort brauche.
00:32:00: Dann ist das höher schwällig als ich nehme meine Handy in die Hand und habe auch eine Ablenkung und du erstmal ne Form von Freude weil ich sie in der Hand hab und irgendwas vermeintlich Interessantes vor mir hab.
00:32:11: Ja,
00:32:11: da fällt mir auch... schlagartig auf, dass ich sehr, sehr viele Rezept- und Zubereitungstipps auf Insta abgespeichert habe.
00:32:20: Und kein einziges davon umgesetzt habe.
00:32:23: Ja!
00:32:25: Sieht ihr auch mit?
00:32:26: Klar mache ich auf jeden Fall never.
00:32:29: Habe ich niemals gemacht.
00:32:31: Ich würde da gerne nochmal so ein bisschen genauer reingucken was dieser Kreislauf ist in dem man kommt, also aus einem Einsamkeitsempfinden eine schnelle... Also ich formuliere es jetzt einfach mal so total unwissenschaftlich.
00:32:44: Aus dem Einsamkeitsempfinden heraus ne schnelle Genugtuung über Social Media Nutzung zu erlangen die mich dann aber in der Folge eigentlich noch mich einsamer fühlen lässt oder du kannst das wahrscheinlich ein bisschen differenzierter formulieren
00:33:01: Muss ich vielleicht gar nicht, weil das so einfach ist.
00:33:04: Dass sich Einsamkeit ist ein aversiv erlebter Zustand.
00:33:08: also ich bin zum Beispiel total gern allein.
00:33:11: Das muss man sich auch bewusst machen.
00:33:13: wenn man Einsamigkeit als soll-istiskrepanz bezeichnet dann ist es etwas dass mein soll höher ist als mein Ist-Zustand in Bezug auf Soziale Bindung.
00:33:22: Jetzt habe ich es doch superkompliziert!
00:33:25: Und das muss man erst mal konstatieren, ich bin zum Beispiel ein Mensch der allein sein total unbedingt braucht weil ich einen Job hab, der viel soziale Interaktion erfordert und die ich dann auch gerne mache.
00:33:37: Ich habe eine Familie, die viel sozialen Interaktionen nicht erfordert aber ich die ja auch gerne dort haben möchte.
00:33:43: Dann brauche ich es aber unbedingt umgekehrt als Kompensation dass ich manchmal alleine bin sondern da fühle ich mich ein bisschen befreit und denke mir, das ist angenehm jetzt mal Zeit für meine Gedanken.
00:33:53: Für vielleicht auch meine Tätigkeiten zu
00:33:55: haben.".
00:33:56: Und dann aber ist das Gefühl von Einsamkeit auch etwas sehr individuelles.
00:33:59: Das heißt einen Mensch bei dem dieser Sollregler oder der Soll sehr hochgestellt ist, der wird natürlich mehr soziale Interaktionen brauchen um sich nicht einsamt zu fühlen.
00:34:10: Und wenn da dieser Zustand besteht dass es eine Diskrepanz gibt, dann erlebe ich das als Einsamkeits-Einsamkeit Und jetzt wird es vielleicht dann auch ein bisschen zuverkopft, aber jetzt gibt's quasi Psychotherapie.
00:34:24: Du hast ja erwähntliche Unterrichter auf Psychotherapeutin und die Seminare erstes Semester.
00:34:30: Es gibt ein Konzept, das heißt, dass Verhalten häufiger auftritt.
00:34:35: Wenn es entweder einen positiven Zustand hinzufügt – das wäre positive Verstärkung oder einen negativen Zustandsweck nimmt ist negative Verstärkeung.
00:34:43: und wenn ich jetzt feststelle, dass meine Einsamkeit weggeht weil ich mein Handy in die Hand nehme und ich glaube da geht's gar nicht so sehr darum, dass ich mich dann mit der Welt verbunden fühle aber ich bin abgelenkt von diesem Einsamkeitsgefühl.
00:34:54: Dann macht das die Auftretenswahrscheinlichkeit des Verhaltens nämlich Handy in ihr Hand nehmen erst mal wieder höher.
00:35:00: Und wenn ich dann einmal so viel damit mich beschäftigt habe, dass ich auch andere Kontakte vernachlässige, sie mir immer schwerer fallen.
00:35:09: Meine Komfortzone sich ausschließlich darin befindet das ich im digitalen Raum mich bewege Dann verstärkt sich dieser, dann hat man diesen Teufelskreis zu nehmen eigentlich auch schon sehr viel einfacher und fassbar beschrieben hast.
00:35:23: Aber so nochmal ein bisschen ergänzt um fachliche Konzepte die mir dazu einfallen womit man das auch beschreiben kann.
00:35:29: Und das ist ein großes Problem und Teil des Problems habe ich ja schon beschrieben, dass soviel davon Im Inneren der Menschen stattfindet, wo wir nur mittelbar Auskunft drüber bekommen können.
00:35:41: Es kann sein dass da jemand ist die mit großer Zufriedenheit und Freude Bilder, Fotos mit ihren Freundinnen austauscht dann dazu Witze macht und so weiter.
00:35:51: Und zwar ziehe ich ja von außen nicht aus, sei denn sie lachen oder auch nicht lachen.
00:35:55: Aber dass sich jemand einsam fühlt und das ein Ausdruck dessen ist dafür muss ich mit der Person sprechen und Vertrauensverhältnis haben, dass es mir das überhaupt anvertrauen kann oder dass die Personen mir das anvertrauen können?
00:36:10: Ja wahrscheinlich auch ein intensiver Prozess dahin zu kommen.
00:36:17: Und das interessiert mich aber auch, was bekommt ihr da zu hören?
00:36:22: Also wie wird es dann in der Darstellung der jünglichen, jung erwachsenen Kindern selbst artikuliert?
00:36:32: Wie klingt denn die Selbstwahrnehmung?
00:36:35: Erst mal wird es verteidigt.
00:36:36: Das ist, glaube ich auch ein interessanter Aspekt.
00:36:38: Den kann ich jetzt zum Beispiel nicht mit Wissenschaftlichkeit belegen aber das ist etwas was sich beobacht in meiner Arbeit, dass es deshalb verteidig wird weil die Eltern meistens eine medienskeptische Haltung haben und oder eine Problemzuschreibung an digitale Medien betrifft nicht nur Social Media, sondern auch andere.
00:36:57: Das heißt wenn sie mit uns ins Gespräch gehen wollen wir erst mal überhaupt nicht sagen dass das auch etwas problematisches hat.
00:37:03: Deshalb meinte ich es ist ein Vertrauensverhältnis braucht um das überhaupt zu ermöglichen in den Raum dafür zu geben darüber zu sprechen.
00:37:10: Wenn das nämlich gelingt dann können Sie das durchaus beschreiben und eben auch die Unterschiede beschreiben.
00:37:17: Und da wird es jetzt richtig, aus meiner Sicht richtig interessant oder psychotherapisch richtig interessant?
00:37:21: Was ist denn eigentlich der Unterschied zwischen einer analogen Begegnung und einer digitalen Begegenung?
00:37:26: Ich würde behaupten, da gibt's Erhebliche!
00:37:29: Wenn wir dieses Gespräch ... Wir sitzen ja jetzt gerade direkt ungefähr ein Meter voneinander entfernt und gucken uns an und ich sehe in deinen Augen ob dich was interessiert oder meine das sehen zu können.
00:37:38: Das wäre aber etwas anderes wenn wir jetzt nur telefonieren würden.
00:37:41: Diese Unterschiede, die beschreibbar sind kann man Jugendlichen auch verstehbar und erklärbar machen.
00:37:47: Und dann können die das durchaus auch berichten, dass es das eine der Teil von... Also da kann man mit Jugendlichen in zu ins Gespräch kommen.
00:37:56: Ich glaube aber, dass wir die auch in gewisser Weise veränderungsorientierte Seite an dem Aspekt ist, dass dann Jugendliche etwas verändern um wieder mehr analoge Kontakte.
00:38:05: Ich glaub' die Akzeptanzseite, die wir als Menschen auch brauchen, so viel mit digitalen Medien aufgewachsen sind, ist das sich da auch in der... ... Sozialkultur etwas verändert hat, so würde ich es mal benennen.
00:38:20: Wie die Leute einander begegnen?
00:38:22: Ich weiß nicht ob du auf den Begriff Fubbing gestoßen bist oder ob du den kennst.
00:38:26: das bezeichnet ist ein Mischwort und bezeichnete letztlich dass sich jemanden ignoriere indem ich auf mein Handy gucke und das ist etwas sehr unhöfliches.
00:38:35: wenn du jetzt auf dein Handy schauen würdest mitten im Gespräch würde ich das als Abbruch unseres Gesprächs werden und wenn man da Jugendliche zu befragt empfinden ihr das ganz anders.
00:38:45: Das ist uns viel normaler, dass man als Teil der Interaktion auch mal kurz aufs Handy guckt und so.
00:38:51: Wir bewerten das sehr schnell auf einer normativen Ebene und sagen, das ist schlecht, das soll nicht so sein.
00:38:56: Und gleichzeitig ist es aber vielleicht bei den Jugendlichen gar nicht so sehr ein Interaktionsabbruch wenn die Interaktionen im Gesamten und die Beziehung im Gesamt funktioniert.
00:39:08: Ein Teil davon gibt, was tatsächlich auch von den Jugendlichen erlebbar nachteilig ist und dann verändert werden sollte.
00:39:14: Aber auch ein Teil gibt, wo wir vielleicht einfach anders draufgucken sollten und das nicht viel klassifizieren sollten als problematisch oder etwas, was die Jugendlichen unbedingt verändern sollten damit sie mehr so sind wie wir, dass es uns hilft darüber nachzudenken
00:39:30: Total spannend.
00:39:31: Ich finde es echt super interessant, dass wir als viel drastischer beispielsweise empfinden, als es dann unter Jugendlichen empfunden wird.
00:39:40: also wo's vielleicht denn irgendwie auch nicht mehr ist als ich sehe gerade an deinen Augen das dich jetzt nicht so wahnsinnig interessiert eine andere Interpretation der Handlung.
00:39:52: Ich bin leider dich und euch da um diese Einblicke.
00:39:58: Wir hatten hier in der letzten Folge schon erwähnt, wir hatten Dr.
00:40:02: Hannes Vinzen Krause hier, der da so zu dem ganzen Themenfeld forscht und der sehr klar sagt eigentlich sagt uns die Forscher noch gar nichts weil das kann auch alles total positive Effekte haben.
00:40:15: also es ist so noch schwer zu... schwer zu greifen, ob die Vorteile vielleicht auch die evolutionären Vorteile, vielleicht sogar die Nachteile überwiegen oder wie das alles zu werten ist eigentlich.
00:40:30: So nach dem Motto, das müssen wir uns jetzt nochmal zwanzig Jahre ansehen.
00:40:34: Gleichzeitig sind ja die Auswirkungen so massiv dass alle wissen man kann aber nicht zwanzich Jahre warten und dann gucken wir mal wie wir damit umgehen?
00:40:42: Kann man schon!
00:40:44: Ich halte es für tatsächlich nicht günstig.
00:40:46: also Weil ich hab neulich einen Vortrag von Amy Orben gehört, die an der Oxford Universität sehr viel sich damit beschäftigt.
00:40:54: Und sie sagt halt auch das es natürlich eine Gefahr besteht dass man etwas falsch reguliert wenn man nicht ausreichend Kenntnis dafür dazu hat.
00:41:03: aber wir sollten uns bewusst machen was ja manchmal so... gesagt wird, na ja dann lieber nichts tun.
00:41:09: Ich weiß nicht ob das lieber nichts tun in dem Fall die beste Idee ist.
00:41:13: denn also was wir schon feststellen auch dass wird fachlich diskutiert wie stark die Auswirkungen sind.
00:41:20: aber was wir sehen es mental health youth mental heath crisis also dass wir stellen fest dass die Prävalenzen vom psychischen Erkrankung bei vor allem bei Kindern jugendlichen jungen Menschen insgesamt in den vergangenen fünfzehn Jahren vor einem extrem zugenommen haben.
00:41:35: und cool incident sage ich mal ganz vorsichtig mit der zeit wo smartphones überall verkauft worden sind.
00:41:42: das heißt ich finde auch Wirklich schwierig die Annahme zu treffen, dass das alles gar nichts miteinander zu tun haben.
00:41:49: Ich glaube, die Forscherinnen im Elfenbeinturm dürfen und sollten sich darüber streiten wie viel dieser Varianten sagt man dann im wissenschaftlichen Bereich also der Veränderung darüber aufgeklärt werden kann oder damit begründet werden kann, dass jetzt viele Menschen Smartphones und Social Media nutzen.
00:42:05: aber ich finde heutzutage die Pose schwer haltbar zu sagen, wir müssen erst mal gucken ob das wirklich doof ist für Kinder und Jugendliche.
00:42:16: wirklich viele Erkenntnisse, wo Menschen beschreiben, die dann auch damit aufhören.
00:42:21: Es gab jetzt im deutschsprachigen Raum eine große Studie, ich glaube mit seventy-tausend Schülerinnen, die eine Zeit lang auf unterschiedliche Art und Weise auf den Nutzungen von digitalen Medien verzichtet haben und dann wirklich auch messbar Symptome von Angst und Depression zurückgegangen sind.
00:42:37: Das heißt ... zu sagen, das hängt gar nicht miteinander zusammen.
00:42:40: Finde ich schwierig und so wie Jonathan Hyde ist ein US-Forscher der sich viel damit beschäftigt hat zu sagen dass es alles dadurch verursacht finde ich auch problematisch.
00:42:49: wahrscheinlich irgendwas dazwischen aber auch da zwischen ist gewichtig genug als das wir gesellschaftlich angehen sollten.
00:42:56: aus meiner Sicht
00:42:58: Was mache ich denn jetzt ganz konkret bei einem jünglichen oder einem Kind was in der analogen Welt vielleicht keinen keinen Anschluss findet oder eben einfach ... Einsamkeit ist eine Wahrnehmung, also die Diskrepanz zwischen den Beziehungen, die ich mir wünsche und die ich dann tatsächlich verspüre.
00:43:19: So ein mangelndes Empfinden von wirklicher Verbundenheit in einer analogen Welt dann Einsamkeitsempfind hat im digitalen Raum aber eben in sozialen Medien Vielleicht da eine Anerkennung widerfährt, also ich bin zum Beispiel jemand der nie gut im Sport war.
00:43:39: Also Sportunterricht in der Schule war für mich echt eine Herausforderung und ich glaube ich war andere Bereiche gehabt die das so ein bisschen ausbalanciert haben.
00:43:49: aber Diese Ablehne und das Nicht-Dazugehören in diesem Bereich, den kenne ich sehr gut.
00:43:57: Und dann hätte ich vielleicht damals irgendwie mit Sportwissen im digitalen Raum glänzen können und da sehr viel Zuspruch bekommen können.
00:44:05: Wie geht man denn ganz konkret mit sowas um diese Personen wieder dahin zurückzuführen zu sagen?
00:44:11: Ja aber das kann es nicht sein.
00:44:13: also du kannst nicht nur im digitaler Raum stattfinden oder das kann sich auch letztlich... Kann man's ja auch nicht miteinander kompensieren?
00:44:21: Genau, nicht gänzlich.
00:44:22: Aber ich glaub die Voraussetzung um jemandem zu helfen der jetzt nicht ein klein also wir sprechen jetzt nicht von kleinen Kindern und da wäre meine Antwort dann muss man als Elternteil auch mit dem pädagogisch auch überregulatorik ausreichen und regulatorik einwirken weil wir uns ja darüber unterhalten haben dass das für junge Menschen sehr schwierig ist nach innen zu gucken und je jünger das schwieriger.
00:44:42: das heißt von denen kann man es nicht erwarten.
00:44:44: aber wenn wir jetzt eher über jugendliche menschen sprechen dann werde erste schrittes erst mal anzuerkennen Dass das für den Jugendlichen wichtig ist und eine wichtige Funktion hat, denn das was Eltern oft versuchen dann in solchen Fällen mit Regulatorik im Griff zu bekommen.
00:45:01: psychischen Bedürfnis eben etwas hat, ist ein krasses Missmatch.
00:45:05: Also wenn ich jetzt wirklich feststelle so eine verfahrene Situation wie du sie geschildert hast?
00:45:09: Ich habe weniger Volkserlebnis im Leben und ich fühle mich aber in meinem sozialraum sicher also dem digitalen Sozialraum sicher auch in gewisser Weise anerkönnt.
00:45:18: Wie bedrohlich ist das denn wenn dann jemand zu mir sagt ich nehme dir jetzt dein Handy weg damit nimmt die Person mir die Befriedigung meiner psychischen Bedürfnisse weg.
00:45:29: Und das heißt, was es braucht ist da auch wieder etwas von beiden.
00:45:33: Das heißt die Ansprache der.
00:45:35: ich verstehe dass das für dich... Ich habe jetzt verstanden, das ist für dich aus denen und den Gründen total wichtig.
00:45:41: Ist das tatsächlich so?
00:45:42: Kannst du's mir nochmal in deinen Worten beschreiben?
00:45:44: dann kann ich vielleicht noch besser passen?
00:45:46: Und dann im zweiten Schritt und gleichzeitig hab' ich den Eindruck oder weiß ich zwischenmenschliche Beziehungen auch analoge Aspekte haben, die wichtig sind.
00:45:56: Die auch wichtig zu erlernen sind für fast alle Berufe, die wir später mal ausüben wollen, die die allermeisten Menschen ja aussuchen wollen, partnerschaftliche Beziehungen.
00:46:06: Also ich kann mir die Schmunzel deshalb so ein bisschen, weil ich mir das gerade ins Kopf gerufen habe.
00:46:10: Ich kann mir keine partnerschaftlichen Liebesbeziehung vorstellen, die nur digital stattfindet.
00:46:15: Es gibt Menschen, die können sich zu heutigen Tagen vorstellen und ich gehöre nicht dazu.
00:46:18: Ich würde sagen, die Mehrzahl der Menschen gehört nicht dazu und dann wird es darum gehen auch für etwas zu werben... da wieder einzutreten.
00:46:26: und ich glaube tatsächlich daran, dass auch Menschen die jetzt eher speziellere Interessen haben, denen es nicht leicht fällt mit Fußball- und Sportwagen oder mit Beauty Tips und Tänzen
00:46:39: usw.,
00:46:40: was anfangen können.
00:46:41: Dass sie auch ihre Interessensbefriedigung finden können.
00:46:45: Das ist nur als Elternteil schwieriger das zu finden und das zu fördern.
00:46:50: aber ich glaube was dann eine gemeinsame Anstrengung von Jugendlichen und Elternpaar oder Elternteil sein sollte, das trotzdem zu ermöglichen.
00:47:02: Ich hatte gehofft es gibt so ne drei Wortantwort wo die alles löst.
00:47:08: Jetzt hast du ja eingangs gesagt okay das eine ist halt eben dass selber zu identifizieren als die selber nutzende Person über Selbstbeobachtung, über Reflexion, übereinordnen das zu identifizieren.
00:47:22: Weil wenn es einen Umfeld zur Kenntnis nimmt also wenn schon praktisch das sichtbar wird die Folgen dann ja dann ist schon einiges geschehen was man eigentlich vermeiden will.
00:47:33: Was sind denn diese Faktoren die man dann von außen identifiziert kann?
00:47:37: Also was sind denn mögliche folgen von einem ungesunden umgang von Social Media insbesondere in Hinsicht auf Einsamkeit.
00:47:49: Es ist so vielgestaltig, dass es ... Also ein Hinblick auf Einsammkeit würde ich wirklich sagen, wenn ich den Eindruck hab, dass jemand zunehmend eine sehr passive Mediennutzung hat und das wäre eben der Hinweis auf den Teufelskreis, dass andere Lebensbereiche zunehmt nicht mehr so gestemmt werden wie bisher.
00:48:07: Da muss ich jetzt aufpassen, da soll nicht so ein Leistungsgedanke mit reinkommen.
00:48:11: allererst, aber es kann schon ein Anzeichen sein wenn ich jetzt anfange mich weniger mit Schule zu beschäftigen.
00:48:16: Aber da fände ich fast wichtiger mich weniger mein SchulfreundInnen zu beschäftigend.
00:48:21: das dass motivational Schwankungen gibt auch im Rahmen von der Pubertät ist völlig normal und was es nicht geben sollte, wäre ein vollkommener sozialer Rückzug.
00:48:31: Und das sind Faktoren die ich ein Stück weit von außen beobachten kann.
00:48:35: aber ich glaube, dass führt immer nur so weit und irgendwann muss sich dann den Schritt gehen um mit dem Menschen, um denen ich mir Sorgen mache auch ins Gespräch gehen und fragen wie empfindest du das denn?
00:48:47: Stimmt da denn überhaupt meine... Erst mal ist ja eine Unterstellung oder Zuschreibung von erleben.
00:48:54: Kann ich das einmal abgleichen mit deinem tatsächlichen Erleben?
00:48:57: Das wird uns nicht erspart bleiben, weder als Elternteil noch als andere Personen.
00:49:02: Und Elterenteile von Jugendlichen sind dann natürlich in einer besonderen Herausforderung weil Jugendliche dazu tendieren dass äußerst ungern mit ihren Eltern oft zu teilen was sie als Leid plagt und da ist man dann in einer schwierigen Situation.
00:49:15: aber deshalb gibt es ja auch Menschen wie mich, aber auch andere Institutionen also zum Beispiel in Berlin Erziehungs- und Familienberatung stellen die helfen können wenn man ganz verfarbene Situation hat wo man das Gefühl hat nicht mehr an das eigene Kind heranzukommen.
00:49:30: Ja ja total interessant dass du das sagst weil ich habe das glaube ich hier auch schon mehrmals erwähnt hab es lange beobachtet.
00:49:38: Also viele Eltern beklagen den umfangreichen, also quantitativ umfangreichem Konsum von sozialen Medien bei den Kindern oder generell die Screentime.
00:49:51: Gleichzeitig, wenn ich dann ins Gespräch gegangen bin mit diesen Eltern wissen sie wenigsten was da genutzt wird und das fand ich schon echt interessant.
00:49:58: Also eben zu sagen, es geht gar nicht und wenn du dann fragst ja was macht dein Kind am Bildschirm?
00:50:05: So, ihr habt weiß ich doch nicht!
00:50:07: Und deswegen finde ich es interessant, was du ansprichst.
00:50:09: Also in diese Kommunikation zu gehen auch wenn die sicherlich oft gar nicht so gewünscht ist von Jugendlichen weil er natürlich irgendwie auch eine Abgrenzung stattfindet aber vielleicht mehr zu verstehen, was da passiert und vielleicht auch zu identifizieren.
00:50:23: Ist das eine aktive Nutzung oder ist eine passive Nutzungen?
00:50:26: für einen wirklich ganz konkreten und sehr hilfreichen Hinweis?
00:50:34: Kinder oder Jugendliche auch besser vor den anderen Risiken.
00:50:36: Also die Entstehung von Einsamkeit durch diesen passiven Kreislauf, den wir gerade beschrieben haben ist ja ein Aspekt von Risiken.
00:50:42: aber dass die Nutzung von solchen Media birgt ja auch noch andere Risiken wie zum Beispiel Cyber grooming dem ausgesetzt sein und es muss ja auch nicht mal anders anbahnen von einem wirklich intendierten sexuellen Kontakt sein.
00:50:54: Es kann auch etwas sein, was wenige Menschen nur beschrieben und beschreiben.
00:50:59: Dass sie davon Opfer werden aber dann das als sehr impactful, wie sagt man es also sehr einschneidend erleben?
00:51:06: Als wirksam im negativen Sinne ist das ausgesetzt sein gegenüber Nacktbildern oder sogenannten Dickpicks.
00:51:12: Also dass Männer im Internet Fotos von Ihren oder anderen Genitalien ... versenden meistens in so einem Machtausübenden, sadistischen Beziehungskonstrukt und das machen.
00:51:24: Und wenn man sowas erlebt ist es krass und da weiß man aber dass das weniger krass oder weniger problematisch ist, wenn's einen Raum gibt wo das dann besprochen werden kann.
00:51:36: also Die Antwort würde tatsächlich sehr in die Richtung gehen, die du gerade als Problem formuliert hast oder den Umkehrschluss daraus.
00:51:43: sprecht mit euren Kindern dazu was sie dort nutzen.
00:51:46: Weil ich kenne ganz viele Eltern-Kind-Konstellationen wo wahnsinnig viel darüber gesprochen wird und diskutiert wird wieviel Medien genutzt werden Und ganz wenig darüber gesprochen wird, A. Was überhaupt genutzt wird und B., was denn die Funktion des Ganzen ist?
00:52:00: Ich glaube wenn ich bei meinem eigenen Kind ... Das ist ja nichts anderes als das, was ich dann therapeutisch mache.
00:52:05: Gut jetzt habe ich das therapeutisch gelernt aber auch als Elternteil, wenn ich verstehe warum ein Kind so gerne und so viel Digitaluminien kann ich ja auch die Problemassociation besser einschätzen unter aber auch viel bessere Hilfestellung geben.
00:52:18: Wenn es wirklich ist... sozialen Beziehungen in der echt Welten oder in der nicht virtuellen Welt nicht gewachsen, dann kann man ich mit meinem jugendlichen Kind überlegen.
00:52:29: Wie könntest du dich dem eher gewachsen fühlen?
00:52:31: Was hält dich davon ab?
00:52:32: Vielleicht ist es eine psychische Erkrankung und sind einer sozialen Angststörung.
00:52:36: Vielleicht ist das aber auch was total banales, dass der Jugendliche das Gefühl hat immer wenn ein Stottern kommt, dann gucken die anderen ihn komisch an.
00:52:46: Ich finde
00:52:46: es eine sehr gute Anregung, da mehr in die Kommunikation zu gehen und zu erfahren wie diese Nutzung eigentlich konkret aussieht.
00:52:56: Über diesen Einblick verstehe ich ja dann wiederum als Erdanteil auch mein Kind mehr.
00:53:03: Es zeigt eigentlich auch einfach Interesse an meinem eigenen Kind.
00:53:07: Wie womit beschäftigst du dich?
00:53:09: Und alles klar!
00:53:11: Das ist das was sich daran fasziniert führt eigentlich zum Meer.
00:53:15: Verbindung mit meinem eigenen Kind, hervorragend.
00:53:18: Wo sitzen die größten Hebel?
00:53:21: Also da sind ja alle beteiligt also da sind Eltern beteilig.
00:53:25: die Schule sagt man ja auch den Kerne so.
00:53:27: es muss die Schule regeln Die Gesellschaft, die Politik.
00:53:31: wo siehst du die größte Hebel?
00:53:32: natürlich die Plattformbetreiber übrigens.
00:53:34: in erster Linie merke ich immer wieder, in dem Diskurs darüber ... Die werden so schnell aus und vor gelassen.
00:53:40: Dabei sind es meiner Meinung nach die Ersten, die man in eine Verantwortung nehmen müsste, die sich aber genau aus diesem Grunde auch der Kommunikation völlig verwähren.
00:53:53: Wie ist dein Blick darauf?
00:53:55: Ich würde erst mal darauf bezogen, dass das erwartbar als Haltung eines großen Wirtschaftsunternehmens, wenn etwas ... Eintritt, was die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens bedrohen könnte.
00:54:08: Dass sie dann erst mal sagen, nee davon wollen wir nichts wissen.
00:54:11: und das heißt aber jetzt könnte man sagen in deren Funktionsverständnis ist es etwas Legitimes wenn man sagt meine Funktion als Unternehmen oder als Unternehens Leitung ist es möglich für möglichst viel Wirtschaftlichkeit zu sorgen denn es ist ein völlig logisches Verhalten Aber dass es dann an einen Appell von an den Rest der Gesellschaft und dann vor allem an die Politik da einzugreifen was ja theoretisch möglich ist und da muss man nicht nur den Holzhammer, den ich beschrieben habe nutzen.
00:54:39: Sondern man könnte auch sagen, man verbietet Plattformen die für Kinder- und Jugendliche etwas anbieten das dort es möglich ist unbegrenzt viele Videos am Stück anzugucken sondern man macht halt eine Pause nach so vielen Videos Und das ist ein, also ja da stimme ich dir total zu.
00:54:57: Da müssten die Anbieter mehr in der Pflicht sein aber ich glaube wir müssen sie eine Pflicht nehmen.
00:55:01: Also ich gehe nicht davon aus dass davon alleine viel wirklich handfestes passieren wird was die Situation von Kindern und Jugendlichen in der Nutzung von digitalen Medien endet.
00:55:11: Was die anderen Gesellschaftsbereiche du hast gerade angesprochen Schule Eltern irgendwie die Zivilgesellschaft, was da die Schwierigkeit ist.
00:55:19: Alle zeigen mit den Finger aufeinander.
00:55:21: also du hast das erst mal positiv formuliert und hast gesagt alle sind daran beteiligt.
00:55:25: ich würde es im Konjunktiv formulieren und sagen alle müssten daran beteile ich sein.
00:55:29: Ich erlebe es häufig so dass jemandem gesagt wird von außen meistens nicht von innen kommt von Außen ihr müsst jetzt mal mehr machen.
00:55:37: Also das wäre doch wo reicht man alle Kinder wegen der Schulpflicht in der Schule?
00:55:41: Also ihr als Schule müsst mehr machen und die Schule sagt Was sollen wir denn noch alles machen?
00:55:45: Und das ist aber ein Teil des Problems, dass viel mit dem Finger auf andere zeigt wird.
00:55:52: Gleichzeitig ist es auch eine Schwierigkeit die wir irgendwie berücksichtigen müssen.
00:55:58: Ich mache nicht selten irgendwelche Elternabende mit, ob jetzt organisiert durch Schulen oder durch irgendwelchen Anbieter.
00:56:05: Um zu versuchen zu helfen und Elternwissen zu vermitteln.
00:56:08: Und da kommen aber die Eltern hin, die mich eigentlich gar nicht brauchen als Wissenvermittler weil sie wissen wo sich informieren, wie ich mir sogar, wie sie Studien lesen sollen
00:56:19: usw.,
00:56:20: um selbst handeln.
00:56:21: Die Schwierigkeit, die ich habe oder weshalb auch glaube dass wir da eine... Politische Interventionen brauchen eine Regulation durch Politik, wie die auch immer aussehen mag.
00:56:31: Liegt halt darin, dass wir die Präventions- oder die Schwierigkeit haben.
00:56:35: Diejenigen, die wir mit Prävenzionsangeboten und medienkompetenzorientierten Angeboten erreichen können... Die brauchen es weniger als andere.
00:56:43: und die, die das eigentlich bräuchten, die erreichen wir nicht so gut.
00:56:47: Und dass ist ein systemimmanentes Problem den wir dann versuchen sollten aus meiner Sicht anders gerecht zu werden.
00:56:54: also noch mal wenn ich mir aussuchen könnte würde ich sagen hey cool wir fangen der Kita an mit frühkindlicher Bildung auch in Bezug auf digitalen Medien Und dann machen wir das weiter in der Schule.
00:57:07: Wir bieten allen Eltern, die bei der U-Untersuchung so und so sagen, sie haben Probleme mit der Medienerziehung, denen bieten wir ein strukturiertes, manualisiertes Programm an usw.
00:57:17: Aber ich glaube bis das in die Gänge gebracht ist passiert einiges und da wir dort noch nicht sind brauchen wir andere und vielleicht ein bisschen plumpere Arten und Weisen als Gesellschaft damit umzugehen leider.
00:57:33: Ein guter Hinweis, nämlich Kommunikation.
00:57:36: Wie erreicht man eigentlich die Menschen, die es bisher noch nicht erreicht?
00:57:39: und da ein kleiner dezenter Hinweise auf die Arbeit von Freunde fürs Leben?
00:57:43: Weil genau darum geht's ja, niedrigschwellig Inhalte zu vermitteln und Wissen zu vermitteln um das weiterzustreuen dieses Wissen.
00:57:54: Insofern unterstützt gerne die Arbeit vom Freundesleben.
00:57:59: Jakob, super interessant!
00:58:02: Vielen, vielen Dank für all diese Einblicke und die Expertise, die du da mit uns teilst.
00:58:08: Ich hab da wirklich noch mal auch viele neue Faktoren mitgenommen.
00:58:15: Wir schließen jede Folge immer musikalisch.
00:58:19: Bist du ein Musikerfühler Mensch?
00:58:22: Ja sehr!
00:58:22: Das ist ja hervorragend, das passt ja super.
00:58:26: Hast du unsere Songs mitgebracht, den wir auf unserer Koffsalats-Songs-Playlist packen können?
00:58:32: Oh, gerne.
00:58:32: Aber da weiß ich nicht, ob er vielleicht schon ... Ich hab nicht alle Folgen gehört und draufsteht wobei er relativ neu ist.
00:58:37: Deshalb sollte der vielleicht nicht drauf stehen.
00:58:39: Und zwar von Fatoni Symptom.
00:58:42: Das ist ein Lied was sich damit beschäftigt Ob nicht, also zitiert wird Erich Fromm.
00:58:49: Der fragt ob nicht eigentlich die Depressiven, die gesunden sind weil sie reagieren auf einen gesellschaftlichen Missstand auf den man auch irgendwie emotional reagieren sollte.
00:59:00: Also der Song ist lustig, ich finde den einigermaßen tiefgehend und ich find ihn auch musikalisch sehr ansprechend.
00:59:06: deshalb setze ich den sehr gerne bei euch auf die Liste wenn ich darf.
00:59:08: Ja, mega.
00:59:09: Es ist noch nicht drauf, es vom neuen Album, ne?
00:59:11: Was
00:59:11: gerade rausgekommen ist.
00:59:12: Ja okay ja hervorragend sehr schön.
00:59:15: Schöne Bereicherung danke dafür.
00:59:19: Ich pack auch noch ein Song darauf nämlich Harry Styles mit Aperture von seinem aktuellen Album Das übrigens den catchy Namen hat Kiss All The Time Disco Occasionally Geht super von der Zunge finde ich.
00:59:33: Und es gibt diese schöne Zeile eigentlich die Chorus-Zeile in dem Song We belong together, it finally appears its only love.
00:59:44: Und das in Kombination mit der Melodie ist mir viel im Kopf.
00:59:51: Ja, Kopf großen Dank und beiden bleibt eigentlich nur noch eins zu sagen.
00:59:57: Tschüss!
00:59:58: Wenn ihr euch nicht sicher seid, ob ihr selbst unter einer Depression leidet oder Freunde für Wante und Bekannte dann geht zur Hausärztin oder zum Hausarzt.
01:00:07: Infos zu weiteren Anlaufstellen- und Krisenberatungen findet ihr auf der Homepage von Freunde fürs Leben auf frnd.de.
01:00:16: Dort könnt ihr den Verein und damit auch diesem Podcast mit Spenden unterstützen.
01:00:20: Diese Folge ist
01:00:21: Teil unserer
01:00:21: Sonderedition Einsamkeit.
01:00:23: Diese Staffel wird durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.
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